Frage von LilSam, 131

Ist eine plötzlich auftretende auffällige Müdigkeit nach einer Hirnblutung normal?

Hallo ! Mein Vater erlitt vor knapp 2 Wochen eine Blutung im Kleinhirn. Er ging mit meiner Mutter zusammen die Treppe hoch und von einer Sekunde auf die andere bekam er solche höllischen Kopfschmerzen dass er dachte er würde jeden Moment platzen und ohnmächtig werden. Er fing auch schnell das Erbrechen an, nonstop. Meine Mutter wusste sofort was los war und alarmierte den Notarzt. In der Notaufnahme erfuhren wir dann dass mein Vater eine sogar relativ große Blutung im Kleinhirn erlitt aber er musste nicht operiert werden. Wir fragten uns natürlich was die Ursache sein könnte, mein Vater war immer top fit, ein Spirtler, ernährte sich auffällig gesund und vor allem hat er einen niedrigen Blutdruck! ! Den hat er schon sein ganzes Leben! Doch jetzt war der Blutdruck hoch, sogar sehr hoch. Damit hätte niemand gerechnet, er klagte Tage zuvor sogar immer dass er so einen Druck im Kopf hat! Aber keine Sau wäre drauf gekommen dass der Blutdruck plötzlich viel zu hoch war.Jedenfalls konnte er schlagartig nicht mehr sprechen , sein Gleichgewicht , wofür das Kleinhirn ja zuständig ist, ist total gestört und er muß einige Sachen wieder neu erlernen! Letztendlich kam raus dass bei ihm nichts zu finden ist! Kein Schlaganfall! Kein Aneurisma! Kein Hämangiom oder anderer Tumor! Nichts! Alle Gefäße i.O. Somit denke ich, bleibt ja fast nur noch der Blutdruck der auf unerklärliche Weise plötzlich anstieg. Mein Vater geht es den Umständen entsprechend, er kann wieder vorsichtig und langsam laufen aber nur mit Gehwagen, kein Erbrechen mehr, er spricht , aber verwaschen und viiiieeel viel langsamer, alles ist langsamer, auch er selbst, irgendwo ein anderer Mensch! Wir wissen dass er nun viel Zeit braucht um schritt für Schritt alles wieder zu erlernen! Zuerst machte er tag für tag Fortschritte, aber meine Mutter ist sehr besorgt weil er, vor allem Vormittags und mittags , obwohl er durchgeschlafen hat so heftig müde und schwach ist, er hat einfach das Bedürfnis die Augen zuzumachen, müsste aber ausgeschlafen sein. Erst gegen Abend wird er immer munterer und es fällt ihm auch auf! Er bekommt keine Medikamente, nur gegen Cholesterin, er sagt aber bei Arzt auch nichts und meine Mutter erwischt einfach keinen Arzt den sie fragen kann was es denn plötzlich mit dieser verdammten Müdigkeit auf sich hat. Die Schwestern wissen auch nicht Bescheid, haben aber nach Anweisung meiner Mutter ein Vermerk in die Krankenakte gemacht. Wir könnten uns schon vorstellen dass diese Müdigkeit schon normal ist , bedingt durch den Heilungsprozess, das Gehirn muss ja alles neu erlernen, koordinieren usw.... ABER HAT DENNOCH IRGENDJEMAND EINE AHNUNG ODER EINEN FACHARZT AN DER HAND UM NACHZUFRAGEN OB DIESE MÜDIGKEIT WIRKLICH NORMAL IST??? Sein Zustand ist zwar net schlechter, aber auch nicht besser !! Weitere Untersuchungen haben nichts ergeben, die Blutung muss quasi langsam zurück resorbiert werden. Ab Montag geht er auf Rhea. Warum ist er tagsüber so müde?
Danke!

Antwort
von Leopatra, 101

Ich kann nur aus Erfahrungen im Verwandtenkreis sprechen und bestätigen, dass ausgeprägte Müdigkeit immer vorhanden war.

Deinem Vater alles Gute!

Antwort
von Winterfell7102, 89

Wenn sein Körper an feste Bewegungsabläufe und einen ausgewoenen Tagesplan gewöhnt war, wie es bei Sportlern oft der Fall ist, kann eine Blutung im Gehirn, vorallem im Kleinhirn natürlich den ganzen Körper "verstellen". Das ist dann quasi ein riesiger Jetlack. Der Körper hat überhaupt keinen Rythmus mehr.

Dass jemandem schwindlig wird, kenne ich aber eher von niedrigem Blutdruck als von hohem. Wenn der hohe Blutdruck allerdings durch an einen niedrigen Druck gewöhnte Adern fließen muss, kann dies die Sauerstoffzufuhr erheblich steigern und Teile des Gehirns sozusagen "überladen". Wenn du pures O² einatmest, wird dir auch schwindlich.

Der hohe Blutdruck lässt sich vermutlich durch den Stress erklären. Salzarmes Essen hilft da weiter.

Manchmal kann auch eine Darmverstimmung zu extremen Depresionen führen, da der Darm nahezu ein zweites Gehirn in unserem Körper zutrifft. Bei einer gezwungenen Ernährungsumstellung kann das schon mal passieren.

Fakt ist: Eine Gehirnblutung kann von einem offenen Aneurisma kommen welches oftmals nicht sofort erkannt wird. Für einen sportlichen Körper ist diese ganze Umstellung und der Stress dann natürlich ein Grund, sich zu Wort zu melden.

Ich würde einfach ein- bis zweimal pro Woche den Hausarzt aufsuchen und wenn es besser wird den Körper wieder an den normalen Rythmus gewöhnen.

Ich bin natürlich auch kein ausgebildeter Arzt an der Universitätsklinik Aachen, allerdings ist das für mich die einzigse Sinnvolle Erklärung. Gutefrage.net sollte aber in keinster Weise medizinisch ausgebildetes Fachpersonal ersetzen!

Antwort
von LilSam, 70

Danke erstmal für die Antworten....

Wollte speziell nur das mit der Müdigkeit und Schlappheit abklären, bzw nachfragen ob da jemand auch solche Erfahrungen gemacht hat oder zufällig ein Mediziner das hier liest. Und diese Frage hab ich hier rein gestellt weil gestern abend meine Mutter einfach so fix und fertig war, und wieder keinen Arzt erwischt hat um zu fragen.

Mein Vater liegt noch im Krankenhaus, kam vor paar Tagen von der Intensiv auf die Normalstation. Offenes Aneurisma hätten sie vielleicht doch erkannt? Er war jedenfalls zweimal in der Röhre. 

Wg dem Blutdruck... Vor ca 4 Monaten war er bei seiner Routine Vorsorge Untersuchung. .. Blutdruck wie immer 115/60 (ich hab auch immer niedrig 90/55) 

Also zum jetzigen Zeitpunkt kann er weder zum Hausarzt noch zu einem anderen Facharzt da er noch im KH liegt. Wir kommen aus Augsburg,  und in Augsburg ist er im ZK was auch demnächst ne Uni Klinik wird, angeblich ist die neurologische  Station auf der er gerade liegt, derzeit die beste in ganz Deutschland,  hilft uns nur gerade sehr wenig wenn, gerade am WE dort kein Arzt aufzufinden ist. Laut Krankenschwester darf sie am WE nur den Arzt holen wenn es ein Notfall ist. Und wann die tgl  Visite ist weiss man ja nicht, sonst könnte man ja zur Visite kommen. 

Naja, ab morgen wird er zur Rhea gefahren, dort ist er bestens aufgehoben, die sind nur auf solche Sachen spezialisiert und Ärzte gibt's da auch.

Nochmal lieben Dank für die Kommentare! 

Antwort
von mel2470, 67

Wieso nicht einfach einen Facharzt fragen ?? Rätselhaft

Kommentar von LilSam ,

Er liegt gerade im KH und dort ist ja eben kein Arzt aufzutreiben wenn wir oder meine Mutter da ist. Am WE darf Krankenschwester nur den Arzt holen wenn es ein Notfall ist.

Wo soll ich jetzt einen Facharzt aufsuchen um nachzufragen? Wenn ich in neurologischen Arztpraxen anrufe werden die mir nen Vogel zeigen. Außerdem ohne Termin geht nichts, nicht mal als Patient kriegt man einfach mal schnell nen arzt ans Telefon und es geht ja hier um meinen Vater, nicht um mich. Und deshalb hab ich die frage hier rein gestellt, evtl hätte freundlicherweise hier ein Neurologe geantwortet der das zufällig liest. 

Kommentar von mel2470 ,

Termin beim Facharzt machen ,is vielleicht umständlich ,aber auf jeden fall sinnvoller

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