Frage von Tiranas, 39

Ist eine inklusive Schule eine Lösung für die Benachteiligung der behinderten Menschen?

Pro & Kontra....

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Tiranas,

Schau mal bitte hier:
Schule Arbeit

Expertenantwort
von goali356, Community-Experte für Schule, 25

Es ist vermutlich deine Hasaufgabe, aber ich stelle dir hier mal meine Ansicht zum Thema Inklusion vor. Dort sind einige Pro und Contra Argumente enthalten, welche du verwenden kannst.


Ich habe selbst einige Erfahrungen mit Inklusion gesammelt und finde dass Inklusion grundsätzlich eine gute Saches ist.

Dafür spricht, dass Schüler mit Behinderung so die Möglichkeit haben den
selben Stoff vermittelt zu bekommen wie Schüler ohne Behinderung.
An vielen Förderschulen kann man eben nicht alle Abschlüsse erlangen welche man an Regelschulen erlangen kann.


Zwar besteht an vielen Förderschulen die Möglichkeit Regelschulabschlüsse zu erwerben, doch trauen manche Lehrer es einigen Schülern die das Potentiall hätten dort oft nicht zu. Ich spreche aus eigener Erfahrung da ich selbst einige Jahre auf einer Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung war.
Desweiteren kann man nicht an jeder Förderschule alle Regelschulabschlüsse erwerben, obwohl jemand der Körperbehindert ist durchaus auch Abitur machen kann. Durch Inklusion hätten alle grundsätzlich dieselben Chancen.

Hinzukommt dass durch Inklusion Nichtbehinderte den Umgang mit Behinderten lernen. Einige Regelschüler (auch einige Lehrer) haben Vorurteile, diese sehen wenn der Schüler mit Behinderung gut im Unterricht mitkommt, dass an deren Voruteilen nichts dran ist.


Hinzukommt, dass Menschen mit Behinderung oftmals genauso am Leben teilnehemen wollen wie Menschen ohne Behinderung und nicht anders behandelt werden wollen.

Natürlich muss man aber bestimmte Dinge bedenken.


Zunächst einmal muss dass ganze finanziert werden. Manche Schüler benötigen Hilsmittel und einige Schulen müssten Rollstuhlgerecht umgebaut werden. Jedoch haben die meisten Schulen auch unten Klassenräume. Auch muss in einigen Fällen spezifisches Fachpersonal vorhanden sein.

Desweiteren muss man halt auch bedenken, dass manche Regelschüler so starke Vorurteile haben, dass es zu Ausgrenzung/Mobbing kommen kann.
Dies hört aber oftmals auf wenn die Leute sehen, dass deren Vorurteile unbegründet sind.


Vorallem aber muss man bedenken, dass eben nicht alle Schüler mit Behinderung das Potentiall haben an einer Regelschule unterrichtet zu werden und eben spezielle Unterstützung benötigen. Beispiesweise Schüler mit geistiger Behinderung oder multiplen Behinderungen wie taubblindheit. Diese können an einer Förderschule definitiv besser gefördert werden.

An einer Förderschule können die Lehrer viel individueller auf die einzelnden Schüler eingehen da die Klassen kleiner sind. So können sich die Schüler besser entwickeln. Zumal auch die Klassengemeinschaften hier meist besser sind. Bei uns gab es z.B. so gut wie nie Fälle von Ausgrenzung/Mobbing und wenn man sich an der Förderschule gut entwickelt, kann man dannach dennoch Regelschulabschlüsse machen. Bei
uns haben viele den Hauptschulabschluss nach der Schule wiederholt, die ihn an der Förderschule nicht geschaft haben. Andere haben auch Ausbildungen begonnen. Es stehen einem also durchaus noch viele Möglichkeiten offen auch wenn man auf einer Förderschule war. Auch bei der Berufswahl wird man an einer Förderschule besser unterstützt.


Alles in allem kommt es immer auf die Behinderung und den Einzelfall an, ob es sinnvoll ist, den Schüler in einer Regelschule zu integrieren. Es muss zumindest sichergestelllt sein dass er im Untericht mitkommt, für
manche Schüler wird ein Förderschulbesuch daher in meinen Augen unumgänglich bleiben, andere schaffen es dagegen sich gut in Regelschulen zu integrieren. Förderschulen werden daher nie ganz abgeschaft werden können.


Ich bin in der Mittelstufe auf eine Hauptschule gewechselt und habe dort meinen Realschulabschluss gemacht. Ich musste
vor meinem Wechsel eine Probezeit von mehreren Wochen absolvieren. Eine solche Zeit finde ich ganz sinnvoll und sollte es meiner Meinung nach vorher immer geben, da so alle Beteiligten sehen ob es für den Schüler wirklich sinnvoll ist.




Kommentar von Tiranas ,

wow! vielen lieben dank. Kontras hatte ich schon die gesagten, nur Vorteile haben mir gefehlt. danke :))

Antwort
von CoxinelleC, 19

Du meinst, wenn Behinderte an einer normalen Schule eben in spezielle Klassen geht? Was mir so auf die schnelle einfällt.

Pro:

+ auf jeden fall hilft es gegen die Benachteiligung, weil sie so nicht mehr von der Gesellschaft 'abgeschoben' werde. Also sie sind im Geschehen, im Alltag mit dabei

+ die Gesellschaft lernt noch mehr diese Menschen als volles Mitglied zu akzeptieren, Scheu und Ängste, Vorurteile gehen verloren

+ besonders lernen auch andere Schüler den Umgang mit solchen Menschen. Viele sind immer noch etwas überfordert, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie Alltag auf Menschen mit Behinderung treffen. Sowas könnte helfen.

+ dadurch das behinderte auch noch auf eine separate Schule gehen, wird immer eine Art Grenze gezogen

Contra:

- es könnte zu Mobbing führen, von den anderen Schülern

- Schüler fühlen sich gestört, weil z.B. geistig behinderte Menschen nicht immer wissen was sie tuen (rumschreien, irgendwo anfassen wo es unangenehm ist etc.)

- Die behinderten Menschen können sich überfordert fühlen, Angst bekommen weil es zu viele Schüler sind, es passiert viel, wenig Routine 

- Schüler und auch andere Lehrer sollten etwas geschult sein, im Umgang mit behinderten Menschen für Notsituationen zum Beispiel 

Kommentar von Tiranas ,

tolle argumente, vielen dank!

Antwort
von silberwind58, 27

Meinst Du integrierte? Eine integrierte Schule wäre kein Nachteil wenn genügend Lehrpersonal vorhanden ist.

Kommentar von kordely ,

Und wenn alle das gut machen. Aber das kostet den Behörder mehr.

Antwort
von FouLou, 15

Ich gehe mal davon aus das eine Schule gemeint ist an der behinderte Kinder mit nicht behinderten Kindern zusammen gelehrt werden. Falls nicht vergiss die antwort.

Als minimale Vorrausetzung müssten genügend lehrer da sein damit auch für alle auf das entsprechende Niveau gelehrt werden kann. Es bringt nichts wenn nicht lernbehinderte kinder z.b. von lernbehinderten kinder ausgebremst werden.
Entsprechend muss es ein geeignetes Kurssystem geben sodass jeder gemäß seiner eignung gelehrt werden kann. (Sehe ich auch an normalen schulen als sinnvoll)

Ansonsten kann es einerseits zu mehr Mobbing kommen. Also das die Behinderten Kindern gemobbt werden. Aber es kann auch die gegenteilige wirkung haben und einen Positiven einfluss auf die nicht behinderten kinder haben weil sie halt umgang mit behinderte kinder haben.

Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.

Kommentar von Tiranas ,

genau das meinte ich! danke :))

Antwort
von altgenug60, 5

Die meisten und besten Argumente findest du auf dieser Seite:

http://inklusionsfakten.de/

Antwort
von ApfelTea, 4

Ich finde es gut. War bei mir in der Grundschule auch so :)
Vorteile sind z.B. das nicht-behinderte Kinder gleich von Anfang an ein wenig mehr Toleranz lernen.

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