Frage von claubro, 42

Ist eine Unfallversicherung wirklich notwendig?

Ich habe seit Jahren eine Unfallversicherung und eine BU, weil meine Mutter das irgendwann mal gerne so wollte. Die BU sehe ich ja durchaus ein. Ich frage mich allerdings, ob eine Unfallversicherung wirklich nötig ist. Vielleicht ein paar Eckdaten: Ich habe keine Auto, fahre dafür sehr viel mit dem Fahrrad. Außerdem gehe ich Klettern und mache Yoga. Die monatlichen Beiträge sind nicht hoch, aber ich frage mich, ob ich die Versicherung brauche. Ich würde lieber in eine Zahnzusatzversicherung investieren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dickie59, 10

Hallo,

die Unfallversicherung dient für Kinder zur Absicherung der privaten Unfälle, da die gesetzliche Unfallversicherung (Schule, Uni, Kita) nur eine sehr geringe monatliche Rente leistet. Ab Berufseinsteiger gilt Sie zur Absicherung der Arbeitskraft: hier gibt es mehrere Möglichkeiten von Versicherungsmöglichkeiten.

Mit der BU hast den richtigen Schritt gemacht, sie leistet bei Unfall UND Krankheit.

In wie weit eine Kombination zwischen BU, Unfall und Krankentaggeld oder anderer Möglichkeiten sinnvoll ist, lässt sich nur ein einem Gespräch ermitteln.

Beispiele, wie der Kollege Uhrig sie anführt, sind so selten...nach Münchner Rück (Rückversicherer der Versicherer) sind bei 50% Invalidität durch Unfall schon 96,51 % aller Unfälle abgerechnet worden.

Eine so hohe Erstattung erfolgt aber auch erst, wenn der Versicherer der Meinung ist, das die Invalidität durch genesen nicht weiter sinkt. Und dabei zählt jede Form der Genesung. Laut Bedingungswerk lässt sich dann der Versicherer bis zu 2 Jahre Zeit. (Schwere Unfälle in unserem Haus belegbar). Bei dem Beispiel halte ich die geleistete Summe bei Querschnittslähmung für sehr gering, das Glück, dann mit Rollstuhl im ö.D. seine Tätigkeit fortzuführen trifft sehr selten zu. Zudem das Einkommen ja dann auch noch weiterhin vorhanden ist. Und die Beschwerden werden zu nehmen und dann womöglich zur BU führen, dann kommt auch die zum Tragen. Weiterhin glaube ich kaum, das der Beispielkunde bei Querschnittslähmung unterhalb von 6 Monaten wieder am Arbeitsplatz war, da diese ja bei mehr als 6 Monate Berufsunfähigkeit rückwirkend leistet.Dann solange, bis der Versicherte dann seine Tätigkeit wieder aufnehmen konnte. Nur mal so am Rande.

Rentner haben ein gesichertes Einkommen und halten nur deshalb eine Unfallversicherung vor, weil sie noch sehr mobil sind und durchaus im Ernstfall das Geld für entsprechende Umbauten einsetzen zu können.

Was sagt dein Zahnarzt? Wann bekommst du Zahnersatz? Wir haben bereits Tarife auf dem Markt die im ersten Jahr 1.000€ leisten und im 4 Jahr unbegrenzt...ohne oder verkürzter Wartezeit. Wenn man den Schnick Schnack an Zahnbehandlungen herauslässt, Professionelle Zahnreinigung, dann sind diese auch noch günstig zu erhalten.Ja, sicher, die Beiträge sind auch höher, aber ab wann haben gesunde Zähne die Lust sich ersetzen zu lassen, wie alt sind dann die Menschen?

Beste Grüße

Dickie59

Kommentar von Dickie59 ,

...vielen Dank für den Stern

Kommentar von DerMakler ,

Glückwunsch zur Auszeichnung ..finde aber das so ein / zwei Statements relativiert werden könnten ?! :

Mit der BU hast den richtigen Schritt gemacht, sie leistet bei Unfall UND Krankheit

Es muss nicht zwingend so sein , oder ? Da es sich für mich so anhört als wäre dies immer so gegeben ..Ein Unfall (P.A.U.K.E) muss nicht zwingend das Berufsende bedeuten und die Berufsunfähigkeit nicht zwingend durch einen Unfall herbeit geführt worden sein.

In wie weit eine Kombination zwischen BU, Unfall und Krankentaggeld oder
anderer Möglichkeiten sinnvoll ist, lässt sich nur ein einem Gespräch
ermitteln

Ich finde beim Kunden die Dreier Kombi anwenden zu können eigentlich das Non Plus Ultra ( wenn es möglich ist..) für kurz /lang / lebenslange Erkrankungen oder körperliche Schädigungen . Die Bereichungsklausel auf die immer wieder angespielt wird, sollte dann Bestandteil der Beratung sein ..

Beispiele, wie der Kollege Uhrig sie anführt, sind so selten...nach
Münchner Rück (Rückversicherer der Versicherer) sind bei 50% Invalidität
durch Unfall schon 96,51 % aller Unfälle abgerechnet worden.

Hmm, das hat sich vor kurzem in der Fachpresse doch etwas anders angehört . Die Münchener Rück, einer (nicht der..) von fünf großen Rückversicherer der Welt und somit auch einigen Versicherungskonzernen , gab eine Studie in Auftrag die  die Leistungsfähigkeit der UV beleuchten sollte..die oben genannten Zahlen sind zum größten Teil auf die Aussagen von Allianz , HUK , VHV ect. zurück zuführen ..AXA, Generali und z.Bsp. auch eine R&V Gruppe verweigerten Zahlen ,Daten ,Fakten ..Sie gehören aber auch nun zu großen UV Familie , somit sind die Zahlen und Ergebnisse als mehr als einen großen Fragezeichen anzusehen..

Eine Fachtagung in Frankfurt , an der 10 große UV teilnahmen , brachte interessantes hervor : Jede 4 Deutsche "verunfallt" , teils in der Arbeit , teils in der Freizeit . Jede Zweite davon nimmt mehr als 50 % Invalitätsleistung in Anspruch ,mit Kapitalzahlungen von annährend ca.105 000 ,- € einmalig oder zusätzlichen UV Renten im Durchschnitt von 325,-€

Laut Bedingungswerk lässt sich dann der Versicherer bis zu 2 Jahre Zeit.

Die aktuellen AUB ,Stand 2012 / 2015 sehen immer noch eine Festellungszeitraum von zwölf Monaten bzw. 1.Jahr fest, mit weiteren 3 Monaten Karrenz ..Erweiterung nur ,wenn die Abweichungen des Grad von mehr als 20 % + - sich in diesem Zeitraum ergeben oder der Mitwirkungsanteil über 30 % liegt..je nach Tarif und den UV BB eines jeden UV Versicherer ..

Weiterhin glaube ich kaum, das der Beispielkunde bei Querschnittslähmung unterhalb von 6 Monaten wieder am Arbeitsplatz war, da diese ja bei mehr als 6 Monate Berufsunfähigkeit rückwirkend leistet.Dann solange,
bis der Versicherte dann seine Tätigkeit wieder aufnehmen konnte. Nur mal so am Rande.

Ich finde ,da sind wir wieder beim zwingend nicht beides sein (s.o. ) ? Warum soll es sich nicht zugetragen haben ?

In diesem Sinne

HG DerMakler

Kommentar von Dickie59 ,

Danke für deine wertvollen Hinweise. Es bleibt dabei, ein persönliches Gespräch und eine. Eine vernünftige Kombination in der Srbeitskraftabsicherung ist sinnvoll. Die Zahlen die der Rückversicherer mehrerer Gesellschaften Münchner Rück veröffentlichte, sind daher schön ein wichtiger Hinweis. Leider gibt es keine Dokumentation wie dich generell das Altersprofil aufteilt. 

Selbst die Unfallversicherung Interrisk lässt sich mit "besten" Bedingungswerk dazu hinreißen, bei einem meinem Kunden nach genau 24 Monaten zu regulieren, mit dem Hinweis, nach weiteren 12 Monaten nochmals zu prüfen. 

Weitere Leistungen, wie KFZ Hilfe werden derzeit eingeklagt. 

Beste Grüße 

Dickie59

Antwort
von constein, 15

Hallo, es gibt nur eine Versicherung die immer einen "Sinn" mit Zuverlässigkeit hat. Die Sterbegeldversicherung! (Spass)

Wenn du viel sportlich aktiv bist, Arbeiten ausführst die bestimmte Risiken haben, Holzarbeiten mit Geräten , Holzhacken usw. , dann ist die Möglichkleit ein Unfallereignis zu haben größer. Moderne Unfallversicherungen bieten aber noch mehr Leistungen, so sind Infektionskrankheiten und körperliche Folgen daraus versichert. Auch werden Kosten für Reha, Hilfsmittel wie Rollstuhl voll übernommen, wenn die Krankenkasse nicht voll zahlt. Eine Unfallversicherung die gut ist bekommst für 100-200€ im Jahr. Körperliche Schäden durch Unfall kommen sehr oft vor und können finanziell gut helfen. Achtung! Unfall und eine Berufsunfähigkeitsabsicheerung nicht vergleichen. Eine BU ist wichtiger.

Lass dich unabhängig beraten, Versicherungsmakler sollten eine gute Adresse sein und dir die Unterschiie der anbieter und der Leistungen gut aufzeigen können. Gruß constein

Antwort
von Meli6991, 17

also ich Persönlich bin Gott froh so eine Versicherung zu haben.

Kommentar von claubro ,

Ein sehr gutes und nachvollziehbares Argument ^^

Kommentar von Meli6991 ,

ich bin die Tolpatschigkeit in Person

Antwort
von Apolon, 10

Ist eine Unfallversicherung wirklich notwendig?

Ich antworte mit einer kleinen Geschichte.

Vor ungefähr 10 Jahren überredete ich einen Vater für seinen Sohn, damals 18 Jahre eine Unfallversicherung abzuschließen.

Ungefähr 3 Jahre danach passierte folgendes:  Sohnemann half seiner Schwester beim Hausbau - mit dem Schwager im Wald wurden dünne Baumstämme gefällt die als Stützen für eine Kaiserdecke dienen sollte.

Solch ein dünnes Baumstämmchen stürzte in die falsche Richtung und fiel auf den Sohnemann.  Fazit:  Querschnittlähmung - er sitzt heute noch im Rollstuhl.  

BU zahlt nicht, da er weiterhin im ÖD tätig ist und keine finanzielle Gehaltseinbuße hat.

Die Unfallversicherung zahlte ca. 80.000 € einmalig die größtenteils für den erforderlichen Umbau des Hauses verwendet wurden und eine bisherige mtl. Rente von ca. 800 €.

Jetzt kannst du dir selbst überlegen, ob es sinnvoll ist deine Unfallversicherung zu behalten.

Gruß N.U.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten