Frage von GTH2014, 123

Ist es ein Kündigungsgrund wenn man einen Kollege aufgrund seiner politischen Einstellung verbal angreift?

Bei jns aus der Arbeit wird ein Franzose auf Geund der 'Front National' verbal richtig gemobbt. Er hat diese weder gewählt noch sich irgendwie jemals politisch dazu geäussert. Ein Mitarbeiter weigert sich sagar mit ihm an einem Tisch zu sitzen. Nicht nur weil er Franzose ist, sondern wegen der Front National.

Antwort
von Hamburger02, 50

Wenn der Franzose nicht nachweisbar rechtsradikal ist, dann ist das, was mit ihm passiert, definitiv Mobbing, das den Betriebsfrieden stört.

Da würde ich als Chef sofort dazwischenschlagen, das geht nun wirklich nicht.

m.E. begehen die Mobber die Straftat der üblen Nachrede und das wäre wohl ein Grund zur fristlosen Kündigung. Meistens genügt es jedoch, 1 oder 2 Rädelsführer kalt zu stellen, dann trauen sich die Mitläufer auch nicht mehr.

Der Straftatbestand der üblen Nachrede ist in § 186 StGB normiert, welcher wie folgt lautet:

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Antwort
von FordPrefect, 51

Da würde ich mich als Franzose wohl weigern, in der Firma weiter zu arbeiten. NB.: Bei Mobbing ist der AG ggfs. haftbar - das sollte man dem AG mal sanft beibringen.

Man kann (und m.E. sollte) den FN verachten, OK. Aber jemanden grundlos zu beleidigen zeugt nicht nur von extrem schlechten Manieren, sondern von völliger Unkenntnis der Sachlage. Da würde ich mich als AG wohl eher für eine Fortführung des Arbeitsverhältnisses mit dem Franzosen als mit dem mobbenden Deutschen entscheiden.

Antwort
von Schnoofy, 38

Wenn sich solche Vorfälle häufen und dadurch der sogenannte Betriebsfrieden gestört wird könnte das durchaus ein Kündigungsgrund sein.

Mit ziemlicher Sicherheit aber dann, wenn Betriebsabläufe durch solche persönlichen Anfeindungen gestört werden.

Antwort
von Theshowmustgo, 75

Irgendwie eine Ironie an sich oder? Der der scheinbar (propagandisierten) Radikalismus verurteilt reagiert selber radikal... ich bin mir nicht sicher ob es ein Kündigungsgrund ist aber aufjedenfall ein Ermahnungsgrund, man sollte es dem zuständigen Vorsitzenden melden, denn sowas geht gar nicht.

Antwort
von Accountowner08, 36

ich würde sagen: nein, so lange der verbale Angriff "zivilisiert" ist. Jeder darf entscheiden,  mit wem er zu Mittag essen will oder nicht. das kann man den Leuten nicht vorschreiben...

Antwort
von Goodnight, 39

Mobbing ist immer ein Kündigungsgrund und das zu vollem Recht.

Antwort
von arevo, 27

Könnte durchaus ein Kündigungsgrund werden, wenn der Arbeitskollegge seine Einstellung nicht ändern sollte.Allerdings sollte dieser Mitarbeiter vorab eine Abmahnung bekommen, um ihm Gelegenheit zu geben, sein Verhältnis zu seinem EU-Mitarbeiter zu überdenken und gegebenfalls zu ändern.

Kommentar von Yankors ,

Er  oder sie muessten  mindestens 2 Abmahnungen wg. des gleichen Delikts erhalten, die dritte und letzte Massnahme waere dann die Kuendigung.So das Gesetz.Im Uebrigen ist das mit der Front Nacional Schnee von gestern. Seit Jean Maria le Pen von seiner eigenen Tochter, genannt Marine,  entmachtet worden ist, hat sich vieles in dieser Partei grundlegend geaendert. Augenscheinlich zum Positiven., denn die Mehrheit der franzoesischen Bevoelkerung steht hinter ihr.Ganz besonders nach den Terroranschlaegen etc.Marine hat ganz berechtigte Aussichten der naechste President der Republik zu werden, obwohl sie eine Politik ausserhalb der EU ins Auge gefasst hat, oder vielleicht sogar deshalb.

Tareq

Kommentar von PeterSchu ,

"Er  oder sie muessten  mindestens 2 Abmahnungen wg. des gleichen Delikts erhalten, die dritte und letzte Massnahme waere dann die Kuendigung.So das Gesetz."

Wo steht das bitte? Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass man erst bei drei Fehlverhalten gekündigt wird.

Und auch wenn es nicht zum Thema gehört, deine weitere Ausführungen finde ich recht merkwürdig. Denn knapp 30 % ist nicht "die Mehrheit der franzoesischen Bevoelkerung".

Antwort
von DerBuddha, 16

die frage, die man erstmal klären müsste, wäre doch warum die kollegen ihn mit der partei in verbindung bringen..........zudem ist der chef oder leiter gefragt, denn er muss dafür sorgen, dass mobbing oder ähnliches unterbunden wird..............

ein kündigungsgrund kann nur dann vorliegen, wenn die verbalen äußerungen in extremen rassistischen und/oder sonstigen entwürdigenden entgleisungen geschehen und/oder den betriebsfrieden/-ablauf extrem stören/gefährden...........es kommt also auf die wortwahl und den inhalt an............aber wie schon geschrieben, die leitung ist dafür verantwortlich solche dinge zu verhindern.......:)

Antwort
von nope23, 39

Nennt sich halt Mobbing und dafür kann man natürlich abgemaht/gekündigt werden

Antwort
von Hayat17, 36

Krass, wie intolerant. Aber das ist nichts außergewöhnliches. Manche Menschen wollen nur die Kohle haben. 

Also: Klärt das morgen beim Betriebsrat.

Antwort
von 1988Ritter, 12

Zumindest ist es ein Grund zur Abmahnung.

Wir haben hier in Deutschland die Meinungsfreiheit, und dies auch in politischer Hinsicht.

Das Verhalten der Kollegen dem Franzosen gegenüber ist einfach nur skandalös.

Antwort
von Bestie10, 25

selbstverständlich ist das ein Kündigungsgrund

und das mit Recht !

was hat Politik im Betrieb verloren

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