Frage von ScienceMaster, 33

Ist Erspartes geschützt?

Hallo zusammen! Derzeit beschäftige ich mich damit, ob unser hart erspartes Geld wirklich sicher ist bei deutschen Banken...? Kann man unseren Banken wirklich trauen? Oder ist das alles nur eine große Show, um die unwissenden Sparer an der Nase herumzuführen?

Haben auch Sie dazu eine Meinung? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Sie diese im Rahmen meiner Umfrage kundtun würden.

https://www.soscisurvey.de/Einlagensicherheit/

Antwort
von germi031982, 15

Bis 100.000€ sind 100% der Einlagen geschützt. Ist auch gesetzlich so vorgeschrieben. Dafür sind auch entsprechende Sicherungssysteme vorhanden. Man muss allerdings aufpassen, es wird unterschieden zwischen gespartem Geld und irgendwelchen Aktiendepots. Für Einlagen gilt das was ich geschrieben habe, bei Wertpapiergeschäften sieht die Sache anders aus. Da sind es nur 90% bis 20.000€/Kunde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Einlagensicherung

Wenn man mehr als 100.000€ besitzt kann man die natürlich auf mehrere Banken verteilen und hat dann jeweils den vollen Einlagenschutz.

Kommentar von Zappzappzapp ,

Kleine Korrektur:

Bei "irgendwelchen Aktiendepots" sind die Aktien 100% sicher, da diese zum sogenannten "Sondervermögen" gehören und dieses fließt Im Falle einer Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse ein.

Lies mal hier:

http://www.finanztip.de/wertpapierdepot/

Zitat:

Zwar weisen viele Onlinebroker eine niedrigere Bonität auf als die großen Filialbanken und damit ein höheres Insolvenzrisiko. Das muss Anleger aber nicht schrecken, da die verwalteten Kundendepots Sondervermögen darstellen und Eigentum der Kunden bleiben, auch wenn der Broker pleitegeht.

Antwort
von Peppie85, 13

jein. tatsächliche spareinlagen wie auf einem sparbuch oder klasischen girokonto sind bis 100.000 € zu 100% sicher. bei wertpapieren sieht es anders aus.

dabei ist aber zu bedenken, dass es nur auf die Einlagen gilt, nicht auf die Zinsen. d.h. es kann sein, dass wenn du zinsen auf dein erspartes erwirtschaftet hast, diese nicht unter den einlagenschutz fallen. bei den derzeit mikroskopischen zinssätzen wäre das aber kein all zu derber verlust.

lg, Anna

Kommentar von Zappzappzapp ,

ebenfalls kleine Korrektur:

Bei Wertpapieren sieht es nicht anders aus. Die Aktien sind 100% sicher (abgesehen natürlich von evtl. Kursverlusten) ;-), da diese zum sogenannten "Sondervermögen" gehören und dieses fließt Im Falle einer Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse ein.

Zitat:

Zwar weisen viele Onlinebroker eine niedrigere Bonität
auf als die großen Filialbanken und damit ein höheres Insolvenzrisiko. Das muss Anleger aber nicht schrecken, da die verwalteten Kundendepots Sondervermögen darstellen und Eigentum der Kunden bleiben, auch wenn der Broker pleitegeht.

Antwort
von FrageSchlumpf, 11

Man kann mit logischem Denken ganz einfach darauf kommen, dass es keine sicheren Einlagen geben kann.

Wie soll man den Einlagen zu 100 % absichern ? Dadurch, dass man 1,2 oder 3 % davon nur unter anderem Namen aber sonst genauso "unischer" anlegt wie den Rest ?

Ohne Name und Adresse desjenigen, der "unausfallbar" ist und unbeschränkt Kredit nimmt, braucht man solche Diskussionen garnicht führen.

Das ist aber alles logischer Fakt, hat also nichts damit zu tun, dass die Banken böse sind.

Bankenbashing bitte an anderer Stelle.

Kommentar von germi031982 ,

Es geht um Sicherung der Einlage (Guthaben auf Sparbuch, Tagesgeld, Giro usw.) im Fall der Insolvenz der Bank...und da gilt das was ich oben geschrieben habe. Wir reden hier nicht von der Absicherung von möglichen Risiken bei irgendwelchen Geldgeschäften.

Kommentar von FrageSchlumpf ,

Was auf dem Papier steht, interessiert doch nicht.

Die Summe der Einlagensicherungsfonds reichen definitiv nicht für alle Einlagen bis 100.000 EUR.

Und auch diese Mittel sind "angelegt" mit Risiko. Es gibt keinen risikofreien Kredit.

Antwort
von soissesPDF, 9

Schützen kann die Einlagen nur der Staat, er würde im Zweifel die Banken rekapitalisieren (siehe Finanzkrise).
Den Banken kann man nicht vertrauen und sollte das auch keinesfalls tun.
Banken sind nicht das Sozialamt und Banker keine Altruisten.

Die Finanzkrise hat gezeigt, wie endlich Sorglosigkeit sein kann und wie fehlerhaft neoliberale Politik ist.
Für die Frage an sich ist relavant, dass und ob der Staat die Ordnung aufrechterhalten kann.

Antwort
von josef050153, 6

Die Schutzversprechen (bis 100 000 € 100%) sind eine reine Farce. Wenn alle Banken pleite sind hat der Staat nicht einmal genug Geld um 1% der Spareinlagen auszubezahlen.

Kommentar von Zappzappzapp ,

Das stimmt nicht.

Du verwechselst das mit dem Einlagensicherungsfond der deutschen Banken, der hat wirklich in dem Fall nicht genug Geld. Dort geht das Schutzversprechen aber auch in die Millionen, abhängig von der Bilanzsumme der betroffenen Bank (jeweils pro Kunde). Das ist wirklich eine Farce und dafür steht der Staat aus gutem Grund auch nicht gerade.

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