Eine gute Freundin von mir möchte unbedingt eine Rückführung machen, da das ihrer Ansicht nach ein paar Fragen klären könnte. Ich kenne sie aber als psychisch nicht sonderlich stabil und mache mir etwas Sorgen, wie sie damit klar kommt...hab schon ein paar Mal gehört, dass manche Menschen mit so etwas nachher echte Probleme bekamen. Hat jemand Erfahrung und kann mir sagen, ob meine Bedenken berechtigt sind?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Deine Bedenken sind absolut berechtigt! Eine Rückführung (in frühere Leben) ist wissenschaftlich völlig haltlos, zudem wird diese sogenannte "Rückführung" unter Hypnose gewiß sehr suggestiv ablaufen. Eine Frage könnte sein: "Wer warst Du in Deinem letzten Leben?" statt: "Glaubst Du (!), schon einmal gelebt zu haben?" Eine seriöse Therapie arbeitet immer mit dem seelischen Material, das der Patient von selbst anbietet! Also: PFOTEN WEG!

Wichtig ist, das derjenige, der die Rückführung macht viel Erfahrung hat und in diesem Fall wäre ein/e Psychologe/gin sehr angebracht.

Ich arbeite als Reinkarnationstherapeutin. Eine einzige Rückführung bringt nichts, kann sogar schädlich sein. Denn sicherlich geht es deiner Freundin einfach darum zu sehen ob sie schon mal gelebt hat. Eine Therapie sollte schon aus ca. 10 Sitzungen bestehen, möglichst nicht unter Hypnose, sondern Sofrose stattfinden. Dabei geht der Therapeut nie direkt in ein Vorleben, sondern geht erst mal in diesem Leben, bis in die Kindheit, später dann in den Mutterleib und danach evtl. noch weiter. Eine Rückführungstherapie ist dazu da Traumen aufzudecken und zu heilen, nicht mal so zum Spass.
Ich würde es lieber lassen. Wenn es ihr wichtig ist, sollte sie sich vorher wenigstens mit einem Psychiater oder Psychotherapeuten beraten.
Fortsetzung: Selbst die weitverbreitete Familienaufstellung nach Hellinger (habe selbst einschlägige Erfahrung damit) wird meines Erachtens zu recht von Fachleuten schon aus dem Grunde kritisiert, da der Klient nicht aus sich Material schöpft (wie im Psychodrama z.B.oder jeder herkömmlichen klassischen Gesprächspsychotherapie), sondern andere Menschen sagen, was sie mittels der angeblich existenten "morphogenetischen Felder" zu dem von Ihnen repräsentierten Familienmitglied fühlen können...
Es klingt ein bißchen so, als würde diese Freundin leider vom Regen in die Traufe kommen, da sie über die angebliche Rückführung nur eine erlebte Missbrauchssituation (im allgemeinen Sinne) wiederholt, anstatt sich einem seriösen Therapie-Konzept zuzuwenden, das ihre Person wirklich respektiert und sie nicht ideologisch für Dinge missbraucht, deren Existenz zumindest einmal völlig unbewiesen ist.
...meines Erachtens (und auch meiner Erfahrung nach) nach sind sowohl Rückführungen als auch Familien-Aufstellungen durchaus kritisch zu zu bewerten, sofern sie von nicht ausreichend qualifizieren, quasi "selbsternannten Therapeuten" angeboten werden. Beides birgt aber noch ganz andere Gefahren; das hier auszuführen würde aber wirklich den Rahmen sprengen. Bei aller angebrachten Vorsicht, mit wem man sich einlässt (und aus welcher Motivation heraus!) ist dies für mich jedoch ein Thema, das eine weiter reichende und sehr viel intensivere Auseinandersetztung erforderlich macht; und zwar nicht nur mit dem Thema selbst, sondern auch und vor allem mit sich selbst. Man kommt dann allerdings in Bereiche, die sich hier nicht mit ein paar Sätzen abhandeln lassen... Und wieder einmal wünsche ich mir mehr Differenziertheit an dieser Stelle als ein lapidares "Pfoten weg" im Fazit. Aber womöglich ist das Forum für Themen wie diese einfach nicht geschaffen. Das wird für mich immer wieder deutlich. VG.
Wenn eine Sache ein gefährlicher und unwissenschaftlicher Humbug wie eine sog. "Rückführung" ist, dann kann man da schlecht differenzieren. Darum ist mein persönlicher Rat eindeutig: PFOTEN WEG!
Wenn eine Sache ein gefährlicher und unwissenschaftlicher Humbug wie eine sog. "Rückführung" ist, dann kann man da schlecht differenzieren. Darum ist mein persönlicher Rat eindeutig der abschließend oben genannte.
...achso, das noch: die wahre Qualifikation eines Therapeuten zeichnet sich für mich -besonders hier- nicht allein dadurch aus, wie viele Zeugnisse und Zertifikate jemand womöglich erworben und an seiner Wand hängen hat; dazu gehört bei dieser Form von Arbeit sehr viel mehr. Das fängt bei A wie Aufmerksamkeit an und hört bei Z wie Zweifel (auch und immer an einem selbst) auf. Was sonst noch alles dazwischen liegt, darüber mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen.
es gibt hilfreichere und seriösere Wege, Traumata aufzuarbeiten, auch ich kann nur sagen: das ist ein Spiel mit dem Feuer, ausprobieren heißt u.U. sich selber Schaden zufügen, gerade, wenn man psychisch eher labil ist und sich gerne durch solche Methoden "verführen" lässt. Fazit: Spiel nicht mit dem Feuer!