Frage von searcher2, 69

Ist eine Partnerin in meinen Fall unerreichbar?

Sehne mich so sehr nach einer Partnerin, doch leider erfüllen sich meine Sehnsüchte nicht und das schon mein ganzes Leben lang. Darunter leide ich so sehr, dass ich mitunter schon gar nicht mehr leben will. Manchmal weine und schreie ich zugleich, weil ich den seelischen Schmerz einfach nicht mehr aushalte. Gibt auch immer wieder mal Phasen in denen ich autoaggressiv werde und mir die Unterarme aufritze, um die emotionale Spannung abzubauen. Gehe auch nicht mehr raus, weil ich keine Pärchen mehr sehen kann, weil mich das dann immer daran erinnert, wie alleine und wertlos ich doch bin, und das tut nunmal schrecklich weh, so sehr das ich sterben möchte. Zudem bin ich ziemlich gehemmt Frauen anzusprechen, dass liegt zum einen an meiner Borderline-Störung, aber auch daran das ich keiner Arbeit nachgehen kann (weil chronisch krank geschrieben), sowie das ich noch bei meiner Mutter wohne. Sicher würde ich mir eine eigene Wohnung nehmen, wenn ich eine tolle Freundin kennen lernen würde, aber da ich zur Zeit keine sozialen Kontakte habe, sehe ich von einer eigenen Wohnung ab, da ich Angst vor dem Alleinsein habe, es einfach nicht aushalten würde. Dann weiß ich nicht wo ich Frauen ansprechen soll, kann ja schlecht auf der Straße eine abfangen. So gehe ich immer nur traurig durch die Straßen und schaue den anderen beim Leben zu, traue mich einfach nicht aus mir heraus, eine Frau anzusprechen, fühle mich wie in einem Seelengefängnis gefangen, auf der einen Seite sind mir alle so nah und doch wieder so fern, dass ist total quälend. Da sich meine Sehnsucht nicht erfüllt, laufe ich 3 bis 4 in der Woche in die Notfallambulanz der Psychiatrie, aus lauter Verzweiflung heraus, weil mich die Krisengespräche etwas entlasten, danach laufe ich dann nachts wieder nach Hause. Das ist doch kein Leben mehr, sondern eine einizige Quälerei. Selbst meine Ärztin meinte das mich eine erfüllte Partnerschaft stabilisieren würde, aber da sich diese durch meine Krankheit nicht ergibt, leide ich so sehr. Daher möchte ich ja manchmal auch so gerne sterben, weil sich meine Sehnsüchte nicht erfüllen. Da hilft auch nicht die radikale Akzeptanz, denn ich möchte mich einfach nicht mit dem Zustand des Alleinseins abfinden. Die Psychiater wollen mir aufgrund meiner starken Gefühlsausbrüche schon Depot-Spritzen verabreichen, damit ich nicht mehr so unter meinen unerträglichen Gefühlen leide, doch das möchte ich nicht, da diese starke Nebenwirkungen aufweisen, die meine Lebensqualität drastisch sinken lassen würde. Gestern habe ich mich z.B gegen den Rat der Ärzte aus der Klinik entlassen lassen, trotz Suizidgefahr, weil ich es dort einfach nicht mehr aushalte. Dröhne mich Zuhause jetzt auch nur noch mit Sero zu, um den Schmerz zu betäuben. Das ist doch alles nicht mehr Borderline, vielleicht habe ich ja wirkliche schizotypische Züge? Denn anders kann ich mir meine extremen Kontaktschwierigkeiten nicht mehr erklären. Sagt mir doch bitte wie ich eine Partnerin kennenlerne?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Seanna, 19

Hast du deinen Text mal selbst gelesen? Kannst du noch was anderes als jammern? Ich hab echt noch NIE so viel Selbstmitleid auf einem Haufen gesehen - und hier liest man ja Einiges...

Mach ne Therapie und arbeite an dir statt zu lamentieren wie unfassbar schlecht und ungerecht und gemein die Welt zu dir ist.

SO kommst du nicht weiter und DAS behindert dich - auch in Punkto Partnerschaft -, nicht die Borderline Störung.

Kommentar von searcher2 ,

So jetzt sag ich dir mal was, ich bin deine unsensiblen und provokanten Kommentare sowas von satt, weißt du das. Du bist so eine die nochmal nach tritt wenn ich schon am Boden liege und das macht mich sehr traurig. Schließlich ist mein Schreiben wie so eine Art Einladung für dich, so in der Art, dem kleinen Lichtlein werde ich es schon geben. Deine provokative Intervention (wie in einem anderen Thread) bringt mich auch nicht weiter, sondern macht alles noch viel schlimmer, weil in meinem Fall kontraproduktiv. Zudem solltest du wissen, dass du hier nicht nur irgendwelche digitalisierten Buchstaben liest, sondern das hinter jedem Screen auch ein Mensch mit Gefühlen und Gedanken steckt, also Contenance. Schade, aber wegen so Leuten wie dir mache ich irgendwann ganz dicht, um mich vor erneuten Verletzungen zu schützen.

Sicher ist mein Schreiben melodramatisch, aber ich bin total verzweifelt, weil sich meine Sehnsucht nach einer Partnerin, aufgrund meiner Krankheit nicht erfüllt und das tut nunmal unendlich weh, vorallem weil das schon mein ganzes Leben lang so geht, aufgrund meiner extremen Isolation. Sicher mag den ein oder anderen mein Gejammer nerven, dass will ich gar nicht bestreiten, aber wenn ich sowas schreibe, dann steckt dahinter eine große Verzweiflung, dann bin ich nur noch Gefühl, Ratio ade. Im Nachhinein bereue ich es natürlich, was ich da schon wieder geschriebenen habe, mache mir dann große Vorwürfe, dass ich mich von meinen Gefühlen wieder so überrennen lassen habe. Dennoch darf ich auch mal jammern, dass ist in meiner Lage auch absolut legitim, wär dafür kein Verständnis mehr für hat, der besitzt keinerlei Empathie.

Du hast doch keine Ahnung wie das ist, sich mit so einer verdammten Krankheit rumzuschlagen, jedesmal aufs Neue, dann noch die Sehnsucht nacht einer Partnerin, die ganze Isolation, die Gesellschaft die mich teilweise aufgrund meiner Erkrankung diskreditiert, mir keine Chance gibt, dass alles macht mich auf Dauer seelisch einfach fertig. Die ganze Krankheit ist nicht nur auf eine genetische Disposition zurückzuführen, sondern auch auf meine traumatische Kindheit, in der mir schlimmste Dinge widerfahren sind, dass prägte meine Seele ungemein, fürs ganze Leben. Ständig stehe ich unter Adrenalin, weil ich Angst habe nie eine Partnerin zu finden, deshalb bin ich auch andauernd zur Klinik gelaufen, egal ob es Nacht war und geregnet hat, damit ich mich aus purer Verzweiflung nicht suizidiere. Du erkennst doch gar nicht den ernst der Lage, ich habe einen unerträglichen Leidensdruck, bei mir ist es kurz vor 12, stehe nämlich kurz vor dem Suizid, weil ich mittlerweile keinen anderen Ausweg mehr sehe, um meinen Leid endlich zu entkommen. Nicht vor dem Leben möchte ich flüchten, denn das ist wunderschön, aber diese unerfüllte Sehnsucht, sowie einige Menschen die mir immer wieder aufs gemeinste zusetzen, sowie die verdammte Borderline-Störung, dass alles macht mein Leben zu einem Nightmare, aus dem es kein Erwachen gibt. Glaube mir, ich kämpfe wie ein Löwe, aber irgendwann sind auch meine Ressourcen mal aufgebracht, dabei bin ich ein lebensbejahnder Mensch, hänge am Leben, aber diese Achterbahn der Gefühle macht mich einfach kaputt. Zur Zeit gewinne ich auch immer mehr den Eindruck, dass sich andere Leute an meinen Leid laben, dass ich so leide und einsam bin, was ja manchmal leider auch der Realität entspricht, dass alles läßt mich immer mehr verzweifeln. Um ehlich zu sein, weiß ich nicht mehr was ich hier noch soll.

Sorry, aber versetze dich auch mal in meine Lage, ein bisschen Mitgefühl wäre echt schön, kein Mitleid. Danke!

Kommentar von Seanna ,

Danke für deinen langen, ausführlichen, ehrlichen und zum Großteil konstruktiven Kommentar.

Ich denke schon, dass dich meine provokative Antwort weiter gebracht hat, da du zumindest nicht mehr nur "jammerst", sondern konkreter auf die einzelnen Hindernisse und vor allem auch deine Anteile daran eingehst sowie die Situation drum herum und was du bereits tust. Das ist überhaupt erst die Basis, damit man Helfen kann und auch "etwas ankommt".

Sicher darfst du "auch mal jammern", aber das ist hier das falsche Forum dafür. In einem Portal wie diesem geht es um Fragen und Antworten, dh je konkreter und konstruktiver und überlegter mit vielen Informationen die Frage, desto konstruktiver können die Antworten ausfallen. 

Bei deiner "Frage" ist Provokation (beabsichtigt, nicht aus Unverständnis oder Frust oä heraus) für mich die sinnvollste Reaktion gewesen, um dich "aus der Reserve zu locken" und "aufzurütteln". Führte ja auch zum gewünschten Ergebnis.

Zum "du hast doch gar keine Ahnung wie das ist": doch, das habe ich sehr wohl. Ich kenne diese Erkrankungen aus Erfahrung sehr gut und ebenfalls die Auswirkungen und Stigmatisierung durch die Gesellschaft. Auch die Begleitsymptome sind mir persönlich und fachlich sehr wohl bekannt. 

Aber GRADE deshalb weiß ich, dass einen eine Haltung wie deine so gar nicht weiter bringt, und für eine Veränderung der Situation zunächst mal die Voraussetzungen geschaffen werden müssen: nämlich eine andere Perspektive und eine andere Einstellung.

Schwarz-weiss-Denken, Katastrophisieren, Schuldzuweisungen (an die Gesellschaft, die Umstände, die böse Welt, die Täter der Traumatisierung..) und ähnliche Verhaltensweisen (bzw. Schutz- und Abwehrmechanismen) bringen dich nicht nur nicht weiter, sie behindern dich auch in jeglicher konstruktiven Arbeit an der Verringerung deines Leidensdrucks.

Und damit möchte ich auch sagen: ich habe Mitgefühl und Verständnis für deine Verzweiflung, ich verstehe auch, warum du dich so verhältst und dich so fühlst - aber mein Anliegen ist nicht, dich in deinem Leid zu bedauern, sondern die Verzweiflung mit konstruktiver und effektiver Hilfe zur Bearbeitung zu mindern. Diesen Wunsch habe ich zumindest implizit herausgelesen. 

Zugegeben ist das nicht immer angenehm und möglicherweise hätte es eine weniger provokative Formulierung auch getan, aber mein Ziel - in einen konstruktiven Dialog mit dir zu kommen - habe ich erreicht. 

Und das ist mir wichtiger und mehr wert, als für besonders großes Mitgefühl und Verständnis - aber ohne Hilfestellung - mit Dank überschüttet zu werden. Und ehrlich gesagt, wäre mir das auch nicht die Mühe wert, während es das ein konstruktiver Dialog durchaus ist.

Wie schon gesagt, würde ich das Weitere gerne in privatem Rahmen weiter führen, nicht öffentlich.

Kommentar von searcher2 ,

Danke für deinen ausführlichen Kommentar!

Danke auch für dein Angebot, dass ich gerne annehme. Ich bin mir ziemlich sicher das ich von dem Ausstausch profitieren werde, vielleicht bekomme ich mit der Zeit sogar eine ganz andere Sichtweise von den Dingen, entwickel mich weiter, natürlich zum positiven.

Das hätte ich nicht gedacht, dass unser Austausch mal eine solche Kehrtwendung annimmt, aber gerade diese unvorhersehbaren Dinge, machen das Leben erst so spannend.

Sehe ich ganz genauso wie du, lasse uns alles weitere lieber intern weiterführen, nicht in einem öffentlichen Medium.

So ich gehe dann jetzt schon mal schlafen, bin nämlich ziemlich müde, werde dir dann morgen eine Nachricht schreiben. Schlaf gut!

Antwort
von Appfrifri, 17

Hallo!  

Ich kann dir nur einen Tipp geben : Mach dir selbst keinen Stress!  In dem Moment, in dem man unbedingt nach einer Partnerin strebt,  hat man schon verloren.  Lass alles auf dich zukommen!  Sei einfach du selbst,  das wirkt am attraktivsten! 

Beste Grüße 

Kommentar von searcher2 ,

Danke für deine aufbauenden Worte!

Sehe das genauso wie du, erzwingen kann ich nichts, muss es einfach auf mich zukommen lassen, schauen wie sich die Dinge entwickeln. Ich muss nur Geduld haben, mich nicht kirre machen, dann klappt es schon.

Antwort
von MindFlower, 13

Also sowas ist wirklich nicht sehr sexy. 

Ich meine nicht das mit dem Borderline oder den ganzen Krankheiten, die du hast.

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Wenn ich einen Menschen liebe, dann weil ich die Liebe in diesen Menschen sehe. 

Ich möchte keinen der mich anbetet und mir sagt, wie wertlos er/sei ohne mich.

Ich möchte dieses Leben, was mein Liebhaber hat feiern. Ich möchte seine Freude verstärken, zeigen wie sehr seine Freiheit brennt und nicht selbst dafür die Quelle sein, die er/sei dafür braucht. 

Liebe heißt sein Leben zu genießen, und nicht Leben zu nehmen

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Und wenn sie/er keinen Grund sieht sich zu feiern, dann wurde die Party leider geplatzt. 

Alle Gäste, die mir nicht ordnungsgemäß zeigen wollen wie Wertvoll sie mich machen, sind ausgeladen. Und jene Menschen, die mit dir deinen Wert  feiern wollten sind ebenfalls ausgeladen. 

Denn plötzlich sah der Veranstalter keinen Grund mehr, sich zu feiern. 

Und so gab es keine Feier mehr, und Menschen die mit dir als Freunde, als Liebhaber feiern wollten, durften nur noch als Betreuer für deine Problemchen arrangieren

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Das macht keiner Freiwillig, der sich für die Liebe entscheidet.

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Das ist für jeden Menschen, der dir in die Seele blicken kann bedauerlich. Das ist für jeden Menschen, der deine Liebe im Herzen sieht bedauerlich. 

Und so gibt es nichts anderes zu tun als zu warten, bis du wieder Besuch empfangen willst in deinem Herzen.

Weil du an deiner Liebe gar nicht mehr interessiert bist und dich nur noch andere entmächtigen willst indem du dich entmächtigst. 

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Also. Endecke dein Feuer und dann verkünde, das dort ein Feuer ist in dir. 

Endecke dich als denjenigen, der dein Leben lebt, deine Liebe liebt und deine Freude spürt, und dann verkünde es das du es bist.


Sei die Quelle des Lebens, denn es gibt nichts anderes als dich, als ich. 

Und somit gibt es nichts anderes, als deine Liebe die du dir ständig selbst offenbarst, auch wenn du dich deine Liebe rar bedienst. 

Und somit offenbarst du ebenfalls das ich mich offenbare. 

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Und ich kann es kaum erwarten, bis du endlich wach bist. 

Dann komme ich dich liebend gern besuchen, ob nun als jener Mann, jene Frau, jene Pflanze, jener Stein oder jener Welt. 

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