Frage von Kasimaro, 44

Ist eine Übertragung von Erregungen von Synapse auf Axon möglich?

Ich weiß, dass die Übertragung normalerweise auf Dendritten, Muskelzellen etc. stattfindet. Könnte eine Synapse Erregungen auch auf ein Axon übertragen? Meine Vermutung war nein, da sich dort die Myelinscheiden befinden. Vllt kann die Frage ja jmd. beantworten

Expertenantwort
von agrabin, Community-Experte für Biologie, 23

Es gibt an Axonen keine Synapsen. Axone dienen der Weiterleitung von AP's.

Eine Synapse besteht aus Prä- und Postsynapse und dem synaptischen Spalt. Sie sind Stellen nächster Annäherung zwischen zwei Zellen, sie dienen dem Kontakt und ermöglichen eine Verrechnung von Signalen.

Kommentar von Kasimaro ,

Ja es ging primär darum, dass ich in der Klausur eine Aufgabe zur zeitlichen Summation bekommen habe und sagen sollte welche Synapse die inhibitorische und welche die erregende ist. Es gab insgesamt 3 Stück und eine der Synapsen lag an einem Axon an, ich sagte, dass die sowieso keine Auswirkung hat weil sie die AP's nicht auf das Axon übertragen kann. Deswegen sagte ich eine andere Synapse wäre inhibitorisch, alle anderen gingen jedoch davon aus dass die Synapse eine Wirkung auf das Axon hat und sagten diese sei inhibitorisch. 

Um es genauer zu erklären es gab 3 Synapsen 2 davon lagen direkt an einem Neuron bzw. am dendritt dieses an. Man bekam von jedem Axon jeder Synapse die Aktionspotenziale als Graph. Axon1 hatte 5 APs, Axon 2 (welches die Synapse an Axon 1 hatte) hatte 2 APs, Axon 3 lag direkt am Dendritt an und hatte 3 APs. Nun bekam man einen Graph vom Axonhügel welcher 2 APs zeigte, ich sagte nun Axon 3 ist inhibitorisch und Axon 2 hat garkeinen Einfluss. Von der Zeitachse und der Bildung der APs hätte Axon 2 als inhibitorisches jedoch besser gepasst.

Naja keine Ahnung

Kommentar von agrabin ,

Ich kann es mir nicht recht vorstellen. Lag die Synapse vielleicht am Axonhügel?

Füg doch mal ein Bild ein.

Kommentar von Kasimaro ,

Es geht ja darum, dass ich die Klausur geschrieben habe und nun sichergehen will ob ich richtig lag oder nicht. Ich hab deshalb leider auch kein Bild.


Ich mal dir eins wird aber auch dementsprechend aussehen, vllt weißt du dann was ich meine. Ich benutze Paint xd


Ohh gott ist das hässlich geworden ahhaha, aber man kann erkennen was ich meine glaube ich...

https://abload.de/img/bestzeichnungeuwh1x7k.png


Es geht nun darum, dass am Axonhügel sowie in jedem Axon ein Graph gezeigt wurde. Bei Axon 2 gab es zwei Aktionspotenziale bei Axon 1 gab es fünf bei Axon 3 gab es 3. Der Graph am Axonhügel symbolisierte die zeitliche Summation aller, die anderen zeigten die Aktionspotenziale im jeweiligen Axon. Meine Frage ist ob Axon 2 überhaupt Auswirkungen hat, weil so eine Übertragung wie im Bild garnicht möglich sein kann. 

Ich weiß es gibt keine Dendritten, Zellkern etc aber das ist auch nicht notwendig für das Bildverständnis

Kommentar von agrabin ,

Die synaptischen Verbindungen 1 und 3 liegen am Zellkörper.

Nr. 2 befindet sich an einem Dendriten und nicht an einem Axon. Das ist eine ganz normale synaptische Verschaltung.

Du hast die Abbildung also nicht richtig "gelesen".

Kommentar von Kasimaro ,

Hä nein? Synapse 2 befindet sich am Axon 1?

Das ist kein Dendritt sondern das Axon von Synapse 1...

Ich hab garkeine Dendritten des Zellkörpers eingezeichnet

Kommentar von agrabin ,

Aber jedes Axon endet in vielen Verzweigungen und hat viele synaptische Endigungen.

An diesen Verzweigungen können Synapsen von anderen Nervenzellen liegen.

Die Verrechnung von Nervenimpulsen ist ziemlich komplex. Im Gehirn hat jede Nervenzelle Kontakt (Synapsen) zu 1000 oder mehr anderen Nervenzellen.

Antwort
von ThomasJNewton, 34

Ganz sicher ausschließen kann ich es nicht, aber:

  • Mir ist nichts dergleichen bekannt
  • Mir fällt auch kein Weg ein, wie das möglich sein sollte

Wenn ein Aktionspotential in der Präsynapse ankommt, ist das Axon ja noch in der Refraktärphase. Ein Aktionspotential in Gegenrichtung wäre also nur einige Zeit später möglich.

Wenn sich im Axon Aktionspotentiale in Gegenrichtung begegnen, sind beide weg. Es wären also Regeln nötig, um sowas zu verhindern. Solche Regeln gibt es auf eingleisigen Bahnstrecken, und nicht mal die arbeiten fehlerfrei, obwohl da intelligente Menschen Regeln geschaffen haben - und befolgen.

Mir ist keine Struktur in der Präsynapse bekannt, die in der Lage wäre, ein Aktionspotential auszulösen. Der Axonhügel ist ja nicht nur eine Form oder ein Name, da sind komplexe Strukturen am Werk.

Kommentar von Kasimaro ,

Ich schreib dir das selbe einfach nochmal damit du auch benachrichtigt wirst xd


Es geht vorallem um die Übertragung eines Axons über die Synapse auf ein anderes Axon (hierbei jedoch das Axon also die Stelle mit den Schwanschen Zellen und ranvierschen Schnürringen als Kontaktpunkt ( das ist meine Frage))

Ja es ging primär darum, dass ich in der Klausur eine Aufgabe zur zeitlichen Summation bekommen habe und sagen sollte welche Synapse die inhibitorische und welche die erregende ist. Es gab insgesamt 3 Stück und eine der Synapsen lag an einem Axon an, ich sagte, dass die sowieso keine Auswirkung hat weil sie die AP's nicht auf das Axon übertragen kann. Deswegen sagte ich eine andere Synapse wäre inhibitorisch, alle anderen gingen jedoch davon aus dass die Synapse eine Wirkung auf das Axon hat und sagten diese sei inhibitorisch. 

Um es genauer zu erklären es gab 3 Synapsen 2 davon lagen direkt an einem Neuron bzw. am dendritt dieses an. Man bekam von jedem Axon jeder Synapse die Aktionspotenziale als Graph. Axon1 hatte 5 APs, Axon 2 (welches die Synapse an Axon 1 hatte) hatte 2 APs, Axon 3 lag direkt am Dendritt an und hatte 3 APs. Nun bekam man einen Graph vom Axonhügel welcher 2 APs zeigte, ich sagte nun Axon 3 ist inhibitorisch und Axon 2 hat garkeinen Einfluss. Von der Zeitachse und der Bildung der APs hätte Axon 2 als inhibitorisches jedoch besser gepasst.

Naja keine Ahnung



Kommentar von ThomasJNewton ,

Es gibt Synapsen, die nicht auf den Zellkörper oder dessen Dentriten wirken, sondern auf andere Synapsen.
Bin aber nicht sicher, ob man solche Spezialfälle kennen muss.

Dass Synapsen auf Axone wirken, habe ich noch nie gehört/gelesen.
Würde auch wenig Sinn ergeben, da Axone nach dem Alles-Oder-Nichts-Prinzip arbeiten.
Wie soll das funktionieren, wenn mitten im Axon ein Aktionspotential ausgelöst wird, dass dann wohl auch noch in beide Richtungen wandert?

Kommentar von Kasimaro ,

Ja das halt ich auch für wenig sinnvoll... Naja mal gucken wenn ich die Bio Klausur wieder bekomme

Antwort
von voayager, 29

Nicht von, sondern über die Synapsen wird die Erregung "portioniert" an das folgende Axon weitergeleitet. Die Synapsen haben dabei eine Relaisfunktion.

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