gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ


Ist eine Wundrose schlimm oder Tödlich???

gefragt von Niels1154Niels1154 am 13.01.2008 um 14:34 Uhr

Mein Vater ist 48 Jahre alt und hat eine "Wundrose" am Bein. Er kann kaum noch gehn. Er nimmt dagegen schon Tabletten und schmiert sich 3x täglich das Bein ein. Jetz wollte ich wissen,ist sowas tödlich,oder geht es schnell wieder weg???


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Gesundheit (58409)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


anonym
beantwortet von Dynambu am 10. November 2008 15:41
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ja Wundrose ist gefährlich. Man behandelt es mit Antibiotika, als Infusion. Aber ganz schnell zum Arzt damit, am besten ins Krankenhaus!!!!! Mein Sohn hatte mal eine am Bein und der Arzt meinte: "einen Tag später und wir hätten amputieren müssen"


Chief001
beantwortet von Chief001 am 13. Januar 2008 14:38
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ursächlich ist eine akute Infektion der Haut durch β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A (Streptococcus pyogenes). Die Eintrittspforte ist häufig ein Epitheldefekt - eine Wunde, Rhagade oder Fußpilz. Beispielsweise verformt sich bei Fußpilz der Nagel, was meist zu kleinen Verletzungen des Nagelbetts und damit zu einer Eintrittspforte für Bakterien führt. In einigen Fällen kann eine solche Wunde auch vergebens gesucht werden.

Patienten mit Wassereinlagerungen im Gewebe (sog. Ödeme) sind stärker gefährdet, an einem Erysipel zu erkranken, insbesondere bei vorbestehendem Lymphgefäßschaden. Grund hierfür ist, dass die Lymphbahnen einen Abtransport von eingedrungenen Bakterien in die Lymphknoten bewirken, dort werden dann die Bakterien durch Abwehrzellen abgetötet. Beim Lymphgefäßschaden funktioniert dieser Transport nur bedingt.

Symptome [Bearbeiten]Typisch für das Erysipel ist eine hochrote, abgestufte, flammenförmige und scharf begrenzte Hautrötung. Die gerötete Haut liegt zunächst noch im Niveau der Umgebung, schwillt später an und ist überwärmt. Die Symptome können von kleinen roten Punkten ohne Begleiterscheinungen bis zu hochfieberhaftem Infekt mit Schüttelfrost und schwerer Beeinträchtigung reichen. In einigen Fällen bilden sich Blasen, die einbluten können (bullöses Erysipel/hämorrhagisches Erysipel).

Verlauf [Bearbeiten]Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 5 Tagen beginnt das Erysipel meistens plötzlich mit Fieber und Schüttelfrost. Erst Stunden danach zeigen sich die typischen Hautveränderungen.

Diagnose und Differentialdiagnose [Bearbeiten]Das Erkennen dieser Krankheit bereitet meist keine Schwierigkeiten und kann manchmal als „Blickdiagnose“ gestellt werden. Die Diagnose wird somit in der Regel „klinisch“ gestellt - ein Erregernachweis ist meist nicht möglich. Schwierigkeiten bereiten Erysipele auf vorgeschädigter Haut, z. B. bei einem postthrombotischen Syndrom. Verwechslungsgefahr besteht mit einer so genannten Stauungsdermatitis vor allem im Bereich der Beine bzw. einer akuten Dermatitis im Gesichtsbereich. Eine unter Umständen zu Beginn ähnlich aussehende bakterielle Erkrankung der Haut und Unterhaut, die aber einen rasenden Verlauf hat, ist die nekrotisierende Fasziitis.

Behandlung [Bearbeiten]Patienten mit Erysipel werden meist stationär ins Krankenhaus aufgenommen. In der Regel ist eine hochdosierte intravenöse antibiotische Therapie notwendig, da das Erysipel eine ausgesprochene Neigung zu Rezidiven zeigt. An erster Stelle stehen Penicillin oder Cephalosporine wie beispielsweise Cefazolin. Die Therapie bei schwerer Erkrankung (herabgesetztes Allgemeinbefinden, hohes Fieber etc.) erfolgt als intravenöse Dauertropfinfusion. Die Behandlung leichterer Formen kann auch mit Antibiotika-Tabletten erfolgen. Antibiotikaresistenzen gegen Penicillin stellen bei der Behandlung der Erkrankung fast nie ein Problem dar. Zur Akutbehandlung werden weiterhin kühlende Umschläge mit Wasser oder desinfizierenden Substanzen (z. B. Hydroxychinolon-Lösung) eingesetzt. Außerdem muss die Eintrittpforte der Bakterien behandelt werden (z. B. Fußpilz), um ein Rezidiv zu vermeiden.

Folgeschäden sind nur in extremen unbehandelten Fällen bei Patienten mit operierter Herzklappe zu befürchten. Risikopatienten sollten den Hausarzt daher frühzeitig aufsuchen.

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 13. Januar 2008 14:41

Das nenn ich mal ne Antwort DH!

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 13. Januar 2008 15:15

Na, den Wiki-Link hätte er/sie für eine bessere Lesbarkeit aber hinzufügen können ;-)

Niels1154, sprich am besten mit dem Arzt. Und gute Besserung für deinen Dad!

Kommentar von Simple_avatar7smallNiels1154 am 14. Januar 2008 19:20

ahha..jetz weiß ich bescheit. lol.dddddddaaaaaaaaaannnnnnnke ffffürr dddiiieee iiinnnfffooosss


Brynhild
beantwortet von Brynhild am 13. Januar 2008 14:38
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

"Wenn sich die Infektion in die Tiefe ausbreitet, kann es zu einer lebensgefährlichen Phlegmone kommen. Darunter versteht man eine schwere Infektion der tiefen Hautschichten mit diffuser (nicht abgegrenzter) Ausbreitung entlang der Muskeln und Sehnen.

Heilt die Eintrittspforte der Bakterien (die Hautverletzung) nicht aus und ist die Antibiotikatherapie nicht ausreichend, kann das Erysipel wieder auftreten.

Die häufigste Eintrittspforte ist bei Wundrosen eine Fußpilzinfektion zwischen den Zehen (Interdigitalmykose). Wiederholte Entzündungen können ein Lymphödem (Schwellung durch Ansammlung von Lymphflüssigkeit) verursachen."

Quelle: http://www.netdoktor.de/krankheiten/wundrose-prognose.htm


koira1975
beantwortet von koira1975 am 13. Januar 2008 14:38
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die Wundrose (Erysipel) ist eine örtliche begrenzte, akute Entzündung der Lymphspalten und Gefäße der Haut, die häufig vorkommt. Erysipel geht von kleinen Hautverletzungen aus und tritt meist im Gesicht, an den Armen oder Beinen und seltener am Nabel auf.

Verursacht wird sie meist durch das Bakterium Streptococcus pyogenes (sporadisch auch Staphylokokkus aureus). Besonders leicht haben es die Erreger, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Daher tritt die Erkrankung vorwiegend im höheren Alter auf. Patienten mit einer Wundrose werden meist stationär ins Krankenhaus aufgenommen. Der Patient muss Bettruhe einhalten. Die betroffene Körperregion wird hochgelagert und ruhig gestellt. Zudem wird eine hochdosierte Penicillintherapie eingeleitet; bei einer Penicillinallergie wird ein anderes Antibiotikum angewendet. Wenn sich die Infektion in die Tiefe ausbreitet, kann es zu einer lebensgefährlichen Phlegmone kommen. Darunter versteht man eine schwere Infektion der tiefen Hautschichten mit diffuser (nicht abgegrenzter) Ausbreitung entlang der Muskeln und Sehnen. http://www.netdoktor.de/krankheiten/wundrose-prognose.htm

Da es behandelt wird, ist es nicht tödlich, aber - aus Erfahrung im Bekanntenkreis weiss ich,dass es sehr langwirig sein kann und komplett ausheilen muss.

Bekommt Dein Vater denn die richtige Anitbiotikumkur? Der erreger ist oft sehr hartnäckig und ansteckend (!!!), also nicht anfassen.

Kommentar von Simple_avatar7smallNiels1154 am 13. Januar 2008 14:47

Toll. Hät ich vorher wissen solln!!! Seit gestern tut mir auch das bein weh!!!


anonym
beantwortet von Zeno10 am 12. März 2008 11:31
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Hallo Niels, war dein Vater inzwischen denn beim Arzt? Den ganzen Super-Infos hier nach war das ja dringend nötig! Du hast dich doch hoffentlich nicht selbst angesteckt?


zoooyo
beantwortet von zoooyo am 6. November 2008 21:48
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Bei einem Erysipel = Wundrose handelt es sich um eine Entzündung der Lederhaut, die meist durch Streptokokken, manchmal durch Staphylokokken verursacht wird. Die Erreger dringen über kleine Hautverletzungen (Wunden, Rhagaden, Fußpilz usw.) ein und breiten sich über die intrakutanen Lymphspalten aus. Besonders befallen sind Unterschenkel oder Gesicht. Symptome: Beginn meist mit akutem Schüttelfrost, hohes Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, typisch ist die scharf begrenzte, flammenförmige Rötung der Haut , die mit Schmerzen, Überwärmung und Schwellung einhergeht. Es kommt zur Vergrößerung der regionalen Lymphknoten.

Es ist zwar unmöglich eine Ferndiagnose zu stellen, aber ich glaube -nachdem, was Du berichtest - nicht an eine Wundrose. Du müßtest einen Arzt aufsuchen, der Dir wahrscheinlich Antibiotika verschreiben wird. Du könntest auch Lymphödeme haben, Diabetes, Venenentzündung ... Es gibt viele Möglichkeiten, woran Du leidest, dazu müßte man Dich sehen und Untersuchungen machen. Also, besser ist der Arzt - ich denke hier kann Dir realistisch keiner helfen. Gute Besserung!


Manymen24x
beantwortet von Manymen24x am 4. Januar 2009 17:37
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

ja es kann glaub ich weiß ab zum arzt und es abklären lassen ob es tödlich ist


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Verwandte Tipps

    Oliven Öl – Gesundheit und weisse Zähne?

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.