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Index-Zertifikate haben den Ruhm der Zertifikate begründet. Lange bevor es in Deutschland Index-Fonds gab, konnten Anleger bereits exakt an der Entwicklung erst des Dax und später fast aller anderen Aktienindizes partizipieren. Index-Zertifikate vollziehen die Kursentwicklung eines Index fast im Verhältnis eins zu eins nach. Legt beispielsweise der Dax von 4000 auf 4040 Punkte zu, steigt auch ein entsprechendes Index-Zertifikat um genau ein Prozent an. Bei einem üblichen Bezugsverhältnis von hundert zu eins (100 Zertifikate verbriefen den einfachen Index-Wert), wird sich der Wert des Anlagezertifikates von zuvor 40 Euro auf 40,40 Euro erhöhen.
Kaum eine andere Anlageform hat in den letzten Jahren einen solchen Zuwachs verbucht wie das Anlagezertifikat. Erst 16 Jahre ist es her, seit die Dresdner Bank erstmals ein Indexzertifikat auf den Markt brachte. Heute sind nach Branchenschätzungen weit über 30.000 solcher Zertifikate am Markt, allein im Oktober lag das Umsatzvolumen an den deutschen Börsen bei 3,6 Milliarden Euro. Knapp vier Millionen Bundesbürger haben nach einer Erhebung des Deutschen Derivate-Instituts (DDI) Geld in diese Wertpapiergattung investiert. Selbst die Derivate-Lobbyisten des DDI zeigten sich überrascht. »Einen solchen Anteil hätte kaum jemand erwartet«, meint DDI-Geschäftsführer Dieter Lendle. Zahlen über einen längeren Zeitraum liegen nicht vor, weil die Statistik erst seit August geführt wird. Immerhin war der Börsenumsatz bei Zertifikaten im Oktober so hoch wie im selben Monat das Neugeschäft der in Deutschland ansässigen Privatanleger-Fonds.















