Frage von zeitgeist1994, 69

Ist es besser sich selbst in der Welt zu verlieren, also sich fremd zu fühlen oder sich einem Dogma anzuschließen?

Ich sehe bei vielen Menschen, die viel Leid in sich tragen, denen keine besondere Zukunft zusteht und die ihre eigene Identität kaum ertragen, die Neigung sich an ein Art Dogma zu heften. Ein Dogma, kann das Leben der Person ein lebenlang bestimmen und die eigenen Entscheidung stark manipulieren. Es findet eine konstanten Selbstenfremdung statt, da man den Regeln des Dogma folgt und diese die eigenen Entscheidung lenkt...würde sich zu lange ziehen, sich diesem Thema angemessen zu widmen, deswegen hier eine direkt formulierte Frage: Glaubt ihr eine Person, die 30 Jahre lang bei Scientology war, ist glücklicher, wenn man sie aufweckt und sie ihren Wahn unverblendet betrachten können? Oder, wenn man sie in ihrer Verblendung ruhen lässt? Ich denke dabei auch an die vielen Geschäftsleute, die bei irgendwelchen Strukturvertrieben und co. arbeiten, die nur noch arbeiten und Umsätze generieren wollen. Letztere folgen auch einem dogmaartigen Gebilde an Glaubenssätzen, bekommen aber weniger Gegenwind und sind somit unauffälliger. Diese Menschen merken oftmals erst im Rückblick, wie nichtig ihr handeln doch eig. für ihr eigenes Glück war...

Antwort
von Trashtom, 45

Ich habe auch schon oft darüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre sich einzureden es folgt ein Paradies, Gott und wenn Familienmitglieder sterben ist alles Gut und nicht das Ende. Ein Luftschloss bauen zur Sicherheit. Schließlich liegt das ja irgendwo in unserer Natur, wenn man die Vergangenheit der Menschen betrachtet. (Wie Wikinger die sich gefreut haben, in der Schlacht zu fallen um dann in Valhalla aufzuwachen)

Ich lebe aber eher für Freiheit der Gedanken und Kreativität und da ist kein Platz für Scheuklappendenken.

Die Entscheidung muss jeder selber treffen.

Antwort
von Rosenblad, 11

Es gibt augenscheinlich wohl so viel Glück, wie viel es Menschen gibt. Diese Frage lässt sich keinesfalls mit einem Ja oder Nein beantworten. Die „Matrixauflagen“ die jemand für ein Leben benötigt sind unterschiedlich bestimmt, bleiben nichtlinear, wechseln, verändern, verfeinern sich oder werden völlig neu bestimmt. Oft sind des fehlende Basisaufbauten (fehlende Bindungen, fehlendes Selbstvertrauen, fehlende Sicherheiten), sind es erlebte und erfahrene Aversionen die zu Störungen führen, sind es aber auch soziale und gesellschaftliche Suggestionen und „Attraktionen“, sind es persönliche Verrückungen, wo die Kraft fehlt diese wieder auszutarieren – v.a. an den Transitionsübergängen des Lebens (zum Erwachsen werden, eine Familie gründen, Scheidung, Arbeitslosigkeit der Tod naher Angehöriger, Krieg, Leid, usw.) werden tiefe Gräben sichtbar die der Einzelne nicht immer schafft zu überspringen. Was dann gebraucht werden sind Haltestangen und Stützen – und wenn dann z.B. ein Zeuge Jehovas vor der Tür steht, sieht das dann aus wie ein Rettungsring, wird Religion in all ihren vorgegebenen Sinnformen zur gerade notwendigen Verankerung, wird „Gott“ zu Therapeutikum.
Nicht jeder Mensch hat die psychische Eigenwirkmächtigkeit sein Glück selbst zu generieren, hat er Generizität nie erlernt, für andere schaffen solche Dogmen Bühnen der Selbstdarstellung (diese Menschen sind dann in ihren Bühnenbildern mehr als glücklich), andere sind in sozialen Verzirkelungen gefangen (Stichwort: religiöse Familie, religiöser Ehepartner), wieder andere brauchen ein „seelisches“ Zuhause, ein Gegengewicht zum Leben. Man kann das jetzt fortführen.

Ja in diesem Leben schafft es nicht jeder die „Laterne“ die ihm am Anfang des Lebens mitgegeben worden ist um in der finsteren Welt voller Tücken, Gräben und dunkler Pfade immer am leuchten zu halten, bei manchen zerbricht sie ganz und sie müssen sich in das Licht anderer begeben.
Ob diese Menschen dann glücklich sind: Nun es gibt sog. anthropologische Äquilibrationsmechanismen die als Verdrängungs-, Bewältigungs-, Anpassungs-, Transformations- und Schutzstrategien wirken, die v.a. dann wenn Menschen älter werden und viele bisherige Handlungsvollzüge die bisher ihr Leben in Sinnstiftungen einkleideten nicht mehr ausführen, sich über Transformationsprozesse quasi neu einkleiden und darin glücklich sind (siehe dazu das SOK-Modell - Paul B. Baltes/Margret Baltes “Psychological perspectives on successful aging: The model of selective optimization with compensation”; In: Paul B. Baltes/Margret Baltes (Hrsg.) “Successful aging : perspectives from the behavioral science“; Cambridge u.a., Cambridge Univ. Press, 1990, 397 S., darin S.1-34)

Die Frage ist wohl nur von jeden selbst zu beantworten oder zu interpretieren.

Oder:

Wer allein im Schneesturm sich zu verlieren scheint wird laut schreien oder stumm, ganz stumm werden.

Antwort
von AaronMose3, 24

Erstmal verliert man sich nicht automatisch in der Welt, oder fühlt sich fremd nur weil man sich keinem Dogma bzw. keiner Religion anschließt. 

Aber ich denke durchaus das es für betroffene Personen Sinn machen kann, sich eine Art Schloss zu bauen, das einem Sicherheit und Halt bietet. Gläubige machen im Prinzip ja nichts anderes. Dafür muss man aber der richtige Typ Mensch sein. Wenn man zu rational denkend ist, wird das schlecht funktionieren.

Nur weil es Menschen gibt, die mit Aufklärung arbeiten und erreichen möchten das Menschen verstehen, das Religionen eben nicht der Wahrheit entsprechen, sondern zur Unterwerfung dienen, bedeutet das nicht, dass es verwerflich wäre sich diesen hinzugeben.

Ich habe sehr viele Menschen bei ihrem Tod gesehen, die von unglaublichen Glück erfüllt waren und keinen Gedanken an Angst oder Ungewissheit verschwendeten. Sie "wussten" das Sie das Paradies erwartet und sie ihre verstorbenen Liebsten endlich wiedersehen können. Ich glaube kaum das ich mit solch einer Zuversicht auf meinem Sterbebett liegen werde.. Und so betrachtet sind das auch wundervolle Vorstellungen und wer würde, wenn er alt ist, nicht gerne noch einmal mit seinen Eltern sprechen oder mit seinem Opa darüber diskutieren welche Automarke die Beste ist. Das sind alles Dinge, die jeder durchaus gerne wieder erleben würde und solche Zustände sind auch erstrebenswert. Wären sie erreichbar..

Glaubt ihr eine Person, die 30 Jahre lang bei Scientology war, ist glücklicher, wenn man sie aufweckt und sie ihren Wahn unverblendet betrachten können? Oder, wenn man sie in ihrer Verblendung ruhen lässt?

Ich denke es wäre besser Menschen leben zu lassen. Ich glaube kaum das derjenige Glücklich wäre, wenn er realisiert, das alles wovon er ein Leben lang überzeugt war ein Märchen ist. Egal welche Glaubensrichtung. Es würde sich eher das Gegenteil einstellen.

Aber es gehört erwähnt, das Religionen nicht kritisiert werden weil Sie schädlich sind, sondern weil Sie ohne weiteres als Mittel für schädliches verwendet werden können. Und das stellt ein Problem dar. Würde die Religion an sich existieren, aber ohne die dazugehörigen Attentate, Missverständnisse, Kriege und Konflikte .. Ich glaube kaum das überhaupt jemand was sagen würde. Denn wenn ich nichts davon mitbekomme was andere tun, was sollte es mich interessieren ? Ist ja nicht mein Ding, wenn jemand meint, er müsse jeden Sonntag in die Kirche marschieren. 

So ist es aber nunmal leider nicht. 

die vielen Geschäftsleute, die bei irgendwelchen Strukturvertrieben und co. arbeiten, die nur noch arbeiten und Umsätze generieren wollen. Letztere folgen auch einem dogmaartigen Gebilde an Glaubenssätzen (...)  Diese Menschen merken oftmals erst im Rückblick, wie nichtig ihr handeln doch eig. für ihr eigenes Glück war...

Das sind einzelne Probleme. Jeder Mensch muss selber entscheiden was er für sich als Sinnvoll betrachtet und was nicht. Wenn solche extremen Beispiele wie diese auftreten, ist das sehr traurig, aber es ist nicht das gleich wie die religiöse Indoktrination, bei der Kinder religiös so geformt werden, wie die Eltern es gerne hätten und deshalb mit der Überzeugung an solche Vorstellungen aufwachsen und meistens keine andere Wahl hatten.

Solche Geschäftsleute verlieren einfach nur den Blick für die essenzielle Dinge des Lebens. Das ist nichts ungewöhnliches. Ich kenne viele Beispiele, bei denen Menschen durchgehend  Arbeiten um immer mehr zu verdienen und dabei Geldsummen ansammeln, die sie entweder niemals ausgeben können oder es nicht mehr schaffen, weil ihr Leben vorher endete. Das ist durchaus sehr traurig, aber die freie Entscheidung dieser Menschen gewesen und somit nicht das Problem eines Aussenstehenden. 

Antwort
von Giustolisi, 26



Glaubt ihr eine Person, die 30 Jahre lang bei Scientology war, ist glücklicher, wenn man sie aufweckt und sie ihren Wahn unverblendet betrachten können?
Die Leute wachen wenn überhaupt dann nur von selbst auf. Ich habe schon oft genug mit Gläubigen diskutiert. Selbst schlüssige Argumente überzeugen gläubige Menschen nicht, aufwecken kann man also vergessen. Man kann nur denen den letzten Schubs geben, die eh schon am Zweifeln sind:

Letzten Endes geht es doch um ein erfülltes Leben. Das ist nach meiner Ansicht erst mal sorgenfrei, zumindest so weit wie möglich. Viele Gläubige haben ständig Sorgen, gerade in der Scientology Sekte. Die Leute sind ständig beschäftigt, noch mehr Geld für die Auditings herbei zu schaffen, um auf irgend einen höheren geistigen Level zu kommen, was sie zufriedener machen soll, das aber nicht tut, denn es ist nur ein Placebo. Freizeit ist anscheinend auch Mangelware, die Berichte der Aussteiger zeigen da bemerkenswerte Übereinstrimmungen. 

Gläubige anderer Religionen haben andere Regeln und Rituale, die auch dauernd Aufmerksamkeit und zeit fordern.

Ich stelle mir das alles in Allem ziemlich stressig vor, so ein Leben zu führen und am Ende landen doch alle Gläubigen und Ungläubigen in einer Urne oder in einer Holzkiste und hören einfach auf, zu existieren. 

Da sollte man sich fragen, ob man jemandem, der sich unnötig für ein unerreichbares Ziel abmüht, seinen Fehler aufzeigen sollte, um ihm die Mühen zu ersparen?


Antwort
von Grimwulf78, 22

Wie Eckhardt Tolle schon richtig bemerkt: Bewusstheit bedeutet Verantwortung zu übernehmen für sein Handeln im Hier und Jetzt. Dazu ist nicht jeder bereit und das ist auch in Ordnung so. Es genügt, wenn Diejenigen Verantwortung übernehmen, die dazu innerlich bereit sind. Und das fängt zuallererst in seinem eigenen Leben an. Denn wenn jeder in seinem Leben Ordnung schafft dann ist die Welt in Ordnung. So einfach, so kompliziert...

Auch ist es nicht unsere Aufgabe andere Menschen "aufzuwecken". Wenn ihr Geist dafür reif ist, dann werden sie irgendwann anfangen die richtigen Fragen zu stellen. Oft fehlen ihnen dann die Alternativen und die Orientierung. Hier kann man dem Menschen eine Hand reichen oder alternative Optionen zeigen. Aber (Vorsicht Falle!) missionieren ist der erste Schritt zur Erschaffung eigener Dogmata... Du sollst, Du musst, Du darfst nicht... DAS sind genau die Gedanken die seit Erfindung der Religionen Leid in die Welt bringen.

Du hast ja recht. Viele Menschen klammern sich an ihre jeweiligen gedanklichen Konstrukte (Religionen, Ideologien, Gruppierungen) wie ein Bergsteiger an den Felsvorsprung. Erwachen bedeutet meines Erachtens, ebendiesen Vorsprung loszulassen und sich dem freien Fall hinzugeben in dem Wissen dass alles einer Ordnung folgt und am Ende alles so ok ist wie es ist.

Kurz gesagt: Einer Person den Boden unter den Füßen wegzuziehen wäre grausam, halte ich bei dogmatischen Menschen aber auch für fast unmöglich.

Eine Hand zu reichen oder jemandem eine Tür zu öffnen ist immer gut. Ob er/sie durchgeht liegt dann eigentlich nicht mehr in unserer Verantwortung.  

Antwort
von berkersheim, 22

Weder noch. Diese Frage kann nur jedes Individuum für sich beantworten. Solange es seine individuelle Freiheit nicht dazu nutzt, anderen oder der gesamten Gemeinschaft Schaden zuzufügen, gilt der Respekt vor der Freiheit des Individuums. Der Hang zum Dogma ist auch darin zu erkennen, wenn andere Meinungen flott mal als "verwerfliches Dogma" deklariert werden und am Ende die Aussage herausspringt, nur die eigene Meinung sei "dogmenfrei". Dann kann man sich als Erdogans Assistent bewerben.

Antwort
von Andrastor, 13

Ich denke, dass die Menschen glücklicher wären, wenn sie es zulassen aufgeweckt zu werden.

Das persönliche Glück ist nicht von Dogmen abhängig, sondern von dem was man im Leben gern macht und ob man das macht.

Wenn sich diese Menschen also von den Dogmen lösen können, können sie ihr Glück finden, welches sie zuvor, aufgrund der Dogmen übersehen oder ignoriert haben.

Antwort
von Starjuice, 29

Leben und leben lassen. Ich denke wir alle suchen uns im Laufe des Lebens einen Sinn und leben diesen aus. Ich z.B. kann Menschen die in Angst leben nicht nachvollziehen, da fehlt mir dann die nötige empathie für. Auch finde ich, man sollte sich dem Leben und deren Herausforderungen stellen und es sich so gestalten das man für sich glücklich ist. Auch ist der Kontakt zu anderen menschen sehr wichtig um sich nicht zu verlieren, dabei meine ich zu jenen, die auch etwas intelligenz besitzen und nicht welche die den ganzen Tag vor rtl & Co. hängen.

Wie wach man in dieser Welt ist, hängt auch von einem selbst ab und von der inneren Einstellung her, wie man die Dinge und Welt betrachtet. Wenn es z.B. jmd mit Glück und zufrieden erfüllt weil er fest an etwas glaubt wie z.B. Religion oder einer Sekte, dann soll diese person so leben. Immer noch besser als in depressionen zu versinken. Der Sinn im leben muss ja auch nicht zwangsläufig durch Religion geprägt sein. Da kann man seiner kreativität freien lauf lassen. z.B. der Buddhismus ist auch was interessantes. Also im enddeffekt sollte man sich also selbst aussuchen in welcher lüge man badet, hauptsache es macht einen glücklich, hört sich zwar doof an aber von dem ganzen Hinterfrage wird man eh nur unglücklicher..

Antwort
von marylinjackson, 12

Ein Hamster im Laufrad merkt ja nicht, dass er gefangen ist. Für ihn geht es immer geradeaus.

Mit der Außensicht erst ändert sich die Einstellung der sich im "Laufrad" befindlicher Menschen. Glück wird oft sehr einseitig erfahren. Ein Gegenwind wirft sie nicht gleich um, es muss schon Sturm sein.

Antwort
von ThomasJNewton, 14

Ich glaube daran, dass aus schlechtem auf Dauer nichts gutes entstehen kann.
Oder nenn es Arbeitshypothese.

Und da Wahrheit für mich etwas gutes ist, Verblendung etwas schlechtes, ist das Einsehen der Wahrheit bzw. der Ende der Verblendung auf Dauer gut.

Aber Zwang ist auch nichts gutes, also wenn du jemanden reißt, wirst du eher das Gegenteil bewirken.
Jemanden aufzuklären, ist dagegen gut, ist aber häufiger folgenlos als dass es gutes nach sich zieht.

Scientologen sind ja keine Amische, die sich von der Welt abschotten.
Sie kennen sicher alles, was du ihnen zeigen willst.
Nur erkennen sie es nicht, weil sie mitten unter uns in ihrer eigenen Welt leben.

So bitter das ist, der Entschluss oder zumindest Zweifel müssen schon aus dem Betroffenen selbst kommen.

Antwort
von 1988Ritter, 32

Der Mensch neigt dazu sich zu konditionieren.

Das fängt ja schon Morgens bei der Tasse Kaffee an.

Meine Erfahrung die ich bisher gemacht habe, nimmt man einem Menschen seine Gewohnheit oder Ansicht, dann sucht er sich in der Regel sofort eine Ersatzbefriedigung.

Es scheint also in der Natur des Menschen zu liegen, dass er sich gewissen Regeln oder Ritualen unterwirft, oder diese sogar selbst kreiert.

Wenn man nun einen Menschen von seinen religösen Vorstellungen abbringen möchte, dann ist das zwar theoretisch möglich, wobei er sich dann in der Regel einer anderen Ideologie zuwendet. Dabei besteht dann die Gefahr, dass die neue Ideologie sogar exzessiver betrieben wird.

Antwort
von plutonisch, 17

Ich finde es alleine schon aufschlussreich, sich deine Frage genauer anzuschauen: Mit beispielsweise Heidegger ließe sich eine Person ausmachen, die sich in der Welt verliert und eine zweite, die sich in einer so gesehen "verdoppelten Welt" verliert. Stets der geistige Weg in die Welt hinein, der Weg des Idealismus, der Weg dieses Abendlandes. ... Welcher Weg sol schon besser sein, wenn beide in die vermeintlich "falsche" Richtung sind. Zumindest könnte die Radikalität eines Dogmas dazu führen, das jener eben in der Radikalität den Trug jener Richtung überhaupt merkt. Jener Verblendete in einer Sekte hätte folglich die Chance, den Trug, jene seit Platon benannte, aber nie wirklich beachtete Schein in der Welt/Höhle zu realisieren. Die Person verliert sich bis zum Tode in der Welt und zeigt dümmlich auf jene Radikalen, ist ebenso von sich entfernt.... Warum nicht in die andere Richtung? Warum nicht das reinholen, was das Abendland von je her ausgeklammert hat: Leidenschaft? Warum nicht hin zum Menschen, Erleben zur Stimmung?  - Weil der Idealist glaubt, keiner mehr zu sein. Glaubt, der Geist sei das Höchste und dabei übersieht, dass der Geist in der Welt stets in den gleichen Bahnen im Kreis irrt, unfrei ist...

Antwort
von gottesanbeterin, 17

Jede/r macht halt das, was ihm im Moment für richtig und wichtig erscheint. Dass das nicht immer gut für ihn ist/war, kann er früher oder später erkennen oder auch nicht.

Wer oder was ihn in die Irre geführt hat, kann er vielleicht früher oder später erkennen oder auch nicht.

Das, was einem Menschen die Möglichkeit gibt, die Wahrheit in Klarheit wahrzunehmen ist etwas, das Jesus als Bedingung genannt hat, das "Reich Gottes" zu sehen/erleben; es ist die "2. Geburt", etwas, das das menschliche Bewusstsein wandelt, etwas, dass in vielen Religionen und Traditionen angestrebt und "Erlösung" gesehen wird, das in verschiedenen Religiösen Traditionen unterschiedlich genannt und beschrieben wird, das aber unabhängig von irgendeiner Religionszugehörigkeit stattfinden kann (oder eben auch nicht)

.Etwas, das die Schleier und Nebel der Illusion(en)zerreisst und uns klar sehen lässt.

Antwort
von Illuminaticus, 2

Immer wenn du einem Dogma, einer Kirche oder einer anderen Glaubensueberzeugung folgst, dann bist du auf der Verliererstrasse.

Die meisten Menschen sind auf der Verliererstrasse, weil sie ihren eigenem Glauben folgen, der ihnen eingesaet wurde, lange bevor sie bewusst wurden.

Dem Einzigen, dem du folgen solltest, bist du selbst, alles andere ist Ablenkung von der Wahrheit.

Du selbst bist das Einzige und Absolute, das was uebrig bleibt, wenn die Spiele gespielt sind.

Natuerlich ist alles, was draussen passiert und dich fuer ihre Zwecke gewinnen will, nur Teil des kosmischen Spiels.

Und du hast eingestimmt, Teil des Spiel zu sein.

Aber du kannst sagen: Ich bin von nun an eine unabhaengige und souveraene Entitaet, die ihr Glueck in die eigene Hand nimmt. Ich ignoriere alle anderen  Religionen und glaube nur an Mich!

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