ist eine Kündigung per Einschreiben sicher?

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7 Antworten

Einwurf-Einschreiben, kein Einschreiben + Rückschein.

Da quittiert der Zusteller den Einwurf in den Briefkasten.

Du kannst Dir zusätzlich von einem Zeugen den Inhalt und die Aufgabe des Schreibens bei der Post bestätigen lassen.

Oder Du wirfst die Kündigung persönlich in den Briefkasten. Auch wieder mit einem Zeugen der Inhalt und Einwurf bestätigt.

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Du bist nicht dafür verantwortlich, wenn ein Briefkasten nicht gelehrt wird und es ist auch nicht Dein Problem.

Schick die Kündigung per Einwurfeinschreiben.

Schickst Du sie per Einschreiben mit Rückschein ist die Kündigung nicht oder nicht fristgemäß zugestellt wenn sie auf der Post liegt und nicht oder zu spät abgeholt wird.

Beim Einwurfeinschreiben gilt als zugestellt, wenn der Brief im Briefkasten ist bzw. im Betrieb abgegeben wurde. Du solltest nur schauen, dass Du einen Zeugen hast der weiß was im Schreiben steht und dass Du die Kündigung zur Post gebracht hast.

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Die Kündigung wäre zunächst an genau den zu richten, der in deinem Arbeitsvertrag als Arbeitgeber genannt wird, soweit dir kein anderer Bevollmächtigter genannt worden wäre. Vmtl. also an "Praxis Monika Mustermann, Musterstraße, Musterstadt".

Kündigungen sind empfangsbedürftig. Wann und ob sie gelesen werden, darf dir egal sein, solange eine fristwahrende Kenntnisnahmemöglichkeit besteht.

Die könnte man auf zweierlei Wegen erreichen:

1. Mit persönlicher Zustellung unter Zeugen. Auf der Rückseite deiner Original-Kündigung schreibt der Zeuge: "Umseitiges Schreiben wurde in meinem Beisein am (Datum) um (Uhr) zugestellt (Name, Datum, Unterschrift).

2. Per Einwurfeinschreiben. Mit ausgedrucktem Sendungsverlauf erfolgter Zustellung wäre das hinreichend.

Die erste Variante wäre sicherer, falls du zu den Pechvögeln gehörst, deren Brief verlorenging oder in den falschen Briefschlitz eingeworfen weggeschmissen wurden :-O

Bitte nicht per Übergabe- oder Rückschein-Einschreiben: Träfe der Zusteller den Empfänger nicht an oder verweigert ein Angestellter die Annahme, bestünde diese Kenntnisnahmemöglichkeit des Arbeitgebers eben nicht, da der Brief außerhalb seines Machtbereiches bei der Post lagert oder nach Ablauf der Lagerfrist sogar retourniert würde, deine Kündigung gälte als nicht erfolgt :-O

G imager761


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Kommentar von Ifm001
19.04.2016, 10:40

2. Per Einwurfeinschreiben. ... Bitte nicht per Übergabe- oder Rückschein-Einschreiben:

Grundsärtzlich gebe ich dir recht, ist aber auch nicht der Weissheit letzter Schluss:

Arbeitnehmer in Wohnhäusern mit großen Briefkastenanlagen haben sich gegen Kündigungen schon erfolgreich mit der Behauptung verteidigt, etwaige Kündigungsschreiben nie erhalten zu haben – obwohl der Arbeitgeber sogar Einwurf-Einschreiben verwendet hat. ... Wenn der Arbeitnehmer jedoch darauf beharrt, dass die Kündigung nicht in seinen Briefkasten gelangt sei, muss der Arbeitgeber den Nachweis anderweitig erbringen. Die Vernehmung des Zustellers als Zeugen für den Einwurf des Briefes in den richtigen Briefkasten wird dann häufig daran scheitern, dass der Zeuge sich bei großen Briefkastenanlagen an das einzelne Schreiben nicht mehr genau erinnern können wird.

Quelle: http://www.roedl.de/themen/kuendigung-von-arbeitsverhaeltnissen

... wobei das tendenziell eher ein Problem von Arbeitgebern sein dürfte. Dass ein Arbeitgeber in einer grossen, von vielen Parteien genutze Anlage seinen Sitz hat, dürfte eher ungewöhnlich sein, soweit man nicht für eine Briefkastenfirma arbeitet.

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Rechtlich sicher ist nur ein Einschreiben mit Rückschein. Allein der Rückschein beweist das Eintreffen / den Empfang beim Adressaten.

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@ Sumpfeule

Das ist aber ein komischer Fall. Warst du seither krankgeschrieben und hast nicht mitbekommen, dass deine Chefin in der Psychiatrie sitzt?

Ohne dass dort eine Vertretung in ihrer Praxis ist, ist die Praxis geöffnet.

Ist das nicht deine Arbeitststelle, wen du schreibst :

Leider gibt es in ihrer Praxis auch niemand der sie vertretet.

Auch deine jetzige Chefin hat eine Stelle wo man die Kündigung hinschicken kann, frage deine Nochkollegen, Kolleginnen. Oder frage mal die Krankenkasse.

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Kommentar von Sumpfeule
19.04.2016, 11:54

Bin Therapeutin und nur auf Hausbesuch also nie in der Praxis, meine Chefin ist schon immer unzuverlässig und unerreichbar (fällt also nicht auf, wenn man eine Woche nichts von ihr hört und sieht), Teamsitzungen gibt es sporadisch einmal in zwei Monaten. Die Frau ist der Grund warum ich gehe und ich glaube ich habe den richtigen Moment erwischt.

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"Also muss ich bis Ende des Monats kündigen."

Wiso "Ende des Monats" Du kannst theoretisch schon Jahre vorher zu einem bestimmten Termin kündigen. Auf den letzten Drücker zu kündigen hat den Nachteil, dass man nicht mehr reagieren kann, wenn was nicht so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat.

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Kommentar von Sumpfeule
19.04.2016, 11:49

Ich meine damit, dass ich Ende des Monats kündigen muss um am 1. Juni die andere Stelle antreten zu können. Nicht, dass ich Ende des Monats die Kündigung einreiche/sende.

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dann schicke die kündigung einmal per fax mit sendebestätigung. zusätzlich kannst du dich auf epost.de anmelden. da schreibst du die kündigung dann normal zu hause, unterschreibst sie und scannst sie dann ein. das dokument  versendest du dann über epost als einschreiben. die post druckt es dann aus und stellt es zu. da hast du einen nachweis das es zugestellt wurde und auch was in dem schreiben stand.

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Kommentar von Hexle2
19.04.2016, 07:37

Die elektronische Form ist bei Kündigungen ausgeschlossen. Die Schriftform ist zwingend erforderlich (§ 623 BGB)

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