Frage von Tami321, 108

Ist eine vom Amtsarzt empfohlene Therapie verpflichtend?

Ich beziehe derzeit Sozialhilfe aufgrund posttraumatischer Belastungsstörung, Angstanfällen, Depressionen, Magersucht... Nach zahlreichen Klinikaufenthalten bin ich, wie vom Amtsarzt empfohlen, seit über einem halben Jahr in einer ambulanten Therapie, und weise das dem Sozialamt regelmäßig nach. Leider komme ich mit der Therapie nicht mehr zurecht, da ich seit vielen Jahren von Arzt zu Arzt renne und einfach nicht mehr kann. Habe ich Sanktionen zu befürchten (zB. Verletzung der Mitwirkungspflicht) wenn ich die Therapie beende? Ich habe einmal gelesen, dass eine Psychotherapie den Rahmen der Mitwirkungspflicht sprengt und daher freiwillig ist... Ist das korrekt?

Antwort
von user8787, 83

Du solltest in deinem Interesse auf jeden Fall weiter therapeutisch betreut werden. Das nennt sich 

Ich gehe davon aus, dein Ziel ist es wieder ein "normales" Leben füren zu können ( Alltag, Job, Familie ).

Für weitere Begutachtungen ( z.B. Amtsarzt ) ist ein Abbruch der Therapie als kritisch zu betrachten, weil eine Form der Mitwirkungspflicht hast du auch trotz psych. Probleme. 



Kommentar von user8787 ,

füren = führen...sry

Kommentar von Tami321 ,

Danke für die Antwort. Ja das ist auch mein Ziel. Würde trotzdem gerne wissen wie genau es aussieht, allein schon weil ich mich sonst wegen zusätzlichen Existenzängsten nur noch verrückter mache..

Kommentar von user8787 ,

Ich bin selber Betroffene von PTBS / Trauma, glaube mir...konsequente Therapie ist enorm wichtig. In erster Linie geht es doch darum deine Lebensqualität zu verbessern. 

Du weißt wie tückisch die Panik ist, die nutzt jeden schwachen Moment um wieder zuzuschlagen. 

Sehe zu das du wirklich stabil wirst und zurück ins Leben findest. 

Ich wünsche dir alles Gute. 

Antwort
von Carlystern, 56

Dich kann natürlich keiner dazu zwingen. Du bist ein eigenständiger Mensch. Aber deiner Gesundheit zu liebe würde ich dir sagen die ambulante Therapie weiter durchzuführen.

Antwort
von BVBDortmund, 36

Du solltest nur mit Deinen behandelnden Ärzten zusammenarbeiten,der Amtsarzt begutachtet nur. 

Am besten weist Du dem Sozialamt nichts mehr nach, Diagnosen und Therapiege hören zu den Persönlichkeitsrechten und gehen den Sachbearbeitern nichts an.

Ohne jede Aufforderung des Sozialamtes has Du keine Mitwirkungspflichten !

Antwort
von littlebiscuit, 80

Ich denke schon, dass es nicht verpflichtend ist, aber bei deiner beschriebenen Situation wird der Arzt die die Therapie nicht grundlos empfohlen haben und es wäre vielleicht besser für dich selber, wenn du sie machst, denn eine PTBS kann echt böse Folgen haben ( Realitätsverlust usw)

Ich wünsche dir für die Zukunft alles alles gute :)

Kommentar von Tami321 ,

Dankeschön :)

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