Ist eine gesunde Beziehung zwischen Pfleger und Patient möglich?

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7 Antworten

Lieber Gregorsbuch - ich würde abraten. Nach den Lehren der Sozialpsychologie müssen wenigstens drei Voraussetzungen erfüllt sein: Freiwilligkeit - Unabhängigkeit - Gleichheit. Ohne diese Voraussetzungen kann sich allenfalls nur eine Kümmerform von Liebe entwickeln. Wenn deine Definition des Pfleger-Patient-Verhältnisses als Abhängigkeitsverhältnis zutrifft, ist die Unabhängigkeit nicht gegeben. Die Gleichheit ist durch Diagnose und Medikation in jedem Fall nicht da. Es ist also eine einzige Voraussetzung von dreien erfüllt: Die Freiwilligkeit. Diese Basis ist zu schmal für eine Liebesbeziehung, als dass sie für beide dauerhaft erfüllend sein könnte. Eher wird ein Fiasko eingeleitet.

In einem psychiatrischen Krankenhaus sind aber nicht nur psychisch Kranke. Es gibt dort auch geistig Behinderte. Es gibt sogar geistig Gesunde, die nur körperlich schwer behindert sind: Spastiker. Schon oft habe ich mich gefragt, wie Heranwachsende und junge Erwachsene in all diesen Gruppen das Fehlen von Zärtlichkeit ertragen. Die Grundvoraussetzungen für partnerschaftliche Liebe treffen für alle zu - auch auf sie. Bedeutet es, dass sie ein Leben lang zur sexuellen Enthaltsamkeit verurteilt sind? Ohne etwas verbrochen zu haben?

Ich habe dir zwar abgeraten. Doch es ist gut, dass Du das Thema angesprochen hast. Vielleicht gibt es doch praktizierbare Lösungen. mfg

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Kommentar von PtSylvia
13.05.2016, 08:27

He , du hattest das Thema Körperliche Behinderte Menschen angesprochen leider Muss ich dir da wiedersprechen , den sie können trotzdem ihre Sexualleben und Zärtlichkeiten Austauschen ( ich kann das sagen , da ich mehrfach schon als reisebegleitung mit Menschen mit Behinderungen mitgefahren bin und diese Menschen Haben genauso das Bedürfnis nach Liebe und Sex , Thema Spastiker klar es kommt immer auf die Form an der Spastik was das Thema Geschlechtsverkehr angeht das funktioniert zum Teil da es darauf ankommt wo die Stelle ist die geschädigt ist am Effenten System der Nervenbahnen , Zudem ist können auch geistigBehindere Menschen genauso den Drang haben wie wir die einen Durchschnittlichen IQ besitzen . Und Klar Die Neurologie und die Pyschatrie kann man als Fachkrankenhaus nicht Trennen . Und Thema Spastiker die Können genauso wie Leute die Einen Querschnitt haben trotzdem Ihre Zärtlichkeiten Austauschen ,und Bei manscn Gehts und bei anderen nicht die finden so wie bei es den Filmwr " ziemlich beste Freunde " halt ne andere Lösung ihre Sexuerlle Befriedigung zu finden . Deshalb bitte nicht pauschalisieren das Spastiker ihr Sexualleben nicht ausleben können , oder auch Behinderete Menschen . Ansonsten würde ich Empfehlen such mal sich als Reisebegleitung für Menschen mit Behinderung mal so eine Fahrt mitzumachen und 24 h Betreuung zu haben uber eine Woche bei diesen Punkt ihrer Antwort.

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hallo,

ja ich denke schon. Aber eher im Privaten und nicht bei der Arbeit sonst kriegt man da bald eine Kündigung , wenn das auffliegen sollte..

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Das kommt auf den Zustand des Patienten an, wenn es keine Abhängigkeitsbeziehung werden soll. Im Beruf sollte so etwas nicht ausgeübt werden, eher nur im Privaten.

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Also ich denke als erstes sind die Patienten im Krankenhaus oder Psychiatrie auch Menschen mit Gefühlen da ändert auch die Krankheit nichts. Aber ich denke man sollte eine Personal/ Patienten Beziehung vermeiden. Eine Freundin von mir hat auch einen Mann kennengelernt der Patient in einer Psychatrie war.....er war Alkoholiker und auch Borderline Erkrankt aber ansonsten ein sehr netter Mensch solange er nicht getrunken hat, er hat meiner Freundin das Leben sehr schwer gemacht und ich musste mehrmals in der Nacht zu ihr fahren weil er sich was angetan hat wenn er kein Bier hatte...Sie hat sich wirklich bemüht aber ohne Erfolg.....was nicht heißen soll das alle so sind....es gibt bestimmt auch welche die sich ändern....Die Gefahr das ein Patient Rückfälle erleidet und dann wieder auf die Station kommt wo die Liebste Arbeitet ist sehr groß und dann hat man sich vielleicht mal gestritten und dann besteht die Gefahr das Dinge über den Pfleger/Pflegerin erzählt werden die eigentlich nicht raus kommen sollten. So ähnlich ist es meiner Freundinn ergangen und Sie musste die Station wechseln. Es ist Riskant .Ich denke es ist besser das man genau überlegt ob es Sinn macht und ob man wirklich solch ein Risiko eingeht evtl. seinen Job zu verlieren.....Aber wie sagt man so schön.....Da wo die Liebe hinfällt....lg

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Ich habe hier zwar keine Erfahrungen, aber ich stelle es mir unendlich schwierig vor. Zum einen will man dem/der PatientIn ja beweisen wollen, dass einem die Person als Mensch so wichtig geworden ist, um sich selbst auch Zweifel nehmen zu wollen, zum anderen muss man natürlich gegen die anderen arbeiten, die das argwöhnisch betrachten und darin ausschließlich eine Ausnutzung deines Patientenverhältnisses sehen.

Kommt hinzu, dass es vielleicht auch eine Frage ist, wie schwer der/die PatientIn erkrankt ist und zuletzt bleibt die Frage, was ist, wenn es schief geht?

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Nein ich denke nicht, dass das möglich ist. Er ist Pfleger und muß jedem Patienten neutral gegenüber stehen. Sollte er sich auf eine Beziehung einlassen ist er dir gegenüber nicht mehr neutral

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Es passier andauernd, dass sich Patienten in Pfleger oder Therapeuten verlieben. Die Pfleger sind professionell im Umgang damit geschult. Es wird also nichts passieren!

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