Frage von grubenhirn, 29

Ist es denkbar, dass die Simulation eines Gehirns daran scheitern könnte, dass man dabei ein dreidimensionales Objekt/System...?

auf einer zweidimensionalen Ebene simuliert?

Oder spielt das überhaupt keine Rolle?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NoHumanBeing, 17

Prozessoren sind auch dreidimensionale Gebilde, wie jedes physikalische Objekt. Zweidimensionale Objekte gibt es nur in der Mathematik.

Außerdem spielt es keine Rolle. Das Gehirn ist eine Ansammlung von Neuronen, die über Synapsen miteinander verbunden sind. Das lässt sich wunderbar als kantengewichteter Graph repräsentieren. Dass man den zur Visualisierung in eine Ebene projizieren könnte, spielt keine Rolle. Ein Graph ist abstrakt und benötigt keinen "Raum", in dem er "lebt".

Antwort
von Hamburger02, 11

Im Moment scheitert eine Simulation schon alleine daran, dass man noch überhaupt nicht weiß, wie die Informationsverarbeitung stattfindet, welche "Programmiersprache" dem Gehirn zu Grunde liegt und wie das interne "Betriebssystem" funktioniert.

Mit uns bekannten Rechnerarchitekturen hat das jedenfalls nichts zu tun.

Antwort
von Noname137, 19

Das glaube ich ehrlichgesagt nicht, denn heutige PCs sind so weit, dass sie das sicher könnten, jedoch ist nicht unbedingt die Struktur, sondern der Denkprogress an sich, das schwierige.

Ein PC funktioniert nur, wenn wir ihm sagen, was er machen soll.
Unser Gehirn macht das (unteranderem) ohne eine externe Eingabe (abgesehen von Sinnen).

Kommentar von AndreasWinkler ,

Das Gehirn denkt theoretisch auch nicht alleine. Wir können auch nur so denken wie wir es tun, weil es teil unseres "Programs" ist. Wenn man computern beibringt Sprachen zu lernen, und Gegenstände zu erkennen, etc. könnte man ein ganzes Gehirn simulieren

Kommentar von Noname137 ,

Da gebe ich dir Recht. Aber bis man soweit ist, muss man den PC so programmieren. Und wenn er ein Gehirn simulieren soll, dann muss er doch eigtl auch so funktionieren, oder? Wenn ja, dann müsste er auf seine Umwelt reagieren, wie sei mal dahin gestellt. Das ist aber meines Erachtens nur ein sehr gering gewichteter Teil. Wichtiger, oder beeindruckender wäre, wenn er eigenerarbeitetes Wissen an andere (PCs) weiter geben kann. Dazu kommt, das die Menschlichkeit fehlt.

Es ist ein kontroverses Thema, wenn man mich fragt aber auch ein außerordentlich interessantes!

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das glaube ich ehrlichgesagt nicht, denn heutige PCs sind so weit, dass sie das sicher könnten, jedoch ist nicht unbedingt die Struktur, sondern der Denkprogress an sich, das schwierige.

Der Denkprozess ist emergentes Verhalten. Wenn eine hinreichende Menge an Neuronen miteinander interagiert, fangen die von selbst an, Reize zu verarbeiten, Information zu klassifizieren, etc. Wenn es Dir gelingt, Neuronen zu simulieren, sollte sich das "Denken" von allein entwickeln.

Ein PC funktioniert nur, wenn wir ihm sagen, was er machen soll. Unser Gehirn macht das (unteranderem) ohne eine externe Eingabe (abgesehen von Sinnen).

Ein Neuron macht auch nichts "allein", sondern nur, wenn es eine "Eingabe" bekommt. Du kannst mit einem PC die Vorgänge in einem Neuron simulieren. Das ist natürlich nur ein Modell, das Du aber prinzipiell beliebig nahe an das Verhalten eines realen Neurons annähern kannst.

Außerdem gibt es eine ganze Menge an Information in Deinem Körper, die ihm sagt, was "er machen soll". Am wichtigsten ist hier wohl die Erbinformation, die in der chromosomalen (und mitochondrialen) DNA steckt. Die hat zwar, im Gegensatz zu einem Computerprogramm, niemand "programmiert", sondern sie ist mehr oder weniger durch randomisierte Prozesse "von selbst entstanden", aber im Grunde macht das keinen so fundamentalen Unterschied, wie man vielleicht denken mag.

Antwort
von AndreasWinkler, 16

Nein, daran könnte es nicht scheitern ;)

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