Schlumpffrau am 13.07.2008 um 16:21 Uhr
Ist eine freie Reparaturwerkstatt für Autos genauso gut im Service wie eine Marken gebundene? Ich denke da so an die Geräte, die gebraucht werden zum Elektronik messen, die können doch dann nicht von allen Marken die Messinstrumente da haben, oder?

die Frage kannst auch andersherum stellen.. ist eine Markenwerkstatt genau so gut , wie eine freie Werkstatt..das sollte un dmuss man selbst ausprobieren
ich für meinen Teil ziehe meine freie Werkstatt vor und das nicht nur aus Kostengründen
Wenn Du ein ganz spezielles Fahrzeug hast ist das wohl schon ein Problem mit den Diagnosegeräten, wenn Du aber ein normales Auto hast wird wohl nicht so viel Unterschied sein, als dass das die Qualität beeinflussen würde, denke ich mal.
Meine Erfahrung: sie wollen meist gleich ein neues Fahrzeug verkaufen. Außerdem sind sie viel penibler beim TÜV. Mein Auto haben sie vor 4 Jahren als Schrott bezeichnet. Nach einer langen Mängelliste, die ich bei einer freien Werkstatt nach Gegenangebot hab für fast die Hälfte abarbeiten lassen, war es für mich Grund genug zu der freien zu wechseln. Zumal die Teile auch nur bei VW bestellt wurden. Sie meinten die Mängel seien überzogen. Und mein Auto hat seit dem 2x Tüv o. Mängel bekommen und summt wie eine Biene.
Deine Frage ist berechtigt ! Viele Fabrikate und Modelle, bedeutet auch sehr viele Spezialwerkzeuge. Und da wird gerne gespart und deshalb improvisiert. Ist etwa wie wenn Du Dir einen Allgemeinmediziner suchst. Es ist letztendlich eine Vertrauensfrage.

Diese Frage kann man nicht allgemein beantworten, da es sehr von der jeweiligen Werkstatt abhängt. "Meine" freie Werkstatt ziehe ich gerade wegen des guten Services jeder "markengebundenen" (gibt's ja eigentlich nicht mehr) Vertragswerkstatt vor. Jedenfalls, solange es sich nicht ein spezielles Problem mit dem Bordcomputer handelt, bei dem nur der Hersteller weiterhelfen kann.
Ist ja schön, daß hier so viele gute Erfahrungen mit den Freien gemacht haben. Meine Erfahrungen sind gegensätzlicher Natur: Die Freien wollen und können eigentlich nur die Primitivarbeiten (Bremsen, Auspuff)machen. So bald es komplizierter wird, wissen viele nicht mehr ein und aus. Der Grund liegt auf der Hand: Jährlich kommen Dutzende neuer Modelle auf den Markt. Die Technik wird immer komplizierter, und oftmals ist es ja nicht nur das Schulwissen, sondern einfach die Erfahrung, die den Freien fehlt. Jeder Markenbetrieb (doch, die gibts noch!) muß seine Mitarbeiter auf die neuen Modelle schulen und auch sonst schauen, daß sie immer fit sind. Er muß Spezialwerkzeuge und spezielle Tester kaufen und er steht mit dem Hersteller und dessen Spezialisten in Verbindung, die den ganzen Tag nix anderes machen als Probleme aus der ganzen Welt zu sammeln und zu lösen. Das ganze gibt unterm Strich eine Kompetenz, die der Freie, der ja meist vorgibt "alle Marken" zu reparieren, gar nicht leisten, selbst wenn er wollte. Wenn er jeden Mitarbeiter nur drei Tage pro Marke auf Schulung schickt (wenn er sie denn bekommen würde), wäre der Mitarbeiter nie da! Und außerdem fehlt ihm die Erfahrung. Während der Mechaniker einer Markenwerkstatt genau weiß, wo er hinlangen muß, stochert der Freie im Nebel. Oftmals braucht er deutlich länger, was den auf den ersten Blick günstigeren Stundensatz mehr als ausgleicht. Klar, er verwendet oft günstigere Verschleißteile. Die beim Markenhändler sind teurer, weil der Hersteller mit daran verdient. Aber: Weiß der Freie auch immer genau, was er da einbaut? Kann er überhaupt getestet haben, ob die Bremsbeläge nicht einen längeren Bremsweg haben, der Auspuff nur halb so lange hält, der Ölfilter aus China überhaupt das Öl richtig filtert? Diese Sicherheit kostet Geld. Daher: Meine Efahrung: Beim Markenhändler bekomme ich höhere Qualität schneller und oftmals sogar preiswerter. Aber jeder kann da machen, was er will. Nur: So eindeutig, wie Ihr das hier reinschreibt, ist es nun wirklich nicht. Da läßt sich manch einer täuschen.
so ist es. DH
Ist bei mir nicht anders. DH