Frage von tschainik, 10

Ist es bei einem Familienunternehmen die Regel, dass familiäre Angelegenheiten in die Firma getragen werden , und Firmendinge landen am Familientisch?

Nach meinem Studium habe ich anderthalb Jahre im Betrieb des Vaters gearbeitet. Ich habe es erlebt, dass* familiäre Dinge im Büro des Vater ausführlichst behandelt wurden. Andererseits wollte mein Vater *betriebliche Dinge* zu Unzeiten, z.B. während der Sportschau am Samstag,* mit mir besprechen. Ich könnte diese Reihe noch beliebig fortsetzen, aber nach anderthalb Jahren habe ich das mittlerweile abgewickelte Familienunternehmen verlassen und habe mir weit weg von Zuhause einen Job gesucht. Als ich heute im ZDF einen Bericht von C&A (auch cheap and awfull genannt) gehen habe, fühlte ich mich an diese Zeit erinnert. Dazu kommt, dass für meinen Vater die reaktionäre Familienstruktur von C&A ein erstrebenswertes Vorbild war. oh, how awfull !!!!!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mimir99, 8

Damit ist wohl zu rechnen, aber wenn man es nicht trennt wird es schnell unangenehm, solange die Familie nicht aus Arbeitssüchtigen besteht. 

Kommentar von tschainik ,

Mein Vater war ein Workaholic, meine Mutter war zu seinen Lebzeiten seine Assistentin, sorgte aber auch für ihre Freiräume, worüber mein Vater nicht immer "amused" war.

Für mich "nicht so angenehme Situationen" habe ich in den anderthalb Jahren zur Genüge erlebt.

Antwort
von Midgarden, 8

Wäre interessant zu wissen, warum Du da so überempfindlich bist?

Die strikte Trennung zwischen Job und Privat ist ein Privileg der Neuzeit für "abhängig Beschäftigte" - auch heute noch kann kein Landwirt da "zweigleisig" fahren.

Zu erwarten, daß jemand, der die Verantwortung für die materielle Existenz der Firma UND der Familie trägt, bitte nur zu festgesetzten Zeiten und im strikten Kontext Sorgen oder Notwendigkeiten anspricht, ist m.E. schlicht vermessen

Kommentar von tschainik ,

Arbeitest Du in einem Familienunternehmen ? Hast Du was gegen die Neuzeit ? Ist ein Familienmitglied, das mitarbeitet und nicht Anteile an dem Familienuternehmen hält, etwa kein "abhängig Beschäftigter" ?

Während meines Ingenieurstudiums hat mir meine Mutter eine Reportage aus der Zeitschrift IMPULSE über mithelfende Ehefrauen in Familienbetrieben gezeigt. Daraus ging hervor, dass die mithelfenden Familienangehörigen auch Zeiten vereinbart haben, in denen nicht über Firmendinge gesprochen wurde. Für meine Mutter war dies Anlass, Ihre Freiräume zu schaffen 

UND VON ÜBEREMPFINDLICHKEIT KANN KEINE REDE SEIN.

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