Mein PC hatte bis jetzt nr 512MB RAM und ich habe nun noch einen 1024MB RAM Riegel gekauft. Der 512MB RAM Riegel ist auf dem ersten Steckplatz von anfang an gewesen und der 1024er nun auf dem zweiten. Ist es egal welcher Ram Riegel auf welchem Steckplatz ist oder sollte der größere RAM Riegel lieber auf dem ersten Steckplatz sein?
Da die Speicherverwaltung des Betriebssystems den physischen RAM nicht sequentiell belegen muss, ist nicht relevant in welcher Steckplatz den grösseren Riegel steckt.
Bei manche Prozessor/Chipsatz Kombinationen wäre es jedoch ratsamer Speicherriegel gleicher Größe einzusetzen, denn dann kann der Rechner Speicherzugriffe parallelisieren (aka DualChannel)
Wesentlicher ist die Refreshzykluszeit und die MHz-Zahl der RAMs - also früher war das mal 100 - oder so. Da man den Speichern das meistens nicht ansieht, wie hoch die getaktet werden dürfen, sollte man möglichst nicht verschiedenartige Speichermodule mischen. Beispiel: 2 SDRAM Steckplätze: 1 x 64 MB auf Platz 1 oder 2 x 32 MB auf beide verteilt. Hatte hier einmal 64 MB auf Platz 2 und dann 128 MB auf Platz 1. Angezeigt wurden beim Speichertest dann die Summe (in abgewandelt binärer Zählweise). Jetzt 128 MB und 256 MB gemischt. Erkannt wurde kein Speicher (egal auf welchem Platz). Rechner fährt nicht hoch, bleibt im Bootup (BIOS) stehen.
Also, RAM 256 MB auf Platz 1 und Rechner erkennt diesen Speicher. Dabei wäre es dem Speicher eigentlich egal, der konnte 133 der andere nur 100.
Also dann noch die vier Bänke mit den anderen Speichern - immer raus damit. Entweder SDRAM oder die anderen. Mix ging nicht. Heute sind aber andere Speichertypen gebräuchlich. Trotzdem nie verschiedene mischen. Am besten immer einen Satz vom selben Hersteller verwenden.
Da ist dann noch was für Fortgeschrittene - Achtung -übernehme keine Garantie für eventuelle Schäden- Im CMOS -Setup im BIOS mal herumexperimentiert. Also Latency mal von 2T auf 1 T runtergesetzt. Hatte den Eindruck, das ME liefe damit schneller. Da ist dann aber keine Sicherheitsreserve mehr drin. Bei den 256 MB jetzt wiededer auf 2T gesetzt (also 2 Taktzyklen) das System läuft so total stabil. Bei 256 MB und nur einem Takt Latenz kam es zu gelegentlichen unkontroillierten Abstürzen.

der größere RAM sollte auf der ersten Speicherbank liegen, da dort zuerst die Daten eingelagert werden.
kannst du uns das belegen?
alphak am 30. September 2007 23:05 nein- ich meine, dass ich das gelesen habe. Heise? CT? ZDnet? Der Speicherbus 1 wird bei verschieden großen RAM's zuerst abgefragt und mit Daten belegt. Da ist es doch ratsamer den großen Baustein auf die Bank 1 aufzusetzen. Gemessen habe ich es natürlich nicht.Wenn das falsch ist, dann belehrt mich und ich ziehe meine Aussage sufort zurück!
nee, nee. Ich will hier nicht in die (un-)Tiefen der Speicherverwaltung einsteigen, aber ich nenne mal die Stichworte stack und heap. die sind üblicherweise an verschiedenen Enden des Adressbereichs und wachsen aufeinander zu. Wo die (logischen) Adressen dann im physikalischen Speicher landen, regeln MMU und Speichercontroller (das ist jetzt etwas vereinfacht dargestellt) so einfaches "zuerst wird Baustein 1 vollgemacht" gibt's nicht. Im Gegenteil, Daten, die logisch nebeneinander liegen sollten die Speichercontroller in verschiedene Module auslagern, um durch überlappung Latenz- und Refreshzyklen zu verstecken.
alphak am 1. Oktober 2007 13:51 Oha- ich ziehe Meine Aussage zurück. Ich scheine eine falsche Info zu haben. Aber gut- ich habe mich getäuscht. Danke für die Aufklärung