Frage von aringa12345, 66

Ist es egoistisch, wenn man "nur" für das spendet, wovon man selber oder Familie/Freunde betroffen sind?

Hi :)

ich weiß nicht ob ihr euch an die eine Simpsons-Episode erinnert, wo Homer Simpson auf einer Promiparty zu den Promis gesagt hat: "Ihr spendet doch nur für das wovon ihr oder eines eurer Familienmitglieder betroffen sind" (oder so ähnlich)

Ich weiß, es ist nur ne Comedy-Serie aber ich kriege den Satz nicht mehr aus meinem Kopf. Und oftmals steckt in den Simpsons ja auch "intelligenter" Humor.

Um jetzt zum Thema zum kommen: Findet ihr, das ist egoistisch, wenn man "nur" so spendet. Es gibt zwar viele die für Sachen spenden wovon sie gar nicht betroffen sind z.B. Bill Gates... aber eben viele auch nicht.

Ich bin ehrlich: Angenommen ich müsste mich für eine einzige Sache entscheiden, dann würde ich auch für eine Sache spenden, wovon ich oder Leute die ich kenne betroffen sind.

Was meint ihr dazu, ist so etwas egoistisch? Der Hobby-Philosoph in mir findet keine befriedingende Antwort. ^^

Antwort
von berkersheim, 11

Soweit jemand aus Vermögen spendet, das er sich selbst mit Arbeit erworben hat, ist es ganz seine Sache, wohin er spendet. Wenn jemand anderer Meinung ist, kann er ja anderen Empfängern spenden. Was sonst entsteht ist eine diktatorische Gesinnungsgesellschaft, die jede Freiheit der Menschen beschneidet und gerade gängigen Gesinnungen unterwirft. In der Bibel heißt es: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Manche wollen gern den letzten Teil des Satzes streichen, um sich selbst als Weisungsdiktatoren anderen aufzubürden. Wehret den Anfängen!

Antwort
von daCypher, 24

Ich spende normalerweise für die Dinge, die ich wichtig und erfolgversprechend finde. Und weil ich nicht für alles Spenden kann, wechsle ich die Organisationen alle paar Jahre. Mal für eine Organisation gegen Tierquälerei, mal für Waisenkinder, mal für Schulen in Afrika, zwischendurch ab und zu Blutspenden etc.

Betroffen war ich bisher von keinem davon. Auch nicht im Bekanntenkreis.

Kommentar von daCypher ,

Oder doch: Ein Kumpel von meinem Bruder hatte mal einen schweren Autounfall und hat Blut gebraucht. Das ist aber schon einige Jahre her und auch das Einzige, was mir grade einfällt

Antwort
von Funfroc, 15

Hallo,

im weiteren Sinne ist jede einzelne Handlung, die du machst Egoistisch, da sie immer auch auf die eigenen Interessen abgewägt wird (wenn auch teilweise unterbewusst).

Spendest du für etwas, wo du keinen Betroffenen kennst, könnte unterbewusst die Grundlage sein, dass man Angst hat davon selbst mal betroffen zu sein oder einfach nur, um ein ruhiges Gewissen zu haben.

Egoismus ist auch nicht immer etwas schlechtes. Viele Erfinder wollten in erster Linie ihr Leben einfacher machen und haben somit das Leben vieler einfacher gemacht.

Genau genommen ist jedes Lebewesen egoistisch. Ein Hund, der sein Frauchen beschützt, beschützt in erster Linie seinen Futternapf.

Und um das bei der Gelegenheit noch zu erwähnen. Hätten wir ein ordentliches Finanzsystem, dass nicht auf die eigene Gewinnmaximierung ausgelegt wäre, sondern auf das Gemeinwohl, bräuchsten wir überhaupt keine Spenden.

Der Gedanke des "jeder gibt soviel er kann und nimmt soviel er braucht". Dann bräuchten wir auch keine Papierschnipsel mehr, auf denen jemand Zahlen draufdruckt und uns sagt, dass wir damit jetzt Einkaufen gehen können... Da wir aber Egoisten sind funktioniert dieses System leider nicht.

LG, Chris

Antwort
von 1337Sneaker, 39

Naja das kann man so oder so sehen. Ich persönlich bin der Meinung besser man spendet für etwas wovon man selbst was hat, als das man garnicht spendet. Glaube es liegt in der Natur des Menschen bei allem was man macht immer auch ein bisschen an sich selbst zu denken.

Antwort
von SiViHa72, 26

Tatsächlich eine spannende Frage.. wenn ich ehrlich bin, spende ich auch "nur" für sachen, die mich irgendwo betreffen: Die DMSG,d enn die halfen mir bei meiner Diagnose sehr nett und unkompliziert.. und so spende ich für sie, damit sie das auch weiterhin für andere machen können.

die DGzRS, denn ich segelte früher viel mit meinem Dad, hab eine "Meer-Affinität" und weiss,w as die Seenotretter für eine Arbeit leisten.


MgM (Menschen gegen Minen), denn die Dinger sind ein Teufelszeug, werden nach Kampfhandlungen gerne "vergessen" und sind eine Pest. Wioe ich darauf komme? Wiederum persönlich: mein Partner kommta us eionem Land, in dem seit dem dortigen Bürgerkrieg immer noch viele gegenden vermint sind.


Sprich: man ist wohl doch irgendwie Egoist bei der Wahl der Dinge, die man unterstützt.

Und alles kann ich eben auch nicht stemmen, darum wähle ich das,w as mir sozusagen nahe ist :-S


Antwort
von Suboptimierer, 27

Der Sinn einer Spende ist, anderen zu helfen und keine Gegenleistung zu erwarten. Es ist quasi ein Geschenk.

Klar ist es egoistisch, wenn man sich selbst mit einer Spende hilft und wenn es nur das eigene Image ist, das gepimpt werden soll.

Das ist es aber nicht, was bei einer Spende im Vordergrund stehen sollte. Es zählt nur, wem dabei geholfen wird.

Eine Spende dient nicht zwingend einem guten Zweck. Man kann Geld für Waffen für einen Bürgerkrieg als Spende ansehen.

_________

Deine Idee, dass Spenden egoistisch sind, kann man noch weiter treiben. Wenn ich mir etwas kaufe, durch das es mir besser geht, dann macht mich das u. U. glücklicher und das wirkt sich positiv auf mein Umfeld aus.

Aber das ist natürlich sehr, sehr weit her geholt. :)

Kommentar von SiViHa72 ,

Gehen wir mal von den Organisationen aus, die ein anerkanntes Spendensiegel tragen

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