Ist es ausreichend, wenn in Sachen Arbeitsschutz der Arbeitgeber Unterweisungen durchführt, und sich diese mit Unterschrift bestätigen lässt?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das ist schwierig. Der Arbeitgeber ist für sein Werk und seine Mitarbeiter verantwortlich. Dazu gehört auch der Arbeit und Unfallschutz. Wenn der Arbeitnehmer Schutzkleidung verweigert, ist das sogar ein Kündigungsgrund. Wenn der Arbeitgeber billigt , oder sogar fordert, das aus Schutzmaßnahmen nicht angewandt werden, dann kann er mit zur Verantwortung gezogen werden.

Das muss meistens noch mal das Gericht klären.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Unterweisungen unterschreiben ist eines, sich an die Vorschriften halten etwas anderes.

Wenn Vorgesetzte einen AN wissentlich arbeiten lassen, obwohl er die Anweisungen missachtet, sind sie selbstverständlich auch schuld an Unfällen.

 die Pflicht gehabt, den Arbeitnehmer zu ermahnen/abzumahnen,

Ein AN der sich nicht an Richtlinien hält muss mindestens ermahnt, wenn nötig abgemahnt werden. Er verstößt gegen Vorschriften und kann im Wiederholungsfall auch verhaltensbedingt gekündigt werden.

Bei uns muss nach Anweisung der BG z.B. jeder AN der auch nur durch die Produktion läuft Sicherheitsschuhe tragen (auch die MA im Büro). Die Vorarbeiter haben daher Anweisung (wir arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb) Kollegen die ohne Sicherheitsschuhe zur Arbeit kommen, heim zu schicken um ihre Schuhe zu holen. Erst dann darf gearbeitet werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Ifm001
11.11.2015, 07:21

Die Anweisung der BG muss aber schon über 10 Jahre her sein. Die BG weist nicht mehr an. Die Unternehmensleitung hat eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und bestimmt das selbst.

0

Einfach nur einen Zettel durch den Arbeitnehmer (oder auf anderer Ebene dor Tätige) unterschreiben zu lassen reicht nicht. Eine Einweisung muss regelmäßig aktiv durchgeführt werden und die Einhaltung der Regeln muss für den Eingewiesen en auch durchführbar sein. Zudem hat die Unternehmensleitung eine Einhaltung der aufgestellten Regeln zu überwachen.

Wer da nun in welcher Form "dran" ist, wird separiert betrachtet. Ein Arbeitnehmer kann sich nicht darauf berufen, dass er nicht regelmäßig ermahnt wurde, wenn ihm die Gefahr bewusst war. Es sind immer alle "Säumigen" dran.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Es war bekant"? Wem? Den Kollegen? Sind die alle mit dieser Info gleich zum Chef gelaufen?

Der Chef hat erstmal seine Pflicht erfüllt. Jetzt wieder du...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von segklasky
11.11.2015, 02:31

den Kollegen und den Vorgesetzten war es bekannt.

0