Frage von Kaloami 30.05.2011

Ist es egoistisch, um jemanden zu trauern, der lange leiden musste?

  • Hilfreichste Antwort von quopiam 31.05.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Du wünschst Dir wohl kaum, daß Deine Oma noch da wäre UND litte, nicht wahr? Du wünschst Dir, daß sie noch da wäre und es ihr gut ginge.

    Es ist doch völlig normal, daß man einen Menschen (oder ein anderes Lebewesen), den man liebte, vermißt, wenn er nicht mehr da ist. Trauer ist ein völlig normales Gefühl, weil es weh tut, sich von jemandem zu trennen, den man gern hat und der einem wichtig ist. Das ist nicht egoistisch. Daß eine leidende Person es nach dem Tod besser hat, ist eine Vorstellung, die einem die Trauer erleichtern kann, die auch etwas Gutes ist, weil man der Person etwas Gutes wünscht - auch über den Tod hinaus. Ein solcher Gedanke kann ganz gut neben und in der Trauer bestehen, das schließt sich nicht gegenseitig aus. Und schließlich denkst Du dabei nicht nur an Dich. Du denkst an Deinen Kummer und an Deine Oma. Du wünschst ihr etwas Gutes und bist traurig, daß sie nicht mehr bei Dir ist. Deshalb brauchst Du kein schlechtes Gewissen zu haben. Gruß, q.

  • Antwort von cocktailchen 30.05.2011
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    bei meiner Großmutter war das genau so, und ich hab getrauert, keine Frage, sie war das beste in meinem Leben,und die wichtigste Person für mich, klar war ich traurig, sogar todtraurig. und da ist nichts egoistisch dran, ich vermiss sie halt tränenausdenaugenwisch. aber ich habe mich damit getröstet, dass es ihr jetzt besser geht, auch wenn ich alleine bin.

    Aber mir kann niemand verbieten, traurig zu sein, auch nicht wenn es egoistisch wäre. Aber ich bin älter als 10....

  • Antwort von Salviadivina 30.05.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Deine Trauer um einen Menschen, den du gern hattest ist doch ganz normal.

    Steht auch nicht im Widerspruch zu der Einsicht, dass dieser Mensch nun von seinem Leiden befreit ist.

    Meine Mama ist letztes Jahr im Juli gestorben + für sie war es wirklich eine Erlösung.

    Ich hatte auch den Eindruck, dass sie bereit war zu gehen und sich von Allem gelöst hatte.

    Trotzdem war es ein Schock, weil es dann sehr schnell ging + trotzdem war die Trauer + der Schmerz groß´.

  • Antwort von Steinbock123 30.05.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Kaloami,

    wenn ein lieber Mensch stirbt, der wirklich vorher gelitten hat, dann hat man sehr unterschiedliche Gefühle.

    Einerseits ist man froh, dass derjenige nun nicht mehr leiden muss, und trotzdem ist man traurig über den Verlust, den man dadurch hat.

    Wenn man seine Oma sehr geliebt hat, dann darf man doch traurig sein, dass sie nicht mehr da ist. Auch wenn sie durch den Tod von ihren Leiden erlöst wurde, fehlt sie einem selbst doch sehr.

    Schließlich ist es ein Abschied, und ein Abschied schmerzt immer.

    So darf man beide Gefühle gleichzeitig haben, die Trauer und die Erleichterung darüber, dass ihr Leiden zu Ende ist.

    LG

  • Antwort von santolina 30.05.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja selbst wenn das egoistisch wäre, Du tust doch keinem damit weh wenn Du trauerst...

  • Antwort von waldfrosch 30.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Trauer ist etwas ganz natürliches und auch nichts egoistisches ! In keiner Situation. Wir sollten sie zulassen und für die verstorbenen Beten .

    Die Trauer braucht ihre Zeit...und wir sollten uns dafür nicht schämen müssen ,nur weil die Welt den Tod verdrängen will.

    Ein grosses Tabu in unserer Gesellschaft . Tränen sind da sehr heilend ....

  • Antwort von carisimo 30.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nein - jeder Mensch hat sein eigenes Empfinden mit dem Verlust eines lieben Menschen umzugehen. Ein jegliches hat, wie man weiß, seine Zeit und dazu gehört auch das Trauern und Abschied nehmen.

  • Antwort von tintoretto 30.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    nein, das ist keineswegs egoistisch - ganz im Gegenteil! - Es beweist, wie sehr du sie geliebt hast - du würdest nie wollen, dass sie mit Schmerzen bei dir wäre -- du würdest sie einfach so bei dir sehen, wie es euch beiden am liebsten wäre ... Sie würde mit dir sein, ohne Schmerzen und du wärst bei ihr... Liebe in diesem Sinne kennt den Begriff "Schmerz" gar nicht... du wünschst dir deine Oma zurück, so wie sie in ihrer "besten Zeit" war.... das ist kein Egoismus, glaube mir, Kaloami, das ist reinste Liebe!

  • Antwort von peterprunken 30.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Kaloami,

    es ist selbstverständlich, wenn man um jemand trauert, wenn er nicht mehr da ist, wenn er nie wieder kommt. Selbst wenn der Tod mit Leiden zu tun hatte, ist das normal. Okay, man kann froh sein, dass er es überstanden hat und nun nicht mehr leiden muss, aber die Trauer, die ist etwas ganz Persönliches!

    Und deshalb, darfst du auch trauern, mit dem Wissen, dass sie jetzt besser hat!

    PS: Wenn du hinter den 7 Bergen wohnst, sind wir fast Nachbarn, ich wohn davor. (wenn du nach Wikipedia gehst!)

  • Antwort von fnckingshitman 30.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es ist ganz natürlich, dass du trauerst und möchtest, dass sie wieder bei dir ist. Es ist nichts daran egoistisch. Weil du willst sie ja bei dir haben, weil du sie weiter lieb haben kannst und sie nicht ausnutzen willst oder so. Aber genauso weißt du ja, dass sie im Himmel ist (weil du daran glaubst) . Und du gönnst ihr das bestimmt auch irgendwo. Also, ich denke nicht, dass es egoistisch ist. Ich hab auch getrauert als jemand gestorben ist, der mir Nahe war &' wollte das er/sie wieder zurückkommt. Es ist menschlich, dass zu wollen.

  • Antwort von Schnabeltier111 30.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    trauer ist ein natürliches gefühl, aber es ist eigentlich nicht egoistisch. tröste dich damit, dass es sie nicht mehr leiden muss, und das ihr tod sehr angenehm war.

    mein beileid!

  • Antwort von JungeMutter21 30.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    es ist ganz normal zu trauern also auch nicht egoistisch. So ist der mensch einfach. wenn es dann so wäre dann denk einfach immer an deine eigenen Worte: Sie ist befreit und leidet nicht mehr.

  • Antwort von nowka2 02.06.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    gedenke der schönen stunden, die du mit deinert großmutter hattest, wenn dieses nicht mehr bei euch ist.


    das beflügelt ihren aufstieg in den himmel (ihre eigendliche heimat)


  • Antwort von karhenn 31.05.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wen Gott sprach: "Ich bin, der ich bin." Dann ist das niemals egoitisch gemeint, sondern eine Offenbarung Gottes. Er will uns die Gebote geben, hilfst uns aus der Not und Sünde zu retten. Damit ist gemeint und ist kein Herrscher, sowie die Weltenherrscher es tun. Er gebiet Ihnen die Hilfe und der Mensch lehnt die Hilfe ab? So verfällt der Ego in sich selbst zusammen in den Fall. Gott aber richtet wieder auf, wenn einer nach ihn rufen werde.

  • Antwort von karhenn 31.05.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Und was ist mit Jesus geschehen? Gekreuzigt ist er gewesen und zwar ganz freiwillig und zielstrebig, bis ans Kreuz. Wegen die Sünde, obwohl er nie getan hatte.

  • Antwort von Mia0683 30.05.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ich weiß genau was du meinst mir ist es vor drei jahren so gegangen auch wenn es für dich nur dahin gefragt ist ... mein vater hatte vor drei jahren einen schlaganfall erholte sich etwas bekamm eine lungenendzündung und ist lässten endes auch daran gestorben ... ja er hatte sehr gelitten im ging es sehr schlecht und trotz allem auch wenn er erlöst wurde habe ich mir gewünscht das er wieder da ist und alles gut ist ... ich denke nicht das das was mit egoismus zu tun hat es ist viel mehr eine art der trauerbewältigung es gibt menschen die den ganzen tag weinen und nichts tun können ohne bei jedem gedanken wieder zu weinen dann gibt es menschen die sagen ok jetzt ist er erlöst und das war es für sie ...es gibt so viele arten der trauer ich für mich finde es ist normal wenn man einen geliebten menschen verliert egal ob durch schwere lange oder kurze krankheit will man es nicht war haben will das all dies nie passiert wäre... ich finde das normal da man in der ersten schweren zeit der trauer nicht rational denken kann und alles an einem vorbei geht und nicht bei dir ankommt und du ganz langsam anfängst (die einen früher die anderen später) deinen altag weiter zu leben wieder versuchst weiter zu machen und damit versuchst umzugehen

  • Antwort von Augentroester 30.05.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ein bisschen egoistisch ist das schon, aber in so einer Situation wünscht man sich das natürlich und da ist auch nichts falsches dran. Sowas zu denken und sich zu wünschen ist völlig ok und dass du dir schon Gedanken darüber machst, dass sowas überhaupt falsch sein könnte zeugt von wenig Egoismus. Zu wissen, dass es jemand nun besser hat macht zwar den Verlust vielleicht etwas erträglicher, doch ändert nichts daran dass man ihn vermisst und als Oma würde man sicher auch gern bei der Enkelin sein.

  • Antwort von Nic43 30.05.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ja, Trauer ansich ist egoistisch, da ich ja jemanden vermisse. Der Tote wird mich nicht vermissen. Trauer ist dem entsprechend für mich purer Egoismus, aber doch soooo menschlich!!!

  • Antwort von Wilhelmus 30.05.2011

    Nein, Trauer ist ein ganz normales Gefühl und nichts egoistisches.

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