Frage von belleb, 73

Ist eine Hypnose bei Panikattacken und Zähneknirschen sinnvoll?

Hallo,

wie steht ihr dazu, eine Hypnose bei Beschwerden wie Panikattacken und nächtlichem Zähneknirschen zu machen? Ich weiß, dass dies keine Therapie ersetzt, aber wäre es eine gute Ergänzung?

LG

BelleB

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ela483, 54

Das Thema habe ich zurzeit in der Schule (Richtung Psychologie) und ich finde es auch sehr spannend. Die Hypnose hilft gegen Nervösität, gegen Stottern, Steigerung des Selbstbewusstseins und ist auch effektiv bei der Stressbewältigung. Ich nehme nähmlich an, dass bei dir das Zähneknirschen von Stress kommt. Wenn du Panikattacken hast, kann man durch die Hypnose herausfinden, woher die Panikattacken kommen und wieso du sie bekommst. Durch die Hypnose kann man sozusagen an das Unbewusste heran, was sehr hilfreich ist. 

Die Hypnose sollte aber ein Psychologe durchführen, der dafür qualifiziert ist, weil das eben nicht jeder hinkriegt und auch gefährlich sein kann, wenn du währenddessen z.B Panikattacken kriegst. Der Psychologe weiß dann wie er eingreifen soll und verhindert das von vorne rein. 

Wegen des Zähneknirschen; Auch da sollte man herausfinden woher das kommt. Dies kann aber auch medizinisch sein und an CMD liegen. Kannst im Internet darüber lesen - nächtliches Knirschen. Vielleicht kann dir da sogar n' Zahnarzt bei helfen und er kann gucken, ob es wirklich von der Psyche kommt. 

Ich hoffe ich konnte dir damit helfen :) 

Kommentar von belleb ,

Hallo, danke vielmals für Deine Antwort. :-)

Woher die Panik kommt weiß ich. Ich weiß generell auch, woher der Stress kommt, nur weiß ich manchmal nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich habe mal gelesen, dass es möglich ist, dem Hirn klarzumachen, dass es das Knirschen stoppt, sobald es soweit sein sollte, dass man es wieder macht. Und ich denke, dass es auch möglich wäre, die Panik zu hemmen, indem man das Unterbewusste irgendwie richtig anspricht. Ist aber schwierig für mich, mir das vorzustellen, dass es wirklich "so einfach" sein kann bzw. dass es bei mir klappen könnte, weil ich so kritisch bin, da mir so vieles schon nicht half. :-(

Ich habe da schon einen Psychologen in Aussicht, der das scheinbar gut macht. Er macht auch Psychoanalyse und Tiefenpsychologie und ist zudem auch noch Hausarzt, also eigentlich perfekt. Ich glaube, dass ich einfach gerne Bestätigung bekomme, also dass ich Erfahrungen von anderen lese, dass es geklappt hat, da mir das ein gutes Gefühl der Hoffnung verleiht. ^^

CMD habe ich schon 3x gemacht und es half überhaupt nicht... mir wurde gesagt, dass mein Atlas verschoben ist und die Probleme daher kommen, also was die Nackenbeschwerden angeht. Ich glaube aber mittlerweile, dass es nur am Stress liegt. Habe auch Knirschschienen, aber die erfüllen ihren Zweck nicht. Dadurch knirsche ich einfach viel stärker und mir ist es lieber, dass ich nicht so starke Beschwerden habe, anstatt mit einem Katergefühl aufzustehen, welches den ganzen Tag über anhält... dafür nehme ich leider in Kauf, dass meine Zähne empfindlich sind...

Kommentar von belleb ,

Was ist das für eine tolle Schule? So was hätte ich auch gerne gelernt. :D Psychologie ist wirklich so unglaublich spannend!

Kommentar von ela483 ,

Nicht dafür, gerne doch :)

Es ist schonmal sehr gut, dass du weiß woher die Panik kommt - das heißt also du bist dir dem bewusst, was eine Vorraussetzung ist.

Zu dem Zähneknirschen: Mein Zahnarzt meinte auch, wenn ich mir bewusst bin, dass ich mit den Zähnen knirsche, dann soll ich locker lassen und mir immer wieder dem bewusst werden. Nur dann kann ichs ändern. Hab dann darauf geachtet und gemerkt, dass ich immer unbewusst mit den Zähnen geknirscht habe. Ich denke nicht, dass man dem Hirn sagen kann : Hör jetzt mit dem Knirschen auf. Ich denke aber, dass man was dafür tun kann. 

Wie du gesagt hast: Wichtig ist auch, dass du über deine Panik sprichst und das akzeptierst. Lass dich nicht von der Panik vereinnahmen. Du musst die Panik unter Kontrolle haben , nicht die Panik dich. In solchen Situationen sofort wieder entspannen oder etwas finden, was dich entspannen könnte. (Lavendel - Tee oder Duft an sich - ist sehr beruhigend ) 

Ich kann dich verstehen, weil ich auch Panikattacken hatte und irgendwie habe ich es aber aus dem Teufelskreis geschafft, indem ich mir Mut gemacht habe und daher kann ich dir raten positiv zu denken. Man kann die Gehirnchemie ändern und beeinflussen, aber das liegt an einem selbst. Sei offen dafür und das Problem könnte daran liegen, dass du kritisch bist. Weil Optimismus sehr wichtig ist. 

Ich kann dir ja sagen, was so alles bei mir geklappt hat:

- Lavendel Tee oder Duft 

- Autogenes Training zum Entspannen

- in Paniksituationen sofort an etwas schönem denken (Beispiel an die Kindheit - oder an irgendetwas bestimmtes, was einem das Herz aufgehen lässt) 

- Motiviere dich - mach was zur Ablenkung - gehe spazieren und lerne neue Leute kennen - was auch hilft ist eine neue Frisur :) oder an sich eine Veränderung. 


Und wenn du zum Psychologen gehen willst dann rate ich dir eine Psychoanalyse zu machen (Tiefenpsychologie) oder evtl. Verhaltenstherapie :) 

Ich mache zurzeit mein Berufliches Gymnasium - Psychologie (Sozialpädagogik), und danach hab ich mein Abitur :D Finde ich auch sehr sehr spannend und man lernt einfach richtig viel. Ich glaube bei mir hat mir das Wissen über die Psychologie auch sehr viel weitergeholfen, somit konnte ich mir selbst damit helfen und meine Panikängste beiseite legen :) 

Ich wünsche dir das Beste und hoffe, dass du das Richtige findest und wieder wohlauf bist :)


Kommentar von belleb ,

Oh, ich bin wirklich erfreut über deine lange Antwort. Da fühle ich mich gleich viel besser, wenn ich so was lese. :)

So was würde ich auch gerne machen oder mich zumindest mehr mit Psychologie auseinandersetzen, wo es auch gelehrt wird. Mein Abitur habe ich schon, mittlerweile finde ich es schade, dass ich es nicht an einer anderen Schule mit der Möglichkeit auf LK Psychologie gemacht habe... :/ Aber was soll's, es bleibt ein Hobby für mich. Finde es vor allem spannend, verschiedene Menschen zu analysieren und dadurch etwas zu lernen.

Leider klappt es nicht so richtig mit den positiven Gedanken, weil diese Panikschei*e schon seit so vielen Jahren da ist. Mittlerweile ist es aber besser geworden; nicht mehr so oft und wenn, dann nicht mehr so lange und heftig wie früher. Also die Todesangst ist zumindest nicht mehr so krass.

Der neue Job hilft mir auch schon richtig und der Kontakt zu anderen Menschen, das ist wirklich wichtig. Und vor allem ein schönes Zuhause. Das habe ich nun endlich nach Jaaahren. Eigentlich ist mein Leben nahezu perfekt und deshalb verstehe ich das alles auch nicht so recht... habe das Gefühl, dass bei mir alles etwas braucht, also auch die Verarbeitung von gewissen Sachen. Deshalb kam ich auch auf Hypnose. Die ersten Schritte sind ja getan: sich nicht anlügen, sich ganz bewusst mit derPanik auseinanderzusetzen anstatt sie zu ignorieren, etc. Aber ich habe ein gewaltiges Problem mit Therapeuten, weil ich mich bei den 4, bei denen ich Probestunden hatte, jedes Mal wie in eine Schublade gesteckt gefühlt habe, als ich ihnen meine Geschichte erzählte. Also kann es kein guter Ansatz sein, wenn man ehrlich ist (ab der 1 Stunde) und dann direkt so abgeschoben wird: "Ja, typisch." Jeder Mensch ist doch individuell... Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Habe bereits 65 Therapueten auf der Liste und werde davon noch ca. 40 anschreiben und anmailen. Der Rest sind Absagen oder ich warte noch auf Antwort. Kann nur besser werden. :D

Danke für deine lieben Worte!

Kommentar von ela483 ,

Das freut mich wirklich sehr, dass dir meine Antwort geholfen hat :) 

Ja, sehe ich auch so. Es macht wirklich Spaß sich in Menschen hineinzuversetzen und ihnen zu helfen oder zu versuchen sie zu verstehen. Ich muss sagen, dass ich in den drei Jahren Psychologie-Unterricht wirklich viel mitgenommen habe :) Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Du kannst dir ja so ein Psychologiebuch mal kaufen / oder ausleihen und dir das durchlesen. Da stehen echt spannende Themen drinnen :)

Auf die meisten Therapeuten kann man sich wohl auch nicht mehr verlassen. Das ist echt schade sowas. Aber ich bin mir sicher, dass es einen Therapeuten gibt, der dir weiterhelfen kann. Denn es ist wichtig, dass bei den Sitzungen eine gute Bindung und Vertrauen gegeben ist, sonst klappt das alles nicht. 

Nun ja, es fehlt auch nur noch rauszufinden woher die Panikattacken kommen also die Angst kommt und wieso du die Angst hast. Meiner Vermutung nach hast du eine innere Unruhe, was dich durcheinander bringt. Ich kann dich verstehen, dass du dir da Sorgen machst und wenn auch alles Perfekt in deinem Leben ist, dann umso mehr. Aber vielleicht fehlt dir auch etwas, was eher unbewusst ist. 

Was hast du denn so für Ängste? Vielleicht hilft dir das ja darüber zu schreiben. Dann kann ich da auch besser drauf eingehen.

Nicht dafür, gerne doch:)

Antwort
von LilaEnte, 46

Hallo Belle, also ich war zwar noch nie bei einer professionellen Hypnose, höre mir aber gerne mal vor dem Einschlafen sowas auf You Tube an, das entspannt ungemein. Solche Videos gibt es soweit ich weiß auch speziell gegen Panik, Stress, und so weiter, probier das doch einfach mal aus :) LG, Ente ^^

Kommentar von belleb ,

Meinst Du autogenes Training? ^^

Ich schlafe davon ein, aber es hilft nicht gegen Stress und Panik. :-(

Aber es soll auch so etwas wie eine Selbsthypnose geben, kann mir das aber schwer vorstellen, also dass es anders sein soll als das Autogene Training.

Kommentar von Hola20 ,

Hypnose ok aber nur wen durch ein gute Fachpersona!
Das unterbewusste kann aufmachen  !
Allein sein nachher mit das kommt ist nicht gut.
Lieber Entspannung mit Musik oder App
Die kann man selber abstellen , wen nicht die richtige für sich selber sind
Alles gute

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