Eine Bekannte von uns, kann sich mit niemandem unterhalten, ohne ihn negativ zu kritisieren. Egal zu welchem Thema. Egal in welcher Situation. Letztlich war sie auf einer beruflichen Fortbildung und hat natürlich sofort den Dozenten ständig verbessert, bzw. in Frage gestellt, ob er auch Ahnung vom Thema hat. Auf dem Hundeplatz macht sie sich nicht gerade beliebt, weil sie ständig behauptet, die Hundetrainer hätten keine Ahnung. Im Reitverein beim Reitunterricht das gleiche Theater. Es ist unmöglich, sich mit ihr zu unterhalten, ohne nach spätestens 3 Minuten kritisiert zu werden. Auch wenn sie im Unrecht ist, ihre Meinung zählt. Ein weiteres Phänomen in diesem Zusammenhang ist ihr Verhalten bei einer Grillparty, die wir mit viel Aufwand organisiert hatten. Sie war auch eingeladen. Aber anstatt sich zu freuen über die gute Stimmung und das gute Essen, fing sie an zu erzählen, wie die Grillparty hätte viel besser organisiert werden können. Ist das Verhalten normal?

nein, dieses Verhalten ist zutiefst krankhaft.
Es zeugt von Minderwertigkeitskomplexen bis hin zum Selbsthass
Therapie wäre angesagt, aber z.Zt. kann da kein Therapeut helfen.
Sie muss erst richtig auf die Schnauze fallen

"Krankheit" ist vielleicht zu hoch gegriffen. Man hat vor über 10 Jahren auf internationaler Ebene beschlossen, solche psychischen Phänomene nicht mehr "Krankheit" ("disease") zu nennen, sondern "Störung" ("disorder"). Ob das wirklich eine Verbesserung ist - keine Ahnung.
Auf jeden Fall sind solche Dinge zu beheben.
Die Menschen im Umfeld müßten einerseits die Kompetenz, andererseits den Mut (der Liebe!) haben, ihr das mal - ohne Vorwurfshaltung - zu sagen, und wenn möglich, auch Wege aus diesem Verhalten aufzeigen können.
Leider ist die zivilisierte Gesellschaft kollektiv von einer psychischen Störung betroffen, die sich so auswirkt, dass die Probleme nicht offen und verantwortungsvoll angesprochen werden und "Otto Normalverbraucher" auch kaum Ahnung hat, woher die Problematik kommt, woran es mangelt und, wie man das beheben könnte.
Was der großen Mehrheit fehlt, ist wahrhaftes Erwachsensein. So jedenfalls sagt es Erich Fromm. Ich empfehle meinen GF-Tipp zu "Krankheit der Gesellschaft" / "kollektive Zivilisationsneurose" und ggf. andere.

Solche Leute gibt es hin und wieder. Meistens ist es hoffnungslos, d.h. sie werden sich nie ändern, weil ihnen das selbst nicht auffällt. Macht man sie darauf aufmerksam, fühlen sie sich entweder angegriffen und werden sauer, oder sie weichen ab und fahren gleich mit kritisieren von etwas anderem fort :)
heureka47 am 4. April 2009 04:20 Es gibt keine hoffnungslosen Fälle! Entweder jemand fällt so oft auf die Schnauze damit, dass er es endlich selbst merkt oder gute Freunde sprechen sie in guter Weise, konstruktiv, darauf an, wie belastend ihre Denk- bzw. Handlungsweise ist - und sie schaut mal, was sie bei sich ändern kann. Hatte gerade vor vier Tagen eine Diskussion in meinem Verein, wo eine Person sich sehr, sehr kritisierend und mit zu wenig Verständnis geäußert hat. Nachdem sie von fast allen gespiegelt bekommen hatte, daß ihre Sichtweise sehr intolerant ist, hat sie eingelenkt und zugegeben, daß sie wohl überzogene Erwartungen hatte...

ich glaube das man das als eine art krankheit ansehen könnte, aber mehr auf psychologischer ebene
diese frau schreit nach aufmersamkeit und ist im grunde genommen nichts anderes als sehr einsam.mich wunder das du mit einer solchen frage überhaupt ins chat gehst!!!!!!!!
Weil sie wegen ihre Verhaltens beinahe aus dem Reitsportverein rausgeflogen wäre. Sie eckt ja fast überall an und das ist doch irgendwie seltsam oder nicht?

Ich glaube Deine Bekannte ist krank!
Das ist wirklich heftig, sie kann auch nicht wirklich lachen. sie ist immer so ernst.
Ja, die nennt sich mangelnde Selbstkritik. Ist aber bilateral, kann also durchaus auf den Fragesteller zurückfallen.
LaurenzDO am 4. April 2009 02:54 ^^
Raimund1 am 4. April 2009 02:55 in dem geschilderten Fall glaube ich nicht, dass das bilateral ist
Tja, das ist so eine Sache im Netz. Man kennt immer nur eine Seite der Geschichte. Grundsätzlich muß ich Die aber Recht geben, ein oder zwei solcher Menschen habe ich auch im Umfeld. Da hilft nur Langmut.

das ist fast schon deppresiv....lieber gar nicht hinhóren, solche Menschen vermiesen allen das Leben...

Ignorieren würde einer solchen Person am meisten wehtun !

Als Krankheit würde ich sowas nicht bezeichnen, eher Neid!!!
Ich denke auch, dass es eine Unzufriedenheit mit sich selbst ist. Wenn ich mich selbst nich' mag, kann ich erst recht nicht andere mögen. Schade... um das 'Mädel'.