Frage von jeremy66, 12

Ist eine Person, die so denkt automatisch politisch rechts einzuordnen?

Wenn sie sagt, es sollten Burkas verboten werden, weil eine Verschleierung einer 100%igen Integration im Wege steht und man sich nicht in die Gemeinschaft einfinden könne. Außerdem schreckt es deutsche ab und wirkt einem gemeinsamen miteinander entgegen. Diese Person sagt außerdem, dass sich Einwanderer an deutsche Kultur anzupassen haben.

Antwort
von mexp123, 6

Naja stimmt doch oder. Ich krieg da immer voll den Schock wenn ich um die Ecke geh und da eine vollverschleierte Frau steht, vil auch nur weil wir das einfach nicht gewohnt sind. In der Türkei sollte man an manchen Orten auch nicht ohne Kopftuch rumlaufen und das akzeptiere ich auch (das nennt sich Anpassung = Integration). Und ich bin ziemlich sicher nicht "rechts" einordbar.

Und in einem gewissen Maß müssen sich Einwanderer an ihr neues Land anpassen (sicher müssen sie nicht auf einmal auf alle Volksfeste gehen und die deutsche Kultur voll ausleben), ich denke dein gegenüber meint damit eher sowas wie Gesetze, Sprache und weltanschauung (im Sinne von Frauenbild usw.)

Kommentar von OlliBjoern ,

"Ich krieg da immer voll den Schock" - ich kenne auch Leute, die geschockt sind, wenn sie 2 Männer händchenhaltend sehen. Ich bin da nicht geschockt, ich lese aber darüber, dass es Menschen gibt, die darüber geschockt sind. Ich nehme diese Haltung ab und an wahr.

Sollte ich das nun als Argument nehmen oder nicht?

Ich bin auch darüber geschockt, wie manche Leute Auto fahren oder wie manche Leute parken. Argument?

Und dann kommt (in einem Anflug plötzlicher Selbsterkenntnis) der Satz: "weil wir das einfach nicht gewohnt sind"

Ja, viele Menschen sind auch nicht gewohnt, Männer händchenhaltend zu sehen (ich bin es nun auch nicht stark gewohnt, es "schockt" mich aber nicht mehr). Ist es jetzt noch ein Argument?

Oder es ist nur eine andere Formulierung für "es gefällt mir einfach nicht, und deshalb..."? Ich frag ja nur.

Ich habe ja nichts dagegen, wenn Leute sich anpassen. Aber es ist ja auch nicht so, dass ich es durchgesetzt bekäme, dass Männer nicht mehr mit roten Schuhen rumlaufen dürften. Die laufen mit roten Schuhen rum, auch dann, wenn es mir nicht passt (weil es danach eben nicht geht, ob es mir gefällt oder nicht).

Es müssten also Sachargumente kommen jenseits von "weil wir es nicht gewohnt sind". Ein bisschen mehr sollte es schon sein, finde ich. Wenn es danach ginge, wären wir über die Currywurstbude nicht hinausgekommen (dabei ist der Curry nicht mal deutsch, ach du Schande).

Kommentar von mexp123 ,

Naja dass ich da oft nen Schreck krieg am Anfang ist einfach, weil man mit so einer schwarzen vermummten Person auf den ersten Blick erstmal was anderes verbindet (eher einen Attentäter oder einen Bankräuber), als eine ganz normale Frau. Also ist es doch irgendwie gewöhnungssache. Ich bin dem ganzen gegenüber nicht voll verschlossen, sondern eher unschlüssig. Es sollte sich jeder anziehen dürfen wie er will, solang er es freiwillig tut und nicht gezwungen wird oder so. Aber die meisten machen das ja auch ihrer eigenen Überzeugung

Das unten sehe ich aber als Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft. Jeder sollte wenigstens Grundkenntnisse der Sprache haben, damit man nicht nur an seinen Familienkreis gebunden ist, sondern auch da ankommt wo man lebt, dass man da selber einkaufen, arbeiten, kommunizieren kann.
Die Grundrechte sollten akzeptiert werden, was eben nicht immer ganz vereinbar ist mit den Konventionen aus der alten Kultur, aber da sollte man eben keine Rücksicht drauf nehmen, ob derjenige, der sich zB gegen schwule äußert, aus Deutschland oder Syrien kommt.

Antwort
von OlliBjoern, 9

Ich habe durchaus ein gewisses Verständnis für die Leute, die dieses Verbot fordern. Ich denke aber auch, dass hier ein eher marginales Problem aufgebauscht wird. In Deutschland laufen nicht massenweise Frauen in Burkas rum (übrigens auch in Krefeld nicht in riesiger Anzahl). Mag sein, dass das hier oder dort mal vorkommt, jedoch ist die weitaus größere Anzahl von muslimischen Frauen hierzulande der türkischstämmigen Minderheit zuzuordnen, und da ist es ja eher das Kopftuch, nicht die Burka, welche die Kleidung mitbestimmt.

Ich lebe schon seit 46 Jahren in Deutschland, und bin auch öfters in Städten (und ja, auch in Krefeld). Wieso sehe ich so gut wie nie eine Burka? Irgendwas kann da nicht stimmen. Kopftücher klar, das ist häufig...

Antwort
von MrHilfestellung, 8

Ich persönlich finde es schon rechts, nicht "schlimm" rechts eher demokratisch rechts bzw. konservativ wie die CSU oder die Welt. 

Aber im Prinzip sagt ja ein Standpunkt bzw. ein paar Standpunkte noch nicht viel über die politische Ausrichtung einer Person aus.

Kommentar von dandy100 ,

Ach, nein, was denn sonst?

Kommentar von MrHilfestellung ,

Politische Ausrichtungen sind vielschichtig.

Wenn ich jetzt sage "Israel hat nicht das Recht zu existieren" kann ich entweder rechter, antisemitischer Nazi sein oder antizionistischer Linker mit ebenfalls antisemitischen Tendenzen.

Deswegen sollte man schon mehr über die Ansichten der Person wissen, um sich da ein einigermaßen vollständiges Bild machen zu können.

Kommentar von dandy100 ,

naja, aber bezüglich Deines Beispiel ist es ja egal ob von links oder rechts - es bleibt eine antisemitische Ausrichtung.

Darüberhaus: Es gibt Standpunkte, die derart eindeutig in eine bestimmte Richtung führen, dass man keine weiterenmehr braucht, um diese zu erkennen

Kommentar von Meereskoenig ,

Naja...in Amerika gibt es genug Patrioten und niemand beschwert sich dagegen ,aber sobald jemand in Deutschland eine Deutschlandfahne raus hängt wenn nicht gerade ein Fußballspiel ist, wird jemand gleich als Nazi abgestempelt , solange jemand nicht gegen das Gesetz verstößt und einfach nur seine Meinung vertritt sehe ich darin auch gar kein Problem. Die Demokratie lebt doch auch von der Meinungsfreiheit und wenn eine Meinung sofort nieder gemacht wird weil sie "rechts" ist ,finde ich das nicht sehr demokratisch und durch diese Meinung wird vielleicht ja auch ein Problem angesprochen über das auch mal geredet werden muss, ohne gleich Angst davor zu haben in der Gesellschaft als angeblicher "Nazi" da zu stehen. 

Kommentar von MrHilfestellung ,

Ich hab niemanden runtergemacht und auch niemanden als Nazi bezeichnet, der ne Deutschlandflagge raushängt. 

Patriotismus find ich trotzdem sch*iße egal, ob in den USA oder Deutschland, aber die Meinungsfreiheit gilt ja auch für mich.

Kommentar von Meereskoenig ,

sag ich auch nicht, ich meine es nur allgemein, dass jeder das Recht hat seine Meinung zu sagen, solange er sich an das Gesetz hält und diese Meinungen sollte man respektieren, so funktioniert ja auch die Demokratie wenn ich mich nicht irre :) 

Antwort
von Klaraaha, 5

Ob diese Person automatisch rechts einzuordnen ist bezweifle ich. Recht hat sie aber, denn damit ist eine 100% Integration nicht möglich. Für den Arbeitsmarkt z.B. nicht brauchbar. Bei einer Burka sind auch die Augen verdeckt mit so einem Fliegennetz. Verwechselst du da was? Arbeitgeber dürften sie gar nicht einstellen mit einer Burka, weil sie sonst gegen die Unfallverhütungsvorschriften verstoßen. So eine Burka-Dame kann zu einem teuren Risiko für den Betrieb werden.

Antwort
von BTyker99, 5

Ja, das ist typische "Nazi-Denke" und völlig intolerant. Es stimmt zwar, dass eine Integration mit Burka nicht funktionieren kann, aber das würde sie auch ohne Burka nicht, denn verheiratete Frauen aus diesen Kulturkreisen, dürfen sowieso nicht mit anderen Menschen kommunizieren, und werden daher in der Regel nicht einmal die Sprache der Wirte lernen.

Ich habe als langjährige Nachbarin eine "normale" Kopftuch-Frau, die mir nicht einmal die Hand schütteln würde, oder mir beim Gespräch in die Augen sieht.

Trotzdem denke ich, dass Burkas nicht verboten werden sollten, deren Träger sollten stattdessen einfach abgeschoben werden. In islamischen Ländern habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn Burkas weiterhin getragen werden.

Antwort
von THWTyp, 5

Nein Jeremy66 diese Einstellung ist absolut in Ordnung sie geht in die Nähe rechts CDU/CSU ich persönlich bin auch gegen Burka aber pro Hijab (Kopftuch) und nein ich bin kein Moslem. Nur ist die Frage inwiefern soll sich der Einwanderer anpassen soll er seine Religion wechseln soll er seine Bräuche und deutsche Bräuche annehmen,dann würde er schon eher nach rechts neben die CSU rutschen.

MfG ThwTyp 

Antwort
von Essensausgabe, 6

Das ist eine Meinung.

Ob rechts, links, liberal, ,mittig' - all darauf sollte man sich nicht verlassen oder wert legen. Die Frage muss immer sein: Inwieweit ist eine Aussage empirisch / wissenschafltich zu belegen. 

Es gibt inzwischen zu ALLEM Studien und Erfahrungswerte - und wenn eine Aussage richtig ist, ist sie richtig - und wenn falsch ist sie falsch. 

Die weitergehende Einteilung ist links/rechts/etcpp ergibt gar keinen Sinn.

OB die Aussagen so zutreffen das musst du selbst herausfinden. Google ist dein Freund - ansonsten stell die Frage eben ein.

Kommentar von dandy100 ,

Eine Aussage muss nicht empirisch belegbar sein, was ist denn das für ein Unfug!

Aussagen zur allgemeinen Stimmungslage einer Gesellschaft, zu Ängsten und zum Sicherheitsgefühl muss man nicht wissenschaftlich beweisen können - sie sind durch den gesunden Menschenverstand wahrnehmbar und dürfen selbstverständlich geäussert werden, ohne vorher eine Studie durchzuführen.

Ob es zutrifft, dass das Tragen von Burkas mit dem westlichen Verständnis der Gleichberechtigung beider Geschlechter, nicht vereinbar ist, kann man sich ohne jeden wissenschaftliche Beweis Kraft seines Verstandes beantworten - dazu hat man ihn nämlich

Studien kann jeder zu allem durchführen und je nach Fragestellung beweisen sie jede Theorie und gleichzeitig auch das genaue Gegenteil,.

Empirie bedeutet nämlich von vorneherein von einer bestimmten Theorie auszugehen und diese dann zu beweisen - das kann man immer, wenn man will und das hat noch nie der Wahrheitsfindung gedient!


Kommentar von OlliBjoern ,

Mein westliches Verständnis sagt mir erst mal, dass es mich nichts angeht, was andere Leute an Kleidung anhaben oder nicht anhaben. Bringt mir das nun irgendwas, wenn die Frau keine Burka anhat?

Wenn sie Persisch spricht, und kein Deutsch, bringt mir die Abwesenheit der Burka nicht wirklich was. Zudem kenne ich sie ja ohnehin nicht.

Wird die Frau "gleichberechtigter", wenn wir ihr die Burka verbieten? Wohl kaum. Da doktert man am Symptom rum. Das ist in etwa so, als würde man das Husten verbieten (anstatt dass die Leute zum Arzt gehen).

Natürlich braucht es da mehr Gleichberechtigung, aber ein Verbot kann da nicht wirklich helfen. Gut gemeint mag es ja sein. Wenn die Frau selber sagt: "hallo, ich bin gleichberechtigt, ich trage keine Burka." Dann ist doch alles in Ordnung.

Die Burka ist ein Symptom, aber keine Ursache für irgendwas (und an letzterer kann man legislativ nicht viel machen). Ohne Einsicht der Betroffenen ist das nur Kosmetik.

Kommentar von Essensausgabe ,

Hallo dandy100,

Sie liegen mit allem was Sie sagen absolut und 100%ig falsch. 

Wenn sie für diese Aussage jetzt einen ,handfesten' Beweis fordern und ich auf meinen ,gesunden Menschenverstand' verweise liefern Sie mir den Beweis selbst. Also seien sie vorsichtig was Sie von sich geben.

_

Zur Wahrheitsfindung gehört eben weit mehr als das Betrachten eines kleinen beschränkten Horizonts - wenn sie Antworten auf gesellschaftliche Fragen finden möchten können sie die niemals aus ihrer kleinen Welt erlangen sondern nur und ausschließlich über große Studien. 

An die anderen User: Bitte verzeiht mir dass ich den Herrn nicht absolut widerlege - es ist mir zu müßig darauf überhaupt einzugehen. Nahezu jeder Satz ist haarsträubend verkehrt.

ZITAT: ,, Aussagen zur allgemeinen Stimmungslage einer Gesellschaft, zu Ängsten und zum Sicherheitsgefühl muss man nicht wissenschaftlich beweisen können - sie sind durch den gesunden Menschenverstand wahrnehmbar und dürfen selbstverständlich geäussert werden, ohne vorher eine Studie durchzuführen. "

DOCH NATÜRLICH. Oder kann ich einfach behaupten die Menschen in Deutschland haben Angst vor Erdnüssen!??!!! So ein Unverstand!!! Man muss eine Umfrage abhalten und es beweisen (!!!!!). 

ZITAT:,, Ob es zutrifft, dass das Tragen von Burkas mit dem westlichen Verständnis der Gleichberechtigung beider Geschlechter, nicht vereinbar ist, kann man sich ohne jeden wissenschaftliche Beweis Kraft seines Verstandes beantworten - dazu hat man ihn nämlich "

Man könnte es natürlich auch erforschen, belegen und beweisen. Und dann kann jeder noch so viel auf sein bisschen, angedeuteten Verstand verweisen wie er will - die BELEGTE WAHRHEIT ist zu akzeptieren.

ZITAT: ,,Empirie bedeutet nämlich von vorneherein von einer bestimmten Theorie auszugehen und diese dann zu beweisen - das kann man immer, wenn man will und das hat noch nie der Wahrheitsfindung gedient!"

ERNEUT nichts als Blödsinn. Beweisen sie es. Ach nein - das brauchen Sie ja nicht. Beweise sind ja gar nichts wert. Aussagen von X-Belibigen Menschen die auf ihren ,Verstand' verweisen soll ich eher hinnehmen als Beweise - die sie aber natürlich ohne weiteres aus dem nichts in glaubhafter qualität ,erfinden' können.

Ich gratuliere Ihnen. Auf einen Hohlkopf wirkt ihr Gewäsch sicher beeindruckend. Wer ihre Inhalte jedoch versteht kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Ich hoffe das ist Ihnen zumindest selbst bewusst.

Antwort
von Nunuhueper, 4

Diese Person lehnt die Burka-Frau ab und nennt dafür Gründe. Warum sollte sie deshalb eine Rechte sein?

Wenn ich militante Tierschützer ablehne, bin ich deshalb auch nicht politisch rechts stehend.

Antwort
von atzef, 3

Ja.

Das ist "automatisch" rechts, totalitär und in der Bundesrepublik verfassungsfeindlich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet.

Unser Grundgesetz schützt das Individuum vor staatlichen oder sonstigen Zumutungen eines Wohlverhaltens oder irgendeiner totalitären "100%igen" Integration oder einer Anpassung an eine vermutlich auch noch monolithisch imaginierten "deutschen Kultur".

Antwort
von ctest, 2

De Person ist völlig neben der Spur. Einwanderer müssen sich nicht der lokalen Kultur anpassen, sie müssen sich neutral verhalten. Sie müssen nicht "Schuhplattler tanzen tun" und "Jodeln". Sie müssen auch nicht "Christen" werden ... sondern sie dürfen ihre eigene Religion nicht den hiesigen aufdrängen.

Antwort
von dandy100, 2
Antwort
von gnhtd, 2

Nicht wirklich (da zuwenig information...), obwohl "dass sich Einwanderer an deutsche Kultur anzupassen haben" eine nationalistische Grundidee voraussetzt.

Antwort
von robi187, 2

was würden die burkas freunde dazu sagen wenn gleich viele mit anderer religonen trationen z.b. mit hut und zöpfe herumlaufen?

also gleiches recht für alle auch für mönche? darf ein möncht in kutte richter sein?

Antwort
von BerlinEastside, 2

Nein. Das ist eine Meinung, die auch durchaus in der politischen Mitte, und sogar links davon vertreten wird.

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