Ist es ein Fortschritt gegen Leiharbeit?

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6 Antworten

Ob die Bundesregierung ein neues Gesetz macht oder es beim alten lässt, es ändert sich rein gar nichts an den Misständen der Leiharbeit.

Nach 9 Monaten den Lohn wie ein Festangestellter? Na wie toll, dass die Probezeit 6 Monate ist, möchte mal wissen, wer die 9 Monate im gleichen Leihbetrieb überlebt. Warum erst nach 9 Monaten, warum nicht sofort oder nach einen Monat? 

Höchstleihdauer: Nein, sowas aber auch, man darf nur 18 Monate im gleichen Betrieb sein oder fest übernommen. Es sei denn, es gibt einen Tarifvertrag. Hatten wir schon mal, die gekauften christlichen Gewerkschaften haben dann Tarifverträge abgeschlossen, die nur den AG nutzen.  Kannst also voll in die Tonne treten. Öh war da nicht mal was: Leiharbeit nur für Auftragsspitzen und Urlaub/Krankheit? Muss ja jemand sehr lange krank sein, so 1,5 Jahre...

Streikbrecher: Ist also verboten. Sagt der AG: OK, da hast du Recht, aber da du in der Probezeit bist, entweder du arbeitest da freiwillig oder übermorgen bist du draußen (Laut Tarifvertrag gibt es so kurze Fristen)

Werksverträge: Wird genauso wenig wie das andere.

Ach alte Tante SPD, wenn ihr unter 20% sein wollt, macht weiter so! Schön den Arbeiter verraten und den AG in den A#sch kriechen. 2 Minuten vor einer Bundestagswahl eure soziale Gewissen wieder entdecken hilft nichts gegen unter 20%!


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Kommentar von Nightstick
11.05.2016, 17:36

Genau so ist es - leider!

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Ist auf jeden Fall ein Fortschritt, betrifft aber nur Menschen mit Werksverträgen. Sobald jemand einen Tarifvertrag hat, zieht die neue Regelung nicht mehr. Es kommt hier also entschieden auf die Gewerkschaften an.

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Kommentar von Nightstick
11.05.2016, 17:35

Ich sehe in dieser "Mogelpackung" keinen Fortschritt - jedenfalls nicht für die einzelnen Zeitarbeitnehmer.

Das Ganze genügt allenfalls dazu, dass sich die derzeit noch regierenden Parteien selber beweihräuchern.

Pfui Spinne!

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Natürlich ist es das ein Erfolg. Es führt dazu, dass Leiharbeiter zumindest nicht mehr unbegrenzt ausgebeutet werden können. Auch anderen Formen von Missbrauch(Leiharbeiter als Streikbrecher) wurde ein Riegel vorgeschoben.

Aber Missbrauch unmöglich machen wird dieses Gesetz sicher nicht. Es macht ihn nur schwerer und verhindert bestimmte Formen von Missbrauch. D.h. das ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem aber weitere folgen müssen.

PS: Etwas "gegen Leiharbeit" zu unternehmen, ist nicht nötig. Man muss man nur den Missbrauch der Leiharbeit bekämpfen. 

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Wie man sieht, es gibt Ausnahmen.

Das noch viel wichtigere ist, man kann es auch noch umgehen.

Z.B. nach 8 Monaten wird man aus dem Betrieb  genommen, dann drei Monate woanders eingesetzt ( Mindestzeit die man weg sein  muss) und dann wieder ab in den Betrieb.

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bloße kosmetische Politur, mehr nicht. Abgeschafft wird die Leiharbeit jedenfalls nicht.

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Kommentar von Abahatchi
12.05.2016, 00:07

Nun, wenn Leiharbeit wirklich als das genutzt werden würde, wofür es eigentlich gedacht ist, dann ist es ja nicht schlecht. Das Problem ist vielmehr, dasz die Rahmenbedingungen so schlecht sind, dasz durch die Leiharbeit zur Zeit für denen regulären Arbeitsmarkt die Nachteile überwiegen.

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Das kann ein Erfolg werden, aber auch nur dann, wenn die Leiharbeiter nicht vor dem 9ten Monat aus dem Auftrag genommen werden.

Ich befürchte, man hat hier lediglich eine Beschleunigung der Einsatzrotation eingerichtet.

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Kommentar von Nightstick
11.05.2016, 18:45

... und damit noch mehr Planungs-Unsicherheit bei den ohnhin schon gebeutelten Zeitarbeitsnehmer erzeugt.

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