Frage von Maxine088, 54

Ist es ein Grund gekündigt zu werden, wenn man sagt das man die Firma Verlassen will und die nächste freie Stelle bei einer anderen Firma annimmt?

Ist tatsächlich bei einen Streit zwischen dem Chef und einen Mitarbeitet vorgekommen..

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von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 13

Ob das für den Chef ein Kündigungsgrund ist, sei mal dahingestellt. Es geht hier wohl eher darum, ob der AG so einfach kündigen kann.

Wie lange ist der MA in der Firma? Wie viele MA hat der Betrieb?

Wenn es sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt oder der AN noch nicht länger als 6 Monate im Betrieb ist, greift das Kündigungsschutzgesetz nur in Ausnahmefällen und der AG hat es mit einer Kündigung einfach.

Ist man schon länger beschäftigt und es ist kein Kleinbetrieb, sollte innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erhoben werden.

Antwort
von Amtsschimmel25, 13

In der heutigen Zeit ist niemand mehr so naiv zu glauben, dass ein Mitarbeiter sich sein ganzes Leben lang seinem Betrieb gegenüber verpflichtet, genauso wenig, wie sich die AG den Mitarbeitern auf Dauer gegenüber verpflichten.

Jeder AG muss damit rechnen, das ein MA der etwas interessanteres oder attraktiveres findet, den Vertrag natürlich entsprechend der vertraglichen und gesetzlichen Regelungen, beendet.

Genauso muss auch ein MA damit rechnen, dass er durch andere MA ersetzt wird solange es die vertraglichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zulassen.

Da dies offensichtliche und bekannte Rechte beider Vertragsparteien sind wird durch die Äußerung dieser Absicht weder das Vertrauensverhältnis dahingehend zerstört, dass eine weitere Zusammenarbeit unmöglich wird, noch rechtfertigt dies eine Kündigung des AN.

Natürlich dürfte durch diese Äußerung die Zukunft in diesem Betrieb insbesondere die Karriereaussicht nahezu bei 0 sein.

Antwort
von extrapilot350, 34

Wenn man den Chef damit droht die nächste freie Stelle anzunehmen hat sich diese Person von der Firma schon verabschiedet. Das kann dazu führen dass der Arbeitgeber sofort die Kündigung selbst ausspricht.

Niemand ist unersetzbar und drohende Mitarbeiter sind leicht zu ersetzen mit solchen die Interesse an der Firma und einem Arbeitsplatz haben.

Kommentar von PeterSchu ,

"...hat sich diese Person von der Firma schon verabschiedet."

Woher willst du das wissen? Wir haben freie Berufswahl und es steht jedem Menschen frei, sich einen anderen Job zu suchen. Dass du ihm unterstellst, dadurch seine Aufgabe nicht mehr richtig zu erfüllen, ist eine Unterstellung ohne Grundlage.

Einen Arbeitgeber, der sich über die Kündigung eines Mitarbeiters derart ärgert und derart unprofessionell reagiert, würde ich eher vergleichen mit einem Sklavenhalter, der sauer ist, weil ihm ein Sklave weglaufen will.

Genau wie ein Arbeitgeber unter Einhaltung der Fristen kündigen kann, kann dies ein Arbeitnehmer auch. Damit verstößt er nicht gegen seine Arbeitspflichten.

Kommentar von extrapilot350 ,

@PeterSchu Offenbar hast Du nicht verstanden was die ehemalige Mitarbeiterin ausgesagt hat. Lies das noch einmal durch. Kein Chef lässt sich so etwas sagen. Allein diese Aussage zeigte dass die ehemalige MItarbeiterin keinen Wert mehr legte dort beschäftigt zu sein sonst würde sie niemals so argumentieren. Der Vorgesetzte hat völlig richtig gehandelt. Wärst Du in einer Beschäftigung mit Verantwortung würdest niemals so einen Kommentar absetzen wie gerade diesen. Egal bei welcher Firma, überall gilt das Gesetz der Musiker: We pay, you Play.

Ein Arbeitgeber kann auch außerordentlich kündigen wenn, wie in diesem Fall, durch verbale Äußerungen der Frieden in der Firma gefährdet ist. Ich hätte sie auch außerordentlich gekündigt und rausgeworfen, durch die geschlossene Tür.

Antwort
von Skibomor, 42

Sowas kann durchaus als Kündigungabsicht verstanden werden. Und nun ist demjenigen der Arbeitgeber eben zuvorgekommen.

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Eine Kündigungsabsicht eines AN ist aber kein Kündigungsgrund für den AG. Wie soll der AG die Kündigung seinerseits begründen?

Kommentar von PeterSchu ,

"Sowas kann durchaus als Kündigungabsicht verstanden werden."

Schön, jetzt musst du nur noch erklären, womit dies gegen irgendwelche Arbeitspflichten verstößt. Wir haben freie Berufswahl und der Arbeitnehmer kann unter Einhaltung von Fristen kündigen. Was also wäre ihm vorzuwerfen?

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