Ist es Diskriminierung, wenn man die Wahrheit sagt?

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4 Antworten

Man könnte z. B. auch ihr Übergewicht als Fehler wahrnehmen, meinte ich. Und darauf hin, war sie aufs übelste beleidigt...

Und das nicht ganz zu unrecht, denn Du hast auf berufliche Kritik (die vielleicht sogar konstruktiv gemeint war) mit etwas gekontert, das ins persönliche geht & durchaus beleidigend wahr genommen werden kann.

Das ist ganz schlechter Stil & zwar nur von Dir. Und das hat auch nichts mit Offenheit oder "Wahrheit sagen" zu tun.

Dann darfst Du Dich nicht wundern, wenn keiner mehr Lust hat ein offenes Gespräch mit Dir zu führen.

Auf mir lag immer der Fokus von allen Mitarbeitern und auch von vielen Kunden.

Dann würde ich mich an Deiner Stelle selbst mal hinterfragen...

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Kommentar von DBKai
09.11.2015, 21:00

Und das nicht ganz zu unrecht, denn Du hast auf berufliche Kritik (die vielleicht sogar konstruktiv gemeint war) mit etwas gekontert, das ins persönliche geht & durchaus beleidigend wahr genommen werden kann.

Für mich war das unbegreiflich, weil ich mir genau so ein Verhalten von meinen Mitmenschen wünschen würde. Lieber die knallharte Wahrheit im Gesicht als ewige Lästereien hinter dem Rücken... Lügen und die Ignoranz von bestehenden Problemen...

Vielleicht war es konstruktiv gemeint - aber da ich schon über längere Zeit ungerecht in der Arbeit behandelt worden bin, da auf mir der Fokus liegt, während man bei allen anderen weniger streng vorgeht, war mir das einmal zu viel... Andere können sich viel mehr erlauben und bei mir dramatisiert man jede Kleinigkeit... oder man erfindet sogar einen Fehler... ich soll perfekt sein... wie ein Roboter sein... ich wollte meiner Kollegin damit verständlich machen, dass ein Mensch, der sich auf dem Kleinkind-Niveau befindet, immer einen Fehler finden wird, weil man absolut ALLES zum Fehler machen kann... Die Frisur passt nicht... die Art, wie du sprichst passt nicht... du bist übergewichtig... Die Wahrheit empfinde ich nicht als Beleidigung... es ist nun einmal so... Wenn ich etwas daran ändern will, dann kann ich das tun, sobald ich das Know-how und die Möglichkeit dazu habe... Ich wusste nicht, wie ich ihr das Unrecht, dass an mir tagtäglich begangen wird, besser verständlich machen kann... aber sie muss es wohl selbst am eigenen Leib erfahren, dass Kleinkind-Menschen immer ein Opfer brauchen, gegen das sie sich verbünden können... Ohne eindeutig gerechte Arbeitsverhältnisse, wird es noch ein Weilchen so weiter gehen... die Schwachen verbünden sich gegen einen Starken... oder auch gegen einen Schwachen - Hauptsache ein gemeinsames Opfer ist da.

Das ist ganz schlechter Stil & zwar nur von Dir. Und das hat auch nichts mit Offenheit oder "Wahrheit sagen" zu tun.

Natürlich ist es die Wahrheit. Sie hat Übergewicht - kann jeder sehen. Sie kann zu mir auch sagen, dass ich Mitesser habe... Stimmt ja auch so... und genau so wünsche ich es mir auch. Ich empfinde es als schlechten Stil, wenn man lästert, lügt und die Wahrheit vertuscht... lieber aufrichtig ins Gesicht, als so...  Ich habe es ja noch nicht mal auf böse Art oder böswillig gesagt, sondern nur als Vergleich - noch nicht mal das böse Wort "fett" hab ich verwendet... wie kann man die Wahrheit noch schonender rüber bringen? Auch jeder Arzt wird ihr das mitteilen... da ihr BMI eben nicht in dem Bereich ist, der als schlank gilt... beleidigt der Arzt sie dann auch? Wenn ihr eine Verkäuferin eine Kleid ausredet, weil sie dafür nicht die richtige Figur hat - ist das dann eine Beleidigung? Ist die Wahrheit eine Beleidigung?

Dann darfst Du Dich nicht wundern, wenn keiner mehr Lust hat ein offenes Gespräch mit Dir zu führen.

Bei Kleinkind-Menschen brauch ich mich über gar nichts wundern... Die finden immer einen Grund, warum etwas an mir nicht passt... obwohl ich ihnen so überlegen bin... kann man durch eine exakte Leistungsfeststellung eruieren. Sobald die Anzahl an erwachsenen Menschen zunimmt, kann man über alles sprechen... ohne Problem... Mich hätte das z. B. überhaupt nicht gestört... mit mir kann jeder, immer ein Gespräch ausmachen... Null Problemo - nichts lieber und leichter als da... Gespräche führen und Gemeinwohl-Lösungen suchen kann Frieden schaffen.. Gerechtigkeit schaffen... eine erstrebenswerte Zukunft schaffen... Gespräche verweigern, kann hingegen zu Krieg führen. Wie soll man sich wehren, wenn die Mitmenschen einem die Menschenrechte aberkennen aber selber tun können, was sie wollen? Wäre das für dich eine Behandlung, die du gerne erträgst?

Dann würde ich mich an Deiner Stelle selbst mal hinterfragen...

Hab ich bereits. Auch meine Chefin gibt zu, dass ich die beste Leistung erbracht habe. Ich war einfach allen überlegen und die Schwachen haben sich gegen mich verbündet, um mich unterdrücken und ausbeuten zu können... Sie saugen an meiner Energie... weil sie ängstlich und unsicher sind... auf Kleinkind-Niveau sind... wäre das nicht der Fall, könnte man mit ihnen über alles reden, genau wie mit mir...

Da sie mir aber durch ihr Verhalten oft täglich direkt oder indirekt Schaden - mir Unrecht tun - wehre ich mich. Ist wohl ganz normal. Wer würde das nicht tun?

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Wenn du etwas toleranter und nicht so sehr von dir überzeugt wärst, auch mal Kritik annimmst ohne zu glauben allen wollen was von dir,kämst du auch besser mit allen zurecht.

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Kommentar von DBKai
09.11.2015, 20:43

Ich bin tolerant, solange man mir kein Unrecht tut. Bist du da anders oder tolerierst du es auch, wenn dich jemand vergewaltigt und dir dein ganzes Geld abnimmt?

Ich weiß was ich kann und ich weiß, was ich nicht kann. Wenn ich einen 5-fach-Salto kann und ein anderer kann das nicht, dann ist das eine Tatsache. Wenn jemand etwas besser kann als ich, dann habe ich auch kein Problem dazu zu stehen.

Ich nehme konstruktive Kritik an (soll aber einen Sinn ergeben - im Sinne des Gemeinwohl sein) - aber ich hätte gerne, dass die Person, die mich kritisiert es selber besser kann... selber in diesem Bereich vorbildlich ist... Ich mag es nicht, wenn jemand der in einem Bereich schwächer ist als ich, von mir absolute Perfektion verlangt (Roboter-haftigkeit)... finde ich nicht ok....

Ein Kleinkind, dass sich gerade mal selbstständig anziehen kann, verlangt von der Mutter, dass diese ihn jeden Tag sein Lieblingsessen kocht, ihm zu Weihnachten 36 Geschenke macht und ihm ein gute Nacht-Lied vorsingt. Ist nicht ok. Die Mutter ist der WIRT, sie kümmert sich um das Kind - sie lernt dem Kind die Überlebensbasics... sie stellt die Regeln auf, bis das Kind sich selbstständig versorgen kann und auszieht... nicht umgekehrt... Sie entscheidet über das Essen und belohnt das Kind, wenn es brav war, auch mal mit seinem Lieblingsgericht... Sie entscheidet, wie viele Geschenke genug sind... sie singt etwas vor, wenn ihr danach ist... sie achtet auch auf sich selber und macht sich nicht wegen ihres Kindes kaputt. Mutter und Kind haben den gleichen Wert... aber die Mutter weiß und kann viel mehr als das Kind...  Das Kind muss noch lernen, sonst wird es ohne die Mutter einmal völlig aufgeschmissen sein... immer von anderen abhängig sein...

Ich käme mit ALLEN zurecht, solange konstruktive Gespräche möglich sind... wenn diese verweigert werden und man mir meine Menschenrechte aberkennt, komme ich natürlich mit meinen Mitmenschen nicht zurecht... Wäre das für dich in Ordnung?

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ich halte es auch für freundlich, wenn man jemanden die Wahrheit direkt sagt... wünsche ich mir auch so... besser ein direktes Gespräch mit mir, als die ewigen Lästereien hinter meinem Rücken. 

Naja so ähnlich bin ich auch gestrickt, aber viele mögen das nicht. Ich denke es kommt auch immer auf die Betonung an wie man etwas sagt.

Bleib so geradlinig wie du bist und lass dich nicht verbiegen.

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Kommentar von DBKai
09.11.2015, 20:28

Hast du Recht... wenn jemand angewidert: "Du fette dumme Sau" zu mir sagt, find ich das auch Blöde... lieber ist mir ein: "Du hast schon etwas Übergewicht... zufrieden damit, oder willst du was ändern?" und " Du kennst dich in diesem Bereich wohl noch nicht so gut aus - soll ich dir das nochmal zeigen oder möchtest du einen Kurs besuchen?" - lieber die konstruktive Variante...

Manche Leute sind sofort beleidigt, ganz egal, welchen Ton du verwendest... Du müsstest das Gespräch so beginnen, dass du sie gleich fragst, ob diese Tonlage für sie in Ordnung ist, oder ob du es ihnen doch lieber vorsingen sollst, worum es dir geht...

Wenn jemand über etwas nicht sprechen will, ist das auch in Ordnung - es sei denn, die Person schadet mir durch ihr Verhalten...

Allgemein ist mir die nackte Wahrheit lieber, als die Ignoranz aller Fakten... ABER ich möchte auch mit der Person darüber reden können... Gespräche sind das A und O für mich... dadurch kann man weiter kommen... ohne Gespräche läuft alles den Bach runter...

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Kommentar von Herb3472
09.11.2015, 22:35

Das "mit der Wahrheit in's Gesicht sagen" ist so eine Sache. Das kann leicht in's Auge gehen - in's eigene Auge. Mit direkter, unverblümter Wahrheit wurden noch nie Konflikte gelöst. Denn die direkte Wahrheit kann sehr oft brüskierend und verletzend sein. Das ist der Grund, warum die Diplomatie erfunden wurde. Denk' doch einmal darüber nach, anstatt Dich zu beklagen, dass Deine Umgebung die Wahrheit nicht verträgt?!

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Deine Probleme werden wir hier nicht lösen können, noch sind wir imstande, Dir einen Rat zu geben. Wenn Du überall aneckst, dann wird das ja wohl einen Grund haben - und der Grund ist wohl bei Dir und nicht bei den anderen zu suchen, denke ich? Denn die haben ja kein Problem, du hast eines.

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Kommentar von DBKai
09.11.2015, 20:34

Der Grund ist, dass meine Mitmenschen in der Entwicklung hinter mir zurück liegen. Sie verhalten sich wie Kleinkinder - mit vielen von ihnen ist kein Gespräch möglich und das bedeutet, dass ich ihre ungerechte Behandlung erdulden muss und mich nicht dagegen wehren kann... Ich muss Umstände ertragen, die umgekehrt niemand ertragen wollen würde... Natürlich setze ich mich da für eine Veränderung ein.

Menschen, die sich auf erwachsenem Niveau befinden, sind kein Problem. Mit diesen kann man über alles reden... mit denen kann man gut zusammen arbeiten...

Jetzt kommt es darauf an, ob man von Kleinkindern umgeben ist - dann ist man ihnen ausgeliefert und kann sich nicht wehren... dann hat man Pech gehabt - besonders wenn selbst die Justiz nichts macht, weil dort auch Kleinkinder sitzen...

Wenn man von erwachsenen Menschen umgeben ist, kann man für jedes Problem innerhalb kürzester Zeit eine Gemeinwohl-Lösung finden... Ganz einfach.

Es hängt mit dem Niveau einer Gesellschaft zusammen. Auch eine Mehrheit kann sich irren. Sie bilden einfach ein gemeinsames Opfer, gegen das sie sich verbünden um selbst nicht Opfer zu werden.. aufgrund von Angst und Unsicherheit.

Ein erwachsener Mensch hat es nicht nötig, ein Opfer zu bilden.

Verständlich?

Durch eine exakte Leistungsfeststellung in der Arbeit, wird dem entgegengewirkt, dass sich eine Bande von Schwächeren gegen einen Stärkeren verbündet...

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Kommentar von Herb3472
09.11.2015, 22:28

Verständlich: ja. Einverstanden: nein. Denn Deine philosophischen Ergüsse helfen Dir in keiner Weise weiter. DU bist ja derjenige, der den Leidensdruck hat. Und den wirst Du nicht los, indem Du auf Deine Umgebung hinunterschaust und sie als "nicht erwachsen" abwertest. Wer ist schon "erwachsen"? In vielen Situationen benehmen wir uns alle manchmal wie Kinder. Das wirst Du nicht ändern können, und wenn Du das versuchst, wirst Du daran scheitern wie Don Quichote bei seinem Kampf gegen die Windmühlen. Wenn Du nicht scheitern willst, wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als Dich anzupassen und Deine Einstellungen zu korrigieren. Denn der umgekehrte Weg hat ja schon bisher nicht funktioniert, und er wird auch in Zukunft nicht funktionieren.

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