ist eine grippschutzimpfung notwendig mein heilpraktiker sagt nie mals im leben?

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8 Antworten

Zwingend notwendig ist sie wahrscheinlich nicht. Allerdings erspart Dir die Grippeimpfung mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit eine Infektion mit Grippeviren. Da eine Grippe im Gegensatz zu Erkältungen eine schwerwiegende Krankheit ist, lohnt sich die Impfung.

Heilpraktiker vertreten oft "exotische" Auffassungen zur Medizin. Es gibt eine Reihe von Vorbehalten gegenüber Impfungen, die wissenschaftlich nie nachgewiesen werden konnten.

Natürlich gibt es in seltenen Fällen mal Nebenwirkungen, die unerwünscht sind. Dann sollte man aber auch nicht Auto oder Fahrrad fahren oder sich in einen Zug setzen. Denn dort gibt es gelegentlich Unfälle. Ich habe zwar die statistischen Zahlen nicht zur Hand, aber sehr wahrscheinlich erlebst Du eher einen Verkehrsunfall mit dem Auto oder dem Fahrrad als ein Problem infolge einer Grippeimpfung.

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Musst du halt jedes Jahr aufs neue machen, weil sich die Grippe von Jahr zu Jahr verändert. Aber man bekommt schon seltener eine Grippe. Ich, mit 27, hatte es erst einmal in meinem Leben, mein Freund noch nie zum Beispiel.

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Kommentar von Graecula
17.02.2016, 09:57

Ich habe mich noch nie gegen Grippe impfen lassen und hatte sie auch noch nie. Jetzt, in meiner Schwangerschaft, habe ich mich aber vorsichtshalber impfen lassen.

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Da sich das Grippevirus Jahr für Jahr verändert, muss auch die Impfung immer wieder angepasst werden. Impfungen können auch immer Nebenwirkungen mit sich führen und man fühlt sich beispielsweise ein paar Tage leicht krank. Außerdem bringt sie keinen 100% Schutz mit sich und schwächt die Grippe ggf. nur etwas ab.
Daher ist eine Impfung vor allem für Risikogruppen wie sehr junge Menschen, alte Menschen und kranke Menschen sinnvoll, da eine richtge Grippe für sie potenziell tötlich sein kann.
Für gesunde Menschen im Alter von 15 bis 65 sollte eine Grippe allerdings kein besonderes Risiko darstellen.
Übrgiens: Die diesjährige Grippe befällt vor allem genau diese Personen, die sich eigentlich in der risikofreien Gruppe befinden (Ähnlich wie die Spanische Grippe Ende des 1.Weltkrieg). Ihre Erreger gehören zur berühmten Gruppe der H1N1-Influenza Viren


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Notwendig nicht, man macht das Hauptsächlich bei älteren Menschen, zum Beispiel im Altenheim weil die dort ein höheres Risiko haben als ein junger Mensch.

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Sollten die Erkenntnisse aus den USA stimmen, dann ist sie kaum notwendig, weil der Schutz bei einem von hundert wirkt, und bei allen anderen kaum bis gar nicht. Bei alten Menschen und jungen kann es sogar zu Problemen kommen, aufgrund dieser Aussagen kann man sehr wohl davon ausgehen, dass Dein HP Recht hat.

Quelle: Michael T. Osterholm, PhD, MPH

Osterholm ist der Ansicht, dass eine Grippeimpfung idealerweise eine Effektivität innerhalb aller Altersgruppen von 85 bis 95 Prozent aufweisen sollte, bevor man den Impfstoff überhaupt effektiv und nützlich nennen dürfe. Das bedeutet gleichzeitig, dass jene Impfungen, die alljährlich mehreren Millionen Menschen verabreicht werden, nichts anderes sind als medizinische Fragwürdigkeiten.


Dennoch werden Grippeimpfungen immer noch als "der beste erhältlicheSchutz" gegen die Grippe beworben, was man als stark übertriebene undvöllig realitätsferne Werbemassnahme bezeichnen darf.

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Kommentar von Graecula
17.02.2016, 09:54

Im Moment weist die Impfung einen 95%igen Schutz auf, da bisher lediglich unmutierte H1N1-Viren unterwegs sind. Blöd wirds nur, wenn der B-Typ dazu kommt. Ich bin schwanger und froh, geimpft zu sein! Zuvor habe ich mich nie gegen Grippe impfen lassen. Einfach nur deswegen, weil ich die Influenza locker weggesteckt hätte.

Übrigens vertrau ich so fest in die Wissenschaft, dass ich mich vor Ablauf der 12 Wochen habe impfen lassen!

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Kommentar von kayo1548
17.02.2016, 17:46

"weil der Schutz bei einem von hundert wirkt"

also das wäre mir neu und davon steht auch nichts in der von dir angegebenen Studie.

Dort werden Werte von 59% bei tiv impfstoffen und 83% bei aktivimpfstoffen erreicht.

Wobei der Datensatz nur eingeschränkt war und bei erstgenannten nur Erwachsene bis 65 und bei zweitem nur Kinder berücksichtigte.

Wobei man sagen muss, dass gerade bei der Grippe die Wirkung oft schwankt, da ja auch der Grippestamm relativ häufig schwankt und man praktisch jedes Jahr vorausschauend agieren muss.

Auch spielt das Alter offenbar eine gewisse Rolle.

Und richtig Osterholm will, dass man die Effektivität der Impfung steigert (was ich auch befürworten würde), aber er hat nicht erwähnt, dass selbige ineffektiv oder unnützlich ist

Er hat nur geschrieben, dass man neue Impfstoffe braucht um da einen besseren Schutz zu erreichen.

"nichts anderes sind als medizinische Fragwürdigkeiten.

"

was ist daran fragwürdig?

"als "der beste erhältlicheSchutz" gegen die Grippe beworben"

habe ich noch nie gehört.

Zumal der beste Schutz sicher wie immer Hygiene ist.

Aber ein zusätzlicher Schutz (auch wenn dieser nicht 100%ig ist) ist besser als gar keiner, insbesondere für Risikopatienten.

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Wenn du einer Risikogruppe agehoerst dann ist das sehr sinvoll: Wenn du z.B. Asthma hast oder alt bist.

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Nur wenn du zu einer Risikogruppe gehörst, solltest du darüber nachdenken.

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Man sollte besser auf Leute hören, die etwas von Medizin verstehen, weil sie jahrelang studiert haben, und nicht auf Leute, die lediglich eine Überprüfung durch das Gesundheitsamt absolviert haben.

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