Frage von jbg23, 119

Ist eine Taufe so möglich?

Hallo

Mein Mann und ich sind beide kath. getauft, sind aber aus der Kirche ausgetreten, da wir einfach nicht gläubig sind. Erst wollten wir unsere Kinder taufen lassen, aber das kam uns dann falsch vor - wir hätten auch nicht mal einen Paten, da alle ausgetreten sind. Wenn sich das Kind aber dann z. B. vor der Kommunion oder Konfirmation dazu entscheidet, in die Kirche eintreten zu wollen, ist dies dann möglich? Denn momentan könnten wir nicht taufen lassen, da wir nicht in der Kirche sind.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blackforestlady, 56

Probleme gibt es schon im Kindergarten und dann in der Schule, wenn Kinder nicht getauft sind. Klingt zwar dumm, ist aber in der heutigen Zeit immer noch ein großes Manko. Bevor man aus der Kirche austritt, sollte man immer daran denken, wenn man Kinder in die Welt setzt, die leiden darunter.  Habe schon so einige Fälle erlebt. Daher dem Kind zu Liebe wieder in die Kirche eintreten, damit das Kind getauft werden kann. 

Kommentar von jbg23 ,

Ja, das ist auch unsere Sorge.

Trotzdem hätten wir keinen Paten :/

Antwort
von Eselspur, 52

Vom Kirchenrecht her braucht eurer Kind, wenn ihr nicht Mitglied der katholischen Kirche sein, einen Taufpaten. Das ändert sich auch nicht, wenn euer Kind im alter der Erstkommunion ist.

Ab einem gewissen Alter kann sich euer Kind natürlich selber entscheiden, getauft zu werden, dann ist kein Taufpate mehr notwendig. 

Es ist nicht ganz logisch, warum ihr für euer Kind etwas wollt, dass ihr selber für euch ablehnt. (Wieder in die Kirche eintreten ist übrigens kein besonderer Aufwand.)

Überlegt euch das! Für Einzelfälle ist manchmal auch ein andere Lösung möglich. Redet damit mit eurem Pfarrer!

Kommentar von jbg23 ,

Der Grund warum wir das "wollen" ist, weil wir im tiefsten Bayern wohnen. Hier wird man gleich als asozial dargestellt, wenn man nicht getauft/in der Kirche ist.

Das ändert aber nichts daran, dass wir einfach nicht gläubig sind.

Dass das Wiedereintreten kein großer Akt ist, weiß ich. Aber wir hätten trotzdem keinen Paten (alle ausgetreten).

Kommentar von Eselspur ,

Wenn einer von euch eintritt, braucht euer Kind keinen Paten und kann so getauft werden - Sonderlich ehrlich und sinnvoll ist das allerdings nicht. 

Kommentar von jbg23 ,

Nein, ein Elternteil muss wieder eintreten und der Pate muss auch in der Kirche sein. So ist das zumindest bei uns.

Kommentar von Eselspur ,

laut katholischem Kirchenrecht nicht. 

Antwort
von emily2001, 65

Hallo,

wenn ihr nicht gläubig seid, und außerdem aus der Kirche augetreten seid, weswegen die ganzen Überlegungen, die sowieso - wie ihr feststellen könnt - ins NICHTS enden ??? !!!

Die einzige "Lösung" meines Erachtens: die Kinder sollten entscheiden, ob sie getauft werden wollen oder nicht, also können sie sich ab 14 Jahren (Religionsmündigkeit in der BRD) oder später entscheiden....

https://de.wikipedia.org/wiki/Religionsm%C3%BCndigkeit

Emmy


Kommentar von jbg23 ,

Wenn du richtig lesen könntest wollen wir ja nicht taufen - weil wir nicht glauben.

Aber unser Kind darf später selbst entscheiden, was es will.

Kommentar von emily2001 ,

Das oder die Kinder können hier in der BRD ab 14 Jahren getauft werden, egal ob die Eltern Katholisch oder nicht sind. Dies nennt man "Religionsmündigkeit".

Wenn eure Kinder getauft werden wollen, müssen sie sich natürlich darauf vorbereiten (Katechismusunterricht). Sie können sich ihre Paten aussuchen.

Emmy

Antwort
von omikron, 37

Zur Taufe gehört als zweite Seite der Medaille die christliche Erziehung. So wie Jesus sagte: "Geht und tauft alle und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe." 

Mit dem Wasser allein ist es also nicht getan, und das Wasser ist auch nicht das Problem. Wenn ihr nicht gläubig seid, wie wollt ihr christliche Erziehung machen? Dazu muss man ja selber erst mal einen Zugang haben. Sicherlich, man könnte einen Paten aus der Gemeinde nehmen, denn es sagt niemand, dass der Pate aus der Verwandtschaft stammen muss. Doch das wäre nur pro forma, denn auch dann scheitert es faktisch an der christlichen Erziehung.

Ihr müsst euch zunächst überlegen, wie ihr das Kind erziehen möchtet. Es gibt ja viele Möglichkeiten, euer Kind mit dem Glauben in Kontakt zu bringen: kirchlicher Kindergarten, Krabbelgottesdienst, Religionsunterricht, Bibelstunde, usw. Genauso gibt es Möglichkeiten, euer Kind von Religion fern zu halten. Das wird die Grundentscheidung sein - für das Kind und für euch selber. Wollt ihr, dass sich euer Kind irgendwann für die Taufe entscheidet oder nicht? Wollt ihr selber für immer ungläubig bleiben oder seht ihr das Kind auch als Möglichkeit für euch, wieder einen Zugang zum Glauben zu finden? 

In jedem Fall kann das Kind später getauft werden. Mit 14 Jahren kann es sich selber für die Taufe entscheiden: dann nimmt es zuerst am Katechismus-Unterricht teil, wird dann getauft und gefirmt und empfängt die Erstkommunion. Ob es schon in der 3. Klasse getauft werden kann, ist hingegen noch sehr von der familiären Situation abhängig und sollte zu gegebener Zeit rechtzeitig mit dem Pfarrer vor Ort besprochen werden. 

Antwort
von nachdenklich30, 26

Wenn das Kind sich taufen lassen will, und wenn ihr dem zustimmt, dann kann das Kind getauft werden.

Antwort
von FragendeWien, 64

Wenn dein Kind später aus eigenem Entschluss in die Kirche eintreten und sich taufen lassen möchte, dann ist das möglich, ja. In jedem Alter, auch unter 14.

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