Frage von Stella435, 110

Ist es denkbar,dass ein Hund aus dem Tierheim (3jahre alt) der auf der Straße lebte und somit keine Bezugsperson hatte,eher Angst hat alleine zuhause zu sein?

Also damit meine ich,dass der Hund sehr viel mehr Angst davor hat wieder im Stich gelassen zu werden oder so. Grüße Stella

Antwort
von LukaUndShiba, 49

Alleine lassen ist generell bei einem Tierheim Hund nicht drin direkt zu Anfang nicht drin. Der Hund muss sich erst mal einleben und das kann mehrere Wochen dauern.

Bei einem Hund von der Straße musst du noch mehr Geduld haben bis er dir erst mal vertraut. Und auch den kannst du dann nicht einfach alleine lassen. Er muss es langsam lernen so wie ein welpe und das bedeutet Monate langes Trainig. 

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Man bekommt meist gar keinen Tierheimhund wenn ganztags gearbeitet wird. Darauf - wie oft und wie lange der Hund dann "warten" muß wird genau ausgefragt - und kontrolliert.

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 12

Egal welcher Hund - Hunde kennen keine Hoffnung. 

Also muß wirklich jeder Hund das hoffen, daß sein Mensch garantiert immer wieder kehrt in wohl durchdachten und kleinen Schrittchen, quasi als Vertrauensaufbau lernen.

Auch ehemalige Strassen - und dann Tierheimhunde.

Wie lange nun ein schon älterer Hund mit Vorgeschichte zum Lernen des alleine Wartens auf seinen Menschen braucht, kann niemand beantworten. Man kann das nicht Pauschalisieren.

Lediglich Eines muß man als Interessent von Tierheimhunden wissen:

Fast jeder dieser Hunde hat "seinen" ursprünglich ersten Menschen "verloren". Manche wurden ausgesetzt, irgendwo angebunden allein gelassen.

Das ergibt dann Traumatisierungen. Denn Hunden liegt es in ihrer Natur an die Sozialpartner Anschluß zu halten. 

Genau bei solchen Hunden ist ausreichender Vertrauensaufbau ganz wichtig, bevor ein Lernen des kurzen Wartens mit Hoffnung auf Rückkehr beginnen kann.

Man kann sich also nicht gezielt einen "Ex- Straßenhund" anschaffen und glauben dieser wäre ja das Alleine sein gewöhnt. Denn es gab immer einen Anfang - jenen, wenn Hunde auf der Straße "landen".

Die häufigste Ursache Straßenhund zu werden ist unbedachte Anschaffung eines Welpen und die - Aussetzung - wenn "süße" Welpen dann unbequem werden.

Antwort
von Goodnight, 31

Natürlich hat ein Strassenhund Angst allein in der Wohnung eingesperrt zu sein. Vorher hat er sich allein in seinem gewohnten Umfeld  selbständig durchs Leben bewegt. Jetzt sperrt man ihn ein, ist einsam und er weiss nicht ob ihr wieder kommt und er verhungern muss.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 37

Hallo,

wie ein Hund sich verhält, wenn er alleine gelassen wird, kann man im Voraus pauschal gar nicht sagen.

Grundsätzlich sind Hunde Rudeltiere, die nur innerhalb ihres Rudels die notwendige Sicherheit finden.

Und ebenso grundsätzlich muss jeder Hund das Alleinesein erst ganz langsam und nach und nach lernen - das geht auch nicht in kurzer Zeit, sondern kann u.U. Monate dauern.

Bei dem von dir angesprochenen Hund könnte es theoretisch so sein - aber nur theoretisch, denn die berühmte Kristallkugel besitze ich nicht:

- es könnte sein, dass dem Hund das Alleine sein eher weniger ausmacht, weil er ja nie lernen konnte, eine vertrauensvolle Beziehung zu Menschen aufzubauen. Meist sogar eher im Gegenteil: Menschen waren Feinde und die mussten unbedingt gemieden werden. Bei vielen dieser Hunde dauert es Monate - viele viele Monate - bis sie überhaupt in der Lage sind, ein wenig Vertrauen zu Menschen zu fassen. Oft legen sich diese Angst nie mehr wirklich ab. Natürlich wird es besser - aber im Hintergrund lauert sie immer noch.

- es kann aber ebenso gut sein, dass der Hund, "eingesperrt" in eine für ihn fremde Umgebung - ohne Fluchtmöglichkeit - ganz alleine - ganz enorme Ängste und Stress entwickelt und fürchterlich unter der Situation leidet.

Klar muss sein, dass man, wenn man sich für solch einen Hund entscheidet, auf jeden Fall NICHT damit rechnen darf, ihn recht schnell alleine lassen zu können. Klappt es früh - prima, alles in Ordnung. Aber klappt es nicht - dann muss eine ständige Betreuung - auch über viele Wochen und Monate - gewährleistet sein. Zeitdruck ist dann ein sehr schlimmer Faktor, an dem alles scheitern kann.

Gutes Gelingen

Daniela

Antwort
von Virgilia, 18

Das kann man pauschal nicht sagen. Unsere drei Mädels hätten wir theoretisch schon nach ein paar Tagen alleine lassen können; bei der Hündin einer Bekannten hat es fast 3 Jahre gebraucht, bis sie 2 Stunden alleine bleiben konnte. 

Antwort
von Peter42, 39

"Denkbar" ist das - man weiß ja nicht, was er erlebt hat.

Mein Hund kam auch vom Tierheim, und der war vorher auch länger auf der Straße gewesen (allerdings nicht 3 Jahre, sondern deutlich kürzer). So, "allein lassen daheim" war kein Problem, das hat ihn nicht sonderlich gestört. Woanders (bei Bekannten o.ä.) "allein lassen" (vorübergehend) war schon was anderes: mit etwas von mir (Jacke, Pullover, Halstuch o.ä.) zum "Bewachen" ging es ebenfalls, aber ohne solche ein "Utensil" war er doch recht unruhig.

Aber: "vorm Geschäft angebunden werden" war zeitlebens ein Drama, selbst Gesellschaft durch Bekannte o.ä. ging gar nicht: der hat ein unglaubliches Theater gemacht. Scheinbar hat er so seine vorigen Besitzer "verloren" und befürchtete eine Wiederholung.

Antwort
von Dexter10x, 46

Das kann man schwer sagen, zum Einen weiß man ja nicht was er bisher erlebt hat und zum Anderen wie er damit umgeht. Kommt auf den Vierbeiner an.

Antwort
von VonFrohnhof, 44

Ja es ist sehr gut denkbar das ein solcher Hund Probleme beim alleine bleiben hat;

Dieses und weitere müssen stetig trainiert werden, das kann unterschiedlich lange dauern.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 22

das kann man pauschal nicht sagen.

aber vermutlich hat das tier ja noch keine geschlossenen tueren und eindmakeit kennengelernt und wird deshalb angst und panik haben, wenn es alleine ist. dabei reagieren sie ganz unterschiedliche: manche sind still und sitzen voller panik in ihrem koerbchen , andere bellen doer zerstoeren die wohnungseinrichtung.

meinen hund aus einer tierrettung habe ich von siener pflegefamilie abgeholt und in die wohnung gebracht.

dann wollte ich noch mal schnell ans auto um koerbchen, futter etc zu holen..im treppenhaus kam mir meine neuer hudn entgegen, er konnte tueren oeffnet, erkannte ich da....

Kommentar von inicio ,

diesem strassenhund war deutlich anzumerken, dass er schon mal einen liebevllen besitzer gebhabt hatte

ich vermute hund uns sein besitzer sind opfer eine "raeumungsaktion" geworden und mensch und sein hund wurde getrennt...

mein hund hat bis heute auffalllige angst vor polizei und polizeisirenen(will sich dann im gebuesch verstecken)... er fuehlst sichsehr angezogen von sogenannten pennern...,

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