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Ist eine Online-Therapie Erfolg versprechend?

gefragt von jennybluesjennyblues am 28.11.2007 um 9:15 Uhr

Eine Freundin ist Therapeutin und denkt darüber nach, Therapien online anzubieten. In Deutschland ist das jedoch noch kaum verbreitet und gestern überlegten wir, wie wirkungsvoll das de facto sein könnte. Coachingprogramme und so was gibt es ja immerhin auch hier schon.


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hanna2908
beantwortet von hanna2908 am 28. November 2007 09:25
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Ich glaube es kommt drauf an welche Therapieform Sie anbieten möchte. Es gibt Natürlich Therapien wo es sinnvoll ist das persönliche Gespräch zu suchen (z.B. Alkohol oder Missbrauch) weil man da über die persönliche Ebene viel mehr erreichen kann als über das Netz. Bei anderen Therapien, wie Ehe oder "körperl. Gebrechen" reicht es oft nur Tipps zu geben und die sind über das Netz auch zu bewältigen.


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 28. November 2007 09:51
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Ich denke mal, dass sie Psychotherapeutin ist. Dann würde ich von Online-Therapien eher abraten. Bei den Geprächen ist es für den Therapeuten eigentlich wichtig, sein Gegenüber auch zu sehen, um die Reaktionen und Aussagen besser beurteilen zu können. Anonym (anders wird sich wohl kaum einer mit Problemen ins Netz begeben) im Netz kann da ja jeder alles schreiben.


MonikaAr
beantwortet von MonikaAr am 29. November 2007 09:57
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Solange die Krankenkassen die Kosten für eine Therapie bei einem kassenzugelassenen Psychologischen Psychotherapeuten übernehmen, dürfte eine Online-Therapie für deine Freundin wenig lukrativ sein. Hinzu kommen Haftungsfragen und vermutlich noch eine notwendige Zulassung - wenigstens nach dem Heilpraktikergesetz, sofern sie sich nicht in der "Grauzone" des "www-Psychomarktes" bewegen möchte.

Weiter gibt es die Schwierigkeit, dass Klienten für einen Rat vorab etwas bezahlen müssen. Sie "kaufen" quasi die Katze im Sack. Und noch ein generelles Problem bei Online-Therapien: Da der Austausch in Schriftform geschieht, sind therapeutische Möglichkeiten (nonverbale und paraverbale Kommunikation) eingeschränkt. Auch können Mißverständnisse entstehen, weil z.B. eine Erklärung dem GEgenüber nicht ausreicht.

Wer eine Ausbildung zum Therapeuten absolviert hat, dürfte auch auf Dauer ziemlich unzufrieden sein, wenn er zu seinen Klienten nur einen "anonymen" Kontakt hat. Denn eigentlich lebt eine Therapie von der persönlichen Beziehung.


Juliette2007
beantwortet von Juliette2007 am 28. November 2007 09:54
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Ich habe gerade darueber etwas gelesen - ich glaube, in UK oder den Niederlanden ist diese Form der Therapie schon recht verbreitet und anerkannt, vor allem, wenn es um konkrete Themen geht, die etwa durch Verhaltenstherapie behandelt werden koennen. Bei Therapieformen, wo es sehr stark auf die Beziehung zwischen Klient und Therapeut ankommt, ist eine Online-Therapie wohl nicht die richtige.

Kommentar von Simple_avatar4smallMonikaAr am 29. November 2007 09:39

Ich kann mir keine Therapie vorstellen, bei welcher die persönliche Beziehung keine Rolle spielt. Die moderne Verhaltenstherapie stellte schon immer die persönliche Beziehung als Grundlage jeglichen therapeutischen Handelns in den Vordergrund. Da dürfte eher die "alte" Freud'sche "Couch-Therapie" online möglich sein. Denn diese Form der Therapie "lebt" davon, dass der Klient beim Therapeuten spricht und der Therapeut sich ausschließlich auf die Zuhörerrolle beschränkt. Allerdings ist diese Therapieform zwischenzeitlich auch überholt.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 28. November 2007 11:43
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In anderen Ländern, etwa in den Niederlanden werden Psychotherapien online schon seit Jahren mit grossem Erfolg angeboten und auch von den Kassen bezahlt.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo auch bei einer Online-Therapie gesetzlich mindestens eine "persönliche" Begegnung zwischen Patient und Therapeut stattgefunden haben müsste, haben die Patienten dort ihren Therapeuten nie gesehen und viele empfinden auch gerade diesen Umstand als sehr angenehm.

Auch dort wird diese Form nicht bei allen Arten von psychischen Problemen angewandt, wohl aber bei sehr vielen.

Kommentar von Simple_avatar4smallMonikaAr am 29. November 2007 09:44

Welche Studien belegen dies? In den psychotherapeutischen Fachzeitschriften ist dieser "Erfolg" bislang nicht gemeldet worden. Schätze, wenn diese Online-Therapie erfolgreich sein muß, dann müsste sie wohl gewissen Qualitätsstandards unterliegen. So stellt sich die Frage, ob Klienten - da sich im Internet ja "jeder" als Therapeut oder Quasi-Experte ausgeben kann - vor Scharlatanen geschützt sind, bzw. geschützt werden können.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 29. November 2007 12:27

@Monika Armand:

In der aktuellen ZEIT gibt es einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema.


anonym
beantwortet von 00HaPe am 29. November 2007 11:42
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Hallo, ihr solltet wissen das es keine Sicherheit im Netz gibt Alles ist zu knacken und die versprochenen heuchlerische Sicherheit ist eher ne Glaubensfrage als eine Tatsache.Wenn ihr die Intimsphäre der Patienten wahren wollt lasst es sein !! Im Übrigen ist es unmöglich die Aura übers Internet zu erfassen LG HaPe


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