gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

Ist es der gute Wille, der zählt?

gefragt von BrainSlugBrainSlug am 09.11.2008 um 9:05 Uhr

Wenn jemand etwas macht um zu helfen und dabei das Gegenteil bewirkt, sollte man ihm dann einen Vorwurf machen?

Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

Religion x 3.526 Philosophie x 1.152 Ethik x 356

anonym
beantwortet von Bodenseher am 9. November 2008 09:08
4x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

ja man sollte manche Menschen schon auf Ihren übertriebenen Aktionismus(der oftmals schief läuft) aufmerksam machen.

z.B. Schwiegermutter


Anell
beantwortet von Anell am 9. November 2008 09:24
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es kommt auf das Motiv an, das der Helfende hat, und darauf, ob er "nach bestem Wissen und Gewissen" gehandelt hat. Wenn sein Motiv der Sache dienen sollte, er jedoch wider besseren Wissens dieser nicht gut getan hat, kann kein Vorwurf erhoben werden. Beispiel: Ein Kind, das beim Aufräumen helfen will und alles durcheinander ordnet. Wenn jedoch der Helfende auf sich selbst abgezielt hat, ist es etwas kritischer, dann muss ein Gespräch die Sache klären (Beispiel: Jemand hilft dir, um dann von dir eine Gegenleistung zu erhalten. Jemand hilft dir, um besser dazustehen als andere, die nicht helfen.) Wichtig ist klare Kommunikation vorher. Und Vorwürfe nützen meist sowieso wenig, es hängt ja auch von demjenigen ab, der die Hilfe annimmt oder ablehnt... sollte man dann dem einen "Vorwurf" machen, wenn er fälschlicherweise Hilfe angenommen hat? Anell

Kommentar von Albrecht am 9. November 2008 18:56

Ich stimme dieser gut erklärten differenzierten Einschätzung zu.


anonym
beantwortet von Albrecht am 9. November 2008 18:51
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Dies hängt von dem Motiv und den genauen Umständen bei solchen Vorgängen an.

Ein guter Wille zählt etwas und verdient grundsätzlich Anerkennung. Helfen aus Menschenfreundlichkeit oder als Einsatz für eine gute Sache sind an sich lobenswert. Allerdings entbindet dies nicht von der Verantwortung, mit einer der Situation angemessenen Überlegung zu handeln und seine Urteilskraft einzusetzen.

Immanuel Kant hat den guten Willen als das einzige uneingeschränkt Gute dargestellt. Dieser ist nach ihm unabhängig von den Folgen gut (Fehlschläge und fruchtlose Bemühungen ändern nichts an der Qualität des Willen). Widrigkeiten können verhindern, das Angestrebte zu erreichen. Aber auch für Kant war nicht die Absicht allein als bloßer Wunsch (sozusagen "gut gemeint") ausreichend. Wer mit seinem Willen etwas Gutes ausrichten will, soll auch die ihm zur Verfügung stehenden Kräfte (zu denen die Verstandesfähigkeiten gehören) verwenden, damit die gewünschten Folgen eintreten.

Unvorhersehbare Unglücke (z. B. Versuche, durch Aufräumen und Säubern Ordnung in einer Wohnung oder Büro zu schaffen, die aufgrund nicht absehbaren unglücklicher Zufälle und Störungen wie technische Defekte oder Dazwischenkommens anderer zum Gegenteil, also Beschädigungen,Verschmutzungen und Unordnung, führen) dürfen Menschen, die helfen wollten, nicht zum Vorwurf gemacht werden. Besonders Kinder können danach eher trostbedürftig sein.

Fahrlässigkeit durch Mangel an Umsicht und unkoordiniertes Vorgehen ohne Mitteilung und klare Absprachen mit anderen können dagegen durchaus kritisiert werden. Manchmal können auch die Motive zweifelhaft sein, wenn jemand nur hilft, um selbst bei etwas Unterstützung zu bekommen, etwas für das Prestige und Image tun möchte (Selbstdarsteller, die auf ein gutes Bild aus sind) oder dazu neigt, sich in einem großen Ausmaß ungebeten einzumischen und so alles nach den eigenen Vorstellungen zu dirigieren.

Die Entscheidung ist im Einzelfall zu treffen. Vorwürfe können dabei möglich sein, aber bloße Vorwürfe sollten nicht im Vordergrund stehen. Günstiger ist eine Verbindung mit Hinweisen auf die Notwendigkeit von mehr Nachdenken und Sorgfalt oder mehr Zurückhaltung und dem Verzicht auf Eigenmächtigkeiten.


DerTroll
beantwortet von DerTroll am 9. November 2008 09:29
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

wenn es vorhersehbar ist oder einfach nur dummheit, weil er nicht nachgedacht hat. Z.B. wenn einer einen Kühlschrank abtauen will und dummer weise mit einem Schraubenzieher die Kühlagragate beschädigt, dann würde ich es ihm schon vorwerfen.


pippi60
beantwortet von pippi60 am 9. November 2008 09:13
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich denke es kommt auf die Situation an. Wenn ein Kind helfen will und dabei etwas kaputt geht sollte man den guten Willen anerkennen. Überschreitet jemand beruflich bei weitem seine Kompetenzen würde er sicher Probleme bekommen.


schneeblume
beantwortet von schneeblume am 9. November 2008 09:08
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Sicher kann man! Nur der gute Wille allein macht auch nicht alles gut! :)

Kommentar von 5158c3ec2673b97e7143207edfb155cesmallgeige am 9. November 2008 09:12

So sehe ich das auch!


BJey666
beantwortet von BJey666 am 14. November 2008 20:09
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

nein eigentlich nich denn er wollte ja etwas gutes. wie der, dem dann das gegenteil passiert ist, das auffasst, ist seine sache.


anonym
beantwortet von Marin2 am 10. November 2008 17:49
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ist es der gute Wille, der zählt? Das kann ich immer nur bei mir selbst sehen und was bedeutet ein guter Wile und wer zählt? Wenn ich bereit bin, das was erscheint, seien es gewünschte oder seien es ungewünschte Ereignisse, so zu nehmen wie sie sind und mich in der gleichen Weise, zu nehmen kann das gut und damit auch das bös verschwinden. Das Leben wird zur Erfahrung in Offenheit...


grisu05
beantwortet von grisu05 am 10. November 2008 15:47
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Kommt immer auf die Situation an.


soone
beantwortet von soone am 9. November 2008 18:10
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Vorwurf nein! Wichtig ist es zu verstehen, dass man geschickt im Umgang damit bleiben muss. Miteinander reden und erklären ist nicht verkehrt! :)


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 9. November 2008 17:42
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Einen Vorwurf machen wird nix nützen, ich würde in Zukunft auf sein Hilfe und seine Nähe verzichten, das heißt, ihn meiden.


molinax
beantwortet von molinax am 9. November 2008 14:07
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Auf jeden Fall, wenn auch mit pädagogischen Hintersinn! Es gilt: Unwissen schützt vor Strafe nicht!


anonym
beantwortet von Wintertag222 am 9. November 2008 09:17
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich würde mit demjenigen darüber sprechen und ihm aufzeigen, was er verursacht hat, ihm aber keinen Vorwurf machen.


wuschelgitti
beantwortet von wuschelgitti am 9. November 2008 09:14
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Habe im Seminar gelernt,die Signale die der "Sender" sendet, kommen oft beim "Empfänger" anders an! Klingt komisch, ist aber so! :-))


geige
beantwortet von geige am 9. November 2008 09:12
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das ist schwierig - habe oft erlebt, daß dumme Handlungsweisen mit den Worten aber ich wollte doch nur entschuldigt wurden. Frage mich bis heute: ist das wirklich nur Dummheit oder Vorsatz?

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Vorkommnisse, da geht der Schuß einfach nach hinten los, der Helfende kann tatsächlich nichts für das negative Ausgehen.

Du mußt das selbst anhand Deines Falles und der Person analysieren und entscheiden. Überleg erstmal in Ruhe für Dich, bevor Du einen Vorwurf erhebst.


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.