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Ist eine höhere Pixelzahl wirklich verantwortlich für eine schlechtere Bildqualität?

gefragt von smudoo am 30.12.2007 um 13:27 Uhr

verursacht das wirklich Bildrauschen?


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anonym
beantwortet von pjakobs am 30. Dezember 2007 13:34
8x
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nicht die größere Anzahl per se sondern die größere Dichte, also mehr Pixel auf gleicher Fläche. Dadurch werden die einzelnen Elemente kleiner. Kleinere Pixel bekommen natürlich weniger Licht ab, also ist der photoelektrische Effekt dort geringer, also muß höher verstärkt werden.

Das Rauschen wird durch allerhand andere Vorgänge erzeugt, hauptsächlich durch thermische Effekte, also Wärme. Es ist gleichmäßig verteilt und damit von der Größe der einzelnen Zellen weitgehend unabhängig. Wenn nun das Nutzsignal (Licht) im Vergleich zum Störsignal (Rauschen) geringer wird, dann alles um einen konstanten, großen Faktor verstärkt wird, verstärkt sich damit natürlich auch das Störsignal stark und wird im Bild deutlich sichtbar.

Bei einer Hasselblad H2D sind 36Megapixel kein Problem (zumal der Sensor gekühlt ist). Bei einer Vollformat Canon EOS1Ds MkIII sind 21Megapixel problemlos, bei einer APS-C EOS40D sind 10 oder 12 Megapixel völlig ok, aber wenn Du 12 Megapixel auf einer Fläche etwas kleiner als ein kleiner Fingernagel unterbringst, dann wird es kritisch.

http://www.6mpixel.org/

Dazu kommt noch, daß die Objektive, die in diesen Kameras verbaut werden einfach nicht so scharf abbilden können, das verschlechtert die erreichbare Bildqualität weiter.

pj

Kommentar von 49d1bda04f2544431776195aa09e5c27smallHelmutRn am 30. Dezember 2007 13:36

Sehr gut erklärt, DH!

Kommentar von 33a09523666e5176dbbee485dba642b5smallTippse am 30. Dezember 2007 13:40

finde ich auch! DH

Kommentar von 49493dc9649cb5aedd846309477e17dbsmallfourseasons am 31. Dezember 2007 12:06

Gute Erklärung! Hinzu kommen noch andere Fakten. Z.B. daß die Sensorpixelgröße in den Bereich der Lichtwellenlänge kommt. Das Ergibt Unschärfen und Beugungen. Etc.....


boriswulff
beantwortet von boriswulff am 30. Dezember 2007 13:36
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Je feiner die Auflösung des Fotosensors ist desto mehr Licht brauchen sie. Wenn genug Licht da ist ist das kein Problem. Wenn aber zu wenig Licht ankommt und verstärkt wird entsteht das Bildrauschen.

D.h. eine höhere Pixelzahl verschlechtert die Bildqualität bei schlechter Beleuchtung.


peterhal
beantwortet von peterhal am 30. Dezember 2007 13:34
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nur wenn das Bild falsch nachbearbeitet wird.

Kommentar von pjakobs am 30. Dezember 2007 13:35

na ja, Nachbearbeitun kann den Effekt tatsächlich noch verstärken, aber das Rauschen ist schon vorher drin und deutlich stärker als bei Kameras mit geringerer Pixeldichte.

pj


anonym
beantwortet von centercourt am 30. Dezember 2007 13:35
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Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Bildrauschen und Pixelzahl, aber auch keinen zwischen der physikalischen Pixelzahl des Bildchips und der optischen Auflösung des Bildes.Alles hängt maßgeblich von Objektiv, elektonik und software der Kamera ab. (Stiftung Warentest, Test, Januar 2008)

Kommentar von pjakobs am 30. Dezember 2007 13:40

die Aussage ist so nicht richtig.

  1. siehe meine Antwort oben. Es gibt einen physikalischen Grund dafür, daß das Rauschen bei höherer Pixeldichte zwangsweise größer wird.

  2. das Objektiv ist tatsächlich der wichtigste Punkt der Gleichung, allerdings nicht (oder nur sekundär) für's Rauschen verantwortlich, sondern primär für die erreichbare Detailschärfe (Abbildungsgenauigkeit). Darum kosten wirklich gute Objektive ja auch ab 1000EUR aufwärts.

  3. die Software... Wenn ein Foto Rauschanteile enthält, so kann man per Software versuchen, diese rauszurechnen. Allerdings ist es sehr schwer, zwischen echtem Rauschen und feinsten Details zu unterscheiden, weshalb eine Rauschunterdrückung in Software fast immer zu Lasten der Details geht, das Foto wird leicht unscharf. Da ist es ansich von Vornheirein sinnvoller, auf Auflösung zu verzichten und ein insgesamt besser abgestimtes System zu kaufen..

Kommentar von Simple_avatar2smallfender am 30. Dezember 2007 14:16

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