Frage von Anja2524, 285

Ist eine Hochzeit zwischen einem Pakistanischen Ahmadiyya und einer Deutschen erlaubt?

Guten Abend, Ich bin Jessi und 27 mein Freund ist 22, wir haben uns vor einem halben Jahr kennen gelernt. Zum ersten mal gesehen haben wir uns bei einer Veranstaltung und schon bei unserem ersten Date hat es gefunkt. Wir sind also auch schnell zusammen gekommen, unsere Beziehung ist aber wegen seinem Glauben recht Platonisch also Sex hatten wir nicht. Ich habe damit aber kein Problem und respektiere dies auch sehr, wir kommen auch sehr gut miteinander aus. Uns beiden ist eigentlich jetzt schon klar das wir uns eine Zukunft miteinander vorstellen können. Natürlich wissen bis jetzt nur meine Eltern was von unserer Liebe. Sie freuen sich sehr doch bei seinen Eltern ist das natürlich etwas komplizierter nur seine engsten Freunde wissen das es mich an seiner Seite gibt. Er macht mir allerdings Mut und möchte mich seinen Eltern wenn es passt auch vorstellen. Aber spätestens dann wird es um eine mögliche Hochzeit gehen. Und wir möchten beide nicht das seine Eltern mich ablehnen. Er sagt zwar das er alles tun wird um sie zu überzeugen weil er seine Wahl in dem Punkt getroffen hat. Aber er will und kann natürlich seine Eltern nicht enttäuschen bzw. möchte er das auch sie glücklich sind. Doch ich denke das seine Eltern wie alle Muslime im Punkt Religion und Heirat sehr streng sein werden. Ich habe nun bedenken weil ich Ihn nicht verlieren möchte meine Frage ist nun muss ich zu den Ahmadiyyas konvertieren damit eine Zukunft in dieser Form für uns möglich ist? Ich bin nun eben nicht religiös habe mich aber schon etwas mit dem Islam auseinandergesetzt. Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir ein paar Tipps oder Erfahrungen mitteilen würdet.

Danke :)

Antwort
von FelinasDemons, 180

Das ist so eine Sache.
Klar ist es schön, wenn du konventierst, jedoch nicht, wenn du es aus Liebe zu einer anderen Person tust. Sondern weil du wirklich daran glaubst.

Am besten ihr redet in Ruhe mit den Eltern darüber. Jeder siehst das irgendwie anders. Aber ich rate dir ab wegen ihm zu konventieren, verstehe mich nicht falsch. Aber eine Religion sollte aufrichtig praktiziert werden. Weil man es selbst möchte/daran glaubt. Nicht für eine andere Person.

Kommentar von Anja2524 ,

Danke Felinas, ja ich würde auch nicht nur wegen Ihm konvertieren.

Kommentar von FelinasDemons ,

Ah okay, ich dachte nur, weil du geschrieben hast, dass du nicht religiös bist, aber wenn das so ist.

Kommentar von Anja2524 ,

Ja das bin ich bisher auch nicht aber ich habe auch gegen keine Religion etwas. Und wenn ich konvertiere würde ich es zum Teil nicht für ihn aber für uns tun und letztendlich für mich selbst.

Antwort
von 2001Jasmin, 103

War bei meiner mom und meinem Dad auch so. Sie ist Christin und mein Dad Moslem und sie verstehen sich prächtig. Auch 17 Jahre nach der Heirat noch☺️😊😊 sie ist aber auch konvertiert. Sie hat es auch aus Überzeugung gemacht.

Kommentar von Zicke52 ,

@2001Jasmin: "Sie (meine Mutter) ist Christin"

Nein, denn im nächsten Satz sagst du, sie sei konvertiert. Also ist sie Muslimin.

Kommentar von 2001Jasmin ,

@Zicke52 ja sie ist konvertiert aber sie war lange mit meinem Dad zusammen- das auch als christin

Antwort
von YassineB87, 65

beschäftige dich noch viiiieeeell mehr mit dem Islam! denn das bist du ihm schuldig. wie wird es mit euren Kindern sein? (die ich euch wünsche)  

Wird er nicht wollen, dass sie Muslimisch aufwachsen? daher musst du dich mit dem Islam bestens auskennen, wenn nicht für gott dann zumindest, weil es ein teil von deinem Mann ist.

Im Koran wird zwischen ungläubigen und leuten der Schrift (also juden und Christen) unterschieden. viele sind auch der ansicht, das ehen mit denen die an den einen Gott glauben auch erlaubt ist. aber dazu noch mal mehr recherchieren, da es ein großes thema ist. das wäre dann natürlich das argument. Grundsätzlich gilt auch, dass eltern die ehe nicht verweigern dürfen /sollen, denn das fürht zu frutrationen und zwangsläufig auch zur irreleitung eines gläubigen wegen seiner triebe, also außerehelichen GV, 

Aber wie stehst du denn überhaupt zum islam mit deinem bisherigen wissen?

Antwort
von StylesTommo, 133

Das kommt ganz auf die Familie an.. Viele meiner Onkel oder Cousins haben ich sag es mal so:  "nicht-Muslimas" geheiratet. Niemand aus unserer Familie hatte je ein Problem damit. Es kam gar nicht erst zur Sprache. Ihr (vor allem dein Freund) seid erwachsen und wisst was ihr tut.

Ich rate dir aber nicht zum Islam zu konvertieren wenn du nicht zu 100% dahinter stehst ( zumal ich nichts von der Ahmadiyya Gemeinde halte, ich als Muslima bin der Meinung, dass das nur Quatsch ist aber das tut hier nicht zur Sache. Ist ein anderes Kapitel^^).

Dein Freund kann ja mal versuchen seine Eltern langsam mit dem Thema vertraut zu machen eine "nicht-Muslima" in der Familie zu haben. Vielleicht reagieren sie gar nicht so wie ihr es erwartet habt. :)

Kommentar von Anja2524 ,

Danke :) nun ja ich denke das es zur Sprache kommen wird weil er mir selbst sagte das er mich an seiner Seite möchte aber das was er gelernt und gelebt hat bis jetzt nicht aufgeben möchte.

Antwort
von 1988Ritter, 114

Da hast Du Dir einen riesigen Konfliktstoff an den Hals gehenkt.

Die Familie kommt aus einem Kulturkreis in dem Ehen arrangiert werden. Wenn der junge Mann jetzt schon 22 Jahre alt ist, dann wird da mit hoher Wahrscheinlichkeit schon eine Absprache bestehen.

Für diese meine Annahme spricht, dass Eure Verbindung nicht in normaler Form öffentlich gemacht wird.

Die Glaubensrichtung der Ahmadiyya ist zudem problematisch. Die Glaubensrichtung wurde auf der großen Islamkonferenz in den 70iger Jahren als nicht Islam beschlossen, und hat sogar bei Todesstrafe Verbot zum Besuch in Mekka und Medina.

Ich persönlich finde es auch ungewöhnlich, dass ein Pakistaner Ahmadiyya ist.

Kommentar von sirahHD ,

Da sind ja wunderbare Informationen. Zunächst kommen die meisten Ahmaddies aus Pakistan. Wieso soll es ungewöhnlich sein? Die Ahmadiyya Gemeinde Lehrt eben, dass man die Jugendlichen selbst fragen soll, wenn sie heiraten wollen. Da ohne diese Nachfrage sich Probleme bilden. " Er ist schon versprochen? " Einfaches Vorurteil. Es gibt keine festes alter wann man heiratet, aber mit 22 ist es eher selten, dass jemand schon verlobt ist. Die große Islamkonferenz verbietet eine friedvolle und liberale Ausrichtung des Islams und nehmen sich ein Recht raus, dass der Gründer des Islams Mohammed nicht mal für sich beansprucht hat. Wie kann man das Problem so falsch darstellen? Es ist doch unmenschlich, dass Ahmaddie Muslime in muslimischen Ländern diskriminiert, verfolgt und ermordet werden. Bitte informiere Dich über die Gemeinde, bevor du Ratschläge erteilst. Die Gemeinde ist hier in deutschland auch stark vertreten, von daher wird das ja kein Problem sein.

Kommentar von 1988Ritter ,

Da ich informiert bin halte ich an meinem Beitrag fest.

Antwort
von PaulGerhardtHue, 65

Ja, geht! Lieber einen Theologen der Ahmadiyya ansprechen, als auf die Hass erfüllten Anti-Ahmadiyya zu hören.

Ahmadiyya ist sowieso der beste Islam. Keiner kann jemanden als Nicht-Muslim abstempeln. Das ist nur Gottes Recht!

Antwort
von Muslimhelper, 53

Ihr hättet überhaupt keine Dates oder ein Beziehung haben dürfen .. nicht solange hier seid.. der Mann darf im Islam eine nicht muslimische Frau heiraten die Herkunft spielt im Islam keine Rolle, für Nationalismus haben wir kein Platz im Islam.. ist dann seine Sache ob er eine Beziehung die haram angefangen hat noch größer zu machen.

Kommentar von Muslimhelper ,

Aber Möge Allah eure Ehe segnen (falls ihr heiratet) :)

Kommentar von Muslimhelper ,

Was hab ich da denn geschrieben ..

Nicht solange ihr verheiratet seid dürft ihr keine Beziehungen haben laut Islam " so meine ich es .. Entschuldigung

Antwort
von ArbeitsFreude, 87

Du hast hier ja schon viele vernünftige Antworten erhalten, liebe Anja!

ich möchte Dich deshalb nur ergänzend bitten: Lies`Dich mal etwas ein auf:

http://www.1001geschichte.de/

Damit kann und will ich deinem Freund nichts unterstellen, halte es aber für SEHR wichtig, dass Du diese Geschichten kennst...

Antwort
von musso, 118

Einem Moslem ist es erlaubt, eine Christin oder eine Jüdin zu heiraten. Vielleicht hilft das ein wenig

Kommentar von 2001Jasmin ,

Eine jüdin eher nicht

Kommentar von musso ,

doch, ist ja auch Anhängerin der sog. Buchreligionen

Antwort
von Atemu1, 54

Das ist der älteste Trick überhaupt.

Hat dein Freund die deutsche Staatsbürgerschaft, wenn nicht dann ist es Erschleichung der deutschen Staatsbürgerschaft durch Heirat oder Hochzeit.


Prüffe doch erst mal, ob er er schon mal verheiratet war, oder Kinder hat.

Kommentar von Anja2524 ,

Er Studiert hier und nein wir möchten nicht im nächsten halben Jahr Heiraten das ist noch weit weg aber wir sprechen eben darüber. Und ich möchte mich ungern auf eine Jahrelange Beziehung einlassen die dann nur ein trauriges Ende nimmt weil die Religion nicht stimmt. Ich mache nur die Augen auf und hinterfrage eben um mich selbst nicht zu verletzen. 

Kommentar von Atemu1 ,

Aber sei bitte trotzdem vorsichtig.

Wenn du auf der Religion eines fremden Glauben, alles aufbaust.

Dann verlierst du, ein Stück Persönlichkeit & Freiheit.

Ob Studenten oder Schüler, Mensch bleibt Mensch keine Religion darf über der Liebe zwischen zwei Menschen stehen.

Die Liebe zwischen zwei Menschen ist die Basis einer guten Beziehung, die Religion ist nur die Unterstützung auf den Weg dahin.

Aber keinen steht es zu, die Religion gegen den Menschen zu nutzen, auch nicht zur Bereicherung.

Kommentar von musso ,

Durch eine Heirat bekommt er nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Höchstens ist die Wartezeit nicht so lang

Antwort
von Still, 164

Was willst du hören? Ihr seid schwer verliebt, aber ich denke, dass du auf Dauer ein Fremdkörper in der Familie bleiben wirst. Ich würde an deiner Stelle nicht konvertieren.

Antwort
von earnest, 82

In Deutschland ist das erlaubt. Und das ist auch gut so.

Gruß, earnest

Antwort
von bluestyler, 46

Du kannst zum Islam konvertieren, aber ich bitte dich, und das sage ich als Moslem, bitte mach das nicht für deinen Freund.

Wenn du daran nicht glaubst, es nicht ernst nimmst, dann bringt das alles nichts.

Außerdem gehört er einer Sekte an, die dem Koran und der Sunnah nicht entsprechen.

Sie glauben, dass es einen weiteren Propheten nach Mohammed s.a.w.s kam. Und das hat nichts mit dem Islam zu tun.

Wenn du konvertieren willst, dann beschäftige dich SELBER mit dem Islam!

Tue es nicht für deinen Freund!

Tue es aus ÜBERZEUGUNG und mache dir selbst einen Bild vom Islam!

Die Sekte Ahmadiyya haltet sich leider nicht an den Koran und an die Sunna.

Ist allerdings deine Entscheidung!

Seine Eltern sind anscheinend nicht Kulturliebhabend. Denn Muslime dürfen Frauen heiraten, die an die Schriften glauben.

( Also Christentum,Judentum)

Kommentar von SibTiger ,

Typischer sunnitischer Fundamentalismus. Die Ahmadiyya-Muslime legen den Koran wenigstens ansatzweise fortschrittlicher aus als so manche anderen islamischen Richtungen.

Und das alles noch in Verbindung mit Werbung für eine Religion aus dem Mittelalter, die nicht viel mehr zu bieten hat, als höllische Drohungen.

Kommentar von bluestyler ,

Schön für dich. Echt schön.

Trotzdem gibt Ihnen KEINER das Recht den Koran und die Sunnah des Propheten Mohammed s.a.w.s zu ändern.

Sag was du willst, juckt mich echt nicht.

Werbung habe ich nicht gemacht, habe ganz klar ausgedrückt, dass es ihre Entscheidung ist.

Kommentar von SibTiger ,

Wird doch Zeit, dass die Sunniten auch mal über ihren Schatten springen, und sich nicht mehr ständig hinter der Sunnah verstecken.

Kommentar von bluestyler ,

,,verstrecken"

Allah s.w.t sagt im Koran, dass wir in Mohammed s.a.w.s den besten Vorbild haben und wir ihn folgen sollen.

Also da gibt es nichts zu verstecken.

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man nicht schreiben SibTiger :)

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