Ist es "besser" wenn ein Tier stirbt, anstatt ein Mensch?

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13 Antworten

Ich finde, das ist eine sehr schwere Frage. Die anderen haben es ja schon gesagt, wenn fremde Menschen sterben, ist man meist nur "betroffen" aber lebt ganz normal weiter.

Wenn das eigene Haustier stirbt, trauert man viel mehr.

Natürlich trauert man am meisten, wenn ein Mensch stirbt, zu dem man eine Beziehung hatte. Ich zum Beispiel habe getrauert. als Ephraim Kishon gestorben ist, obwohl ich ihn nie persönlich kannte - aber ich kannte und liebte seine Geschichten.

Ich mag auch keine Insekten töten (ich halte selbst Fauchschaben und Waldschaben, sowie Vogelspinnen in Terrarien), aber bei Stechmücken, Wespen und Zecken kenne ich keine Gnade. Und bei Getreidemotten.

Allerdings würde ich im Garten nie absichtlich auf einen Käfer treten.

Ich glaube, daß die Wertigkeit für ein Lebewesen subjektiv im Menschen selbst verankert ist. Es gibt auch völllig gefühllose Menschen, denen sogar der Tod der eigenen Mutter egal ist, und die Katzenbabies in einen Sack stecken und in den Bach werfen, damit sie "weg" sind.

Somit glaube ich wirklich, daß der Wert eines Lebewesens nicht allgemein bewertet werden kann, sondern jeder Mensch dem ein persönliches "Gewicht" beimisst.

/Beispiel: ich kann es nicht ausstehen, wenn Spinnen getötet werden und mag hier auch keine Fragen lesen, wo es als Abwehrmethode vorgeschlagne wird)

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Ganz einfach, eben da wir Menschen auch nur Tiere sind, ist in uns allen ein uralter Instinkt verwurzelt.

Und dieser Instinkt sagt: Ich geh über Leichen um zu überleben.

Als Jäger und Omnivoren ist das sogar zwangsläufig eine Pflicht für uns, wenn wir überleben wollen. Da wir auf das Fleisch von Tieren zum Überleben angewiesen sind (und waren), mussten wir töten um unser Leben und das unserer Artgenossen zu erhalten.

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Ich denke, dass es auf die Beziehung zwischen den Individuen ankommt:

  • Wenn ein Mensch stirbt, der uns nahe steht, sind wir natürlich traurig.
  • Wenn unser Hausttier stirbt, sind wir auch traurig.

Das sind völlig "normale" Reaktionen, auf den Verlust eines mit uns verbundenen Lebewesens. Das tritt aufgrund unser Gefühle für jenes Lebewesen auf.

Doch auf der anderen Seite:

Wenn ein uns unbekannter Mensch stirbt, sind wir nicht unbedingt traurig.

Wenn ein uns unbekanntes Tier stirbt, sind wir nicht unbedingt traurig.

Da wir keine Beziehung zu jenen Lebewesen aufgebaut hatten, sie ggf. nicht kannten, nur flüchtig kannten, kommt dieses Trauergefühl nicht allzu stark oder gar nicht auf. Die meisten Todesfälle bekommt man ja auch gar nicht mit, da sie am anderen Ende der Welt passieren.

Ich denke auch, dass ein wenig auf die Art ankommt. Der Mensch, als ein dominantes Wesen über Alles(Scheinbar) sieht sich wohlmöglich als etwas Besseres. Ein Tier ist ein rezessives Wesen und demnach nicht so viel Wert. Das erkennt man deutlich an der Übermacht des Menschen über die Tierwelt. Nehmen wir mal als Beispiel die Massentierhaltung von Kühen o.Ä. Sie dienen uns zur Nahrungsversorgung und helfen uns zu überleben. Das heißt, wir sind auf diese zu einem bestimmten Prozentsatz angewiesen( Es gibt ja noch Alternatven). Wenn so ein Tier stirbt, mag es für den Einen oder Anderen nicht so schlimm sein, da sie "in Massen" vorhanden sind.

Die Bezeichnung dieser Tiere als Nutztiere beschreibt die Beziehung zum Menschen deutlich. Deshalb ist das Trauerempfinden für diese Tiere niedrig.

Im Allgemeinen sind die Mensch- Mensch Beziehungen meist stärker als die Mensch-Tier Beziehungen( Ausnahmen bestätigen die Regel: Tante Gertrud mit ihren 40 Katzen mag eine Ausnahme sein...).

Zusätzlich kommt es auf die Größe des Individiums an:

Als Beispiel kann man hier den Walfang nehmen. Die meisten Menschen trauern vermehrt, um die großen Schönheiten der Meere, wenn wieder welche von den Japanern gejagt werden oder wieder welche an den Küsten stranden.

Der Schutz dieser Tiere ist relevanter als der Anderer... Doch ist das richtig?

Ich finde nicht unbedingt. Auch kleinere, unscheinbare Tiere sollten dann vor dem Aussterben bewahrt werden. Ich meine, wenn man die lästigen Fliegen/Bienen/Wespen tötet, denkt man auch nicht darüber nach. Möglicherweise, weil sie klein sind. Natürlich können diese Insekten auch gefährlich sein, doch Schutz muss nun mal sein, und nach dem Tod nützt das dem Tier auch nichts mehr.

Ich hoffe, man versteht mich bis hier hin :D

Todesfälle sind normal und nicht vermeidbar, doch es gibt nun mal Präferenzen, die sich in der Gesellschaft durchgesetzt haben.

Und doch, ich denke schon, dass es einigen Tieren nahegeht, wenn ein Mensch stirbt. Allerdings nur, wenn die Beziehung zwischen Mensch und dem Tier extrem stark war. Das kann man anhand einiger Beispiele von Hunden sehen, die immer wieder zum Grab ihres ehemaligen Besitzers laufen(Als ein Beispiel).

So, zum Abschluss meines Romans, möchte ich noch mal auf den Anfang meines Beitrages hinweisen: Denn die Bindungen zum Individium sind meines Erachtens die Schlüssel zu den beiden Türen; ob man jetzt für dieses Lebewesen trauert oder nicht :)

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Ich leide noch heute unter dem Tod meiner Samtpfote, kürzlich war ihr 5.Todestag. Dieser Tod war für mich wesentlich schlimmer als der Tod von z.B. meinen Großeltern.

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und den Tod eines anderen Lebewesen's nicht.

das ist eine behauptung, die nicht allgemein zutrifft.

nur weil einer es lustig findet, insekten zu zertreten oder andere tiere zu killen, heisst es nicht, dass der tod eines tieres nicht auch als traumatisch empfunden werden kann.

manche menschen haben eine sehr innige beziehung zu ihren haustieren, für manche sind sie kindersatz oder die einzige bezugsperson. wenn dann dein tier stirbt, dann hast du gewaltig was verloren.

aber auch für menschen, die eine weniger innige beziehung zu ihrem tier haben, kann der tod eines tieres eine unangenehme, vielleicht auch traumatische erfahrung mit dem tod sein, mit der sicherheit, selbst auch sterben zu müssen.

warum es manche leute lustig finden, tiere zu töten?  manche möchten sich stark fühlen; vielleicht müßen sie selbst gewalt erdulden und so können sie auch mal der mächtige sein. manche haben keinen respekt. vielleicht sind sie auch einfach nur strohdumm und sie kennen die bedeutung der tiere und pflanzen für ihr eigenes leben nicht. manche denken einfach nicht nach, können aber dazu angeleitet werden und ihre meinung ändern.

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In deinem letzten Satz hast du es im Grunde schon zum Teil selbst erklärt. Der Mensch ist den Tieren nunmal Geistig überlegen und somit im Grunde eine überlegene Rasse. Wir sind damit in manchen Augen mehr Wert als Tiere.

Da Tiere nicht Sprechen bzw sich eindeutig verständlich machen können, erkennt der Mensch zudem nicht die Gefühle der Tiere und das macht es einfacher zb. ein Insekt zu zertreten. 

Ein weiterer Grund könnte sein, das wir uns in Menschen hineinversetzen können. Wir haben keine Ahnung wie sich ein Affe oder ein Hund fühlt und können somit schlechter Mitfühlen.

Und ein Mensch ist einem Menschen einfach näher als ein Tier. Das selbe gibt es mit Menschen aus anderen Ländern. Gibt es zb. ein Erdbeben in Afrika wo 200 Menschen sterben wird dies weniger in den Nachrichten gezeigt, als wenn in Frankreich oder in Deutschland 10 Menschen durch ein Erdbeben sterben würden. Es ist einfach näher am Menschen dran als das in Afrika.

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Kommentar von sgn18blk
31.05.2016, 18:18

Genau das meinte ich ja. "Und ein Mensch ist einem Menschen einfach näher als ein Tier". Sehr schön formulierte Antwort ;-)

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Kommentar von NadarrVebb
16.11.2016, 20:51

Du offenbarst hier eine sehr oberflächliche und kurzsichtige Bewertung der gegebenen Umstände. Übrigens: Du benutzt das Wort "Rasse" als Synonym zum Wort Art. Da das Wort Rasse bereits seit langem Überholt ist, ist diese Verwendung in doppelter Hinsicht falsch.

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Hey Ich hab deine Frage gelesen und verstehe dein Problem. Aber grundsätzlich möchte ich dich fragen ob du den alle Tiere mit dir gleich stellst. (Also was landet bei dir auf dem Teller?)Ich sehe es auch so, fass der Tod eines Tieres viel zu wenig zur Kenntnis genommen wird. Ich habe mir schon lange dazu entschlossen vegetarisch zu leben.

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Du widersprichst dir - einerseits sagst du, dass selbst Insekten den gleichen Wert wie ein Mensch haben sollten, andererseits erklärst du, dass ein Tier ja gar nicht so weit denken kann, wie ein Mensch es kann.

Auch für dich ist nicht jedes Tier gleichwertig. Wenn du die Wahl hättest, ob deine Mutter stirbt, oder ein Käfer - du würdest nicht eine Sekunde lang überlegen.

Mal ganz davon abgesehen: Der Tod irgendeines fremden Menschens ist für mich ganz sicher kein traumatisches Erlebnis. Jeden Tag sterben eine ganze Menge Menschen, das gehört zur Normalität - ich kenne sie jedoch nicht, es tangiert mich nicht.

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Kommentar von sgn18blk
31.05.2016, 18:14

Nur weil Insekten nicht weiter denken können, muss es doch nicht an Wert verlieren? Das widerspricht sich doch nicht. Und klar, ich würde mich sofort für den Käfer entscheiden (also das Er stirbt), aber davon wollte ich nicht reden. Du musst mal davon ausgehen, dass man jeweils das Tier und den Menschen nicht kennt. Das Tier stirbt (Du erlebst es vor Deinen eigenen Augen), alle schauen kurz hin und fertig. Danach stirbt der Mensch (Du siehst es wieder direkt vor Deiner Nase) und alle sind total traumatisiert.

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Es liegt wohl eher daran, dass die menschen sich für was besseres halten, und glauben wertvoller zu sein als andere Tiere.

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Naja in Afrika verhungern doch auch täglich tausende Menschen und es macht uns nicht traurig. Wenn uns ein Mensch stirbt der uns Nahe steht dann macht uns das traurig, aber auch wenn ein Hund oder eine Katze stirbt.

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Lebewesen ist Lebewesen. Mir ist es egal ob ein Tier oder Mensch stirbt. Der Tod ist eh unvermeidlich.

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Vielleicht liegt es daran, dass der Mensch ein Bewusstsein hat. Und ein Selbstbewusstsein. Er denkt über den Tod nach. Wenn ein Mensch stirbt, Gehen seine ganzen Gedanken, seine Sorgen und seine Freude für immer verloren.

Ein Tier hört einfach auf, zu leben. Trotzdem ist es natürlich sehr traurig, wenn ein Tier, welches man geliebt hat, stirbt. 

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ich persönlich finde den tod eines tieres mindestens so schlimm wie den eines menschen wenn man das tier gut kannte

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