Solange die Krankenkassen die Kosten für eine Therapie bei einem kassenzugelassenen Psychologischen Psychotherapeuten übernehmen, dürfte eine Online-Therapie für deine Freundin wenig lukrativ sein. Hinzu kommen Haftungsfragen und vermutlich noch eine notwendige Zulassung - wenigstens nach dem Heilpraktikergesetz, sofern sie sich nicht in der "Grauzone" des "www-Psychomarktes" bewegen möchte.
Weiter gibt es die Schwierigkeit, dass Klienten für einen Rat vorab etwas bezahlen müssen. Sie "kaufen" quasi die Katze im Sack.
Und noch ein generelles Problem bei Online-Therapien: Da der Austausch in Schriftform geschieht, sind therapeutische Möglichkeiten (nonverbale und paraverbale Kommunikation) eingeschränkt. Auch können Mißverständnisse entstehen, weil z.B. eine Erklärung dem GEgenüber nicht ausreicht.
Wer eine Ausbildung zum Therapeuten absolviert hat, dürfte auch auf Dauer ziemlich unzufrieden sein, wenn er zu seinen Klienten nur einen "anonymen" Kontakt hat. Denn eigentlich lebt eine Therapie von der persönlichen Beziehung.