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Ist es egal, welchen Hintergrund eine Klamotte hat, die man trägt?

gefragt von TakitaTakita am 08.05.2007 um 10:02 Uhr

Kann man eigentlich jede ursprüngliche Symbolik mit dem Etikett "Modetrend" eliminieren? Ich sehe zunehmend wieder Palästinensertücher, die in den 80ern zwar von der alternativen Szene bevorzugt wurden, ursprünglich aber ein antisemitisches Symbol waren. Wie seht Ihr das?


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Reply


asti76
beantwortet von asti76 am 8. Mai 2007 10:17
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Pali-Tücher waren meiner Meinung nach nie weg vom Fenster. Sie halten schön warm, mehr muss man eigentlich nicht hinein interpretieren, da alle möglichen Leute und viele Jugendliche sie ohne Hintergrund tragen.


Heeeschen
beantwortet von Heeeschen am 8. Mai 2007 10:22
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Ich war nie - auch nicht in den 80ern - in der alternativen Szene! Wir haben aber ALLE diese Tücher geliebt und getragen (wie andere Modesünden auch): Es gab sie in Schwarz, später auch in Blau und Rot. Ich finde sie heute nicht mehr schöne, verurteile aber niemanden, der das tut und sie tragen möchte!


anonym
beantwortet von occident am 8. Mai 2007 10:19
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Ein heikles und schwieriges Thema. Normalerweise würde man sagen, dass Kleidung nur die Bedeutung haben kann, die man ihr persönlich zumisst und nicht was andere hinein philosophieren. Trotzdem muss man vorsichtig sein, wenn es um Dinge geht, die bereits eine hohe Symbolkraft haben. (Extrembeispiel: uniformähnliche Sachen). Kommt noch dazu wie viel Wert man auf solche Rücksichtnahmen legt und wie sensibel man ist. Ein gutes Beispiel dazu sind auch „ethisch korrekte“ Produkte. Die gibt´s ja von finanziellen Veranlagungen bis hin zu Kleidung. Ich glaube aber, dass du das wirklich nur für dich selbst entscheiden kannst, weil du weißt wie wichtig es für dich ist.


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 8. Mai 2007 10:55
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Dass Palästinensertücher ursprünglich ein antisemitisches Symbol gewesen sein sollen, stimmt nicht.

Ursprünglich hatte das überhaupt keine politische Bedeutung, sondern die Kufiya wurde als Sonnenschutz getragen und war eigentlich eine traditionelle Männertracht aus Kufa. Es hat sich dann halt zunehmend verbreitet. In den 70ern, 80ern, als es bei uns Mode wurde, wurde damit höchstens die Sympathie für die Palästinenser ausgedrückt und ihren Kampf.

Erst die Neonazis haben dem eine antisemitische Bedeutung gegeben - in den 90ern, als sie anfingen, linke Symbolik zu übernehmen.

Als ich diese Tücher trug, hatte ich dabei nicht viel im Kopf. Es stand mir gut, wärmte im Winter super, und ich hatte ein bisschen das Gefühl, zu den Revolluzern meiner Generation zu gehören. ;) Wenn denn überhaupt...

Jeder muss wirklich selbst entscheiden, was er trägt. Ich würde z.B. keine Springerstiefel tragen, das ist für mich zu negativ besetzt mit Rechtsradikalismus.

Kommentar von Simple_avatar3smallasti76 am 8. Mai 2007 17:30

Sehr viele Linke tragen aber genauso Springerstiefel!


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 8. Mai 2007 14:24
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Sicher gab es das Palästinensertuch in Palästina schon lange, bevor es hier auftauchte.

Für mich war es damals in Deutschland aber eindeutig ein Zeichen der Sympathie mit den Terroristen - also ein politisches Symbol - so wie heute etwa Springerstiefel mit weissen Schnürsenkeln.




Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 8. Mai 2007 16:59

Mein Gott- wo hast Du gelebt und mit wem hattest Du zu tun?

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 8. Mai 2007 17:16

Ach - die Palästinenser waren also alles Terroristen? Und Israel hat seine Hände in Unschuld gewaschen. Na, darüber läßt sich aber trefflich diskutieren.

Vor allem wussten all die Sympathisanten hier in DE so genau über die politischen Verhältnisse Bescheid. Gerade die Jugendlichen... böses, böses Deutschland aber auch. Mann, Mann, Mann! :(

Kommentar von Simple_avatar3smallasti76 am 8. Mai 2007 17:37

Nach weißen bzw. roten Schnürsenkeln brauchst du schon lange nicht mehr Ausschau halten, weil die beiderseits von Linken wie Rechten getragen werden. Beide Seiten "übernehmen" dauernd die angeblich typische Kleidung der anderen, um die Symbolik zu "zerstören" und zu provozieren. Die wirkliche Einstellung merkst du oft erst, wenn du mit den Leuten wirklich redest. Beispiel: Rechte mit Che Guevara T-Shirt.




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