Ist eine Biogasanlage nicht eigentlich eine Photovoltaikanlage in kompliziert?

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4 Antworten

Pflanzen die als Nahrungsmittel geeignet sind, wandern auch nicht in eine BGA und noch haben wir hier auch keine echte Konkurrenz von Nahrungs- und Rohstoffpflanzen.

Eine BGA hat den entscheidenden Vorteil, dass sie rund um die Uhr gleichmäßig Strom produzieren kann, völlig unabhängig von der Witterung.

Ein häufiger Fehler bezogen auf "erneuerbare" Energien ist, dass man oft nur an eine Technologie gleichzeitig denkt. Die Förderungen für Biogas haben zu einem zu großen Ausbau dieser Technologie geführt, sind aber ja auch inzwischen schon eingestellt, wie es sich weiter entwickeln wird, werden wir sehen. Man muss sich dabei immer kalr machen, dass es nicht DIE Lösung gibt, sondern dass es viele kleine Einzellösungen sind.

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Kommentar von Tarantula111
06.03.2016, 02:18

Ich habe mich grad schon in den anderen beiden Antworten über BGAs ausgekotzt und willl das jetzt nicht noch ein drittes Mal tun. Verstehen tu ich das trotz allem noch nicht so recht. Vielleicht seh ich unsere Natur auch als zu wichtig, wobei es für mich keinen Sinn ergibt, die Natur als unwichtig zu betrachten..

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Wenn man die reinen Stromgestehungskosten neuer Kraftwerke rechnet, dann ist in den letzten Jahren die Fotovoltaik durchaus wettbewerbsfähig geworden mit der Biomasse-Kraftwerkstechnik. Das ist aber nur ein Teil der Rechnung.

Für die Nutzung der Fotovoltaik müssen noch die Kosten der erforderlichen aufwendigen Energiespeicher in Rechnung gestellt werden, während die Wärmekraftwerke mittels Kraft-Wärme-Kopplung noch ein einträgliches Nebengeschäft mit der Fernheizung machen.

Unter dem Strich ist damit das Biomasse-Heizkraftwerk weitaus kostengünstiger als jede Fotovoltaik.  

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Kommentar von Tarantula111
06.03.2016, 02:14

Das mag sein. Trotzdem ist das absoluter Mist für unsere Umwelt, von der auch wir abhängig sind. Warum greift der Staat da nicht ein und subventioniert Photovoltaikanlagen? Weil die BGA-Lobby zu mächtig ist? Es ist echt traurig, dass von allem nur noch der umsetzbare Wert zählt. Warum nicht Nahrungsmittel anbauen, oder Wälder (meinetwegen auch forstwirtschaftlich genutzt) anpflanzen, wenn die Flächen zur Verfügung stehen? Dann bestände die Möglichkeit, unser eigentliches Ökosystem wieder herzustellen, in dem sich auch Wölfe, Wisente, Großtrappen, Luchse und vielleicht auch irgendwann wieder Braunbären ansiedeln könnten. Ist der Mensch wirklich so egoistisch, dass er so viele Lebewesen aussterben lässt, um noch die paar € mehr aus seinen Flächen zu holen? Ich bin selber absolut kein Stadtkind, dem die Landwirtschaft völlig fremd ist. Aber gerade deshalb versteh ich nicht, warum unsere Ökosysteme nicht mehr geschützt werden... Ich glaube die meisten Menschen haben schlicht keine Ahnung, wie die Welt hier aussehen würde, wenn der Mensch nicht so massiv in die Natur eingegriffen hätte... Die meisten wissen vermutlich nicht einmal, was eine Großtrappe ist. Woher auch? Wenn man nicht selbst recherchiert, kommt man ja auch nicht darauf, welche Tiere hier ohne den Menschen heimisch wären...

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Biogas ist nichts anderes als "Fäulnisgas"(Sumpfgas,Methan)

Wenn pflanzliches oder tierisches Material vergammelt, dann entsteht "Methan" Dies ist brennbar und man kann es zu Heizen verwenden..

Man braucht dafür aber Anbaufläche und Mais liefert hierfür das meiste Pflanzenmaterial,also das meiste "Biogas"

Ein Hekta Mais,10000 m^2 (Quadratmeter),liefert dabei  ca, 47 Tonnen Pflanzenmaterial.Normal sind 40 Tonnen.

Wenn ein Bauer nun das Biogas einen Benzinmotor zuführt,dann werden nur ca. 35 % der zugeführten Energier in elektrischen Strom verwandelt.

Der Rest geht als Abwärme an die Umwelt.Nur wenn der Bauer die Abwärme für die Heizung seines Wohnhauses nutzt oder zur Beheizung des Schweinestalls,dann wird die Abwärme wenigstens etwas genutzt.

Im Sommer wird aber die Abwärme,65% der Energie ,an die Umwelt abgeführt.

"Biogas" hat also nichts mit Bio zu tun und es geht hier nur um Subventionen,die wir Bürger alle bezahlen müssen !!

Deutschland importiert Lebensmittel,während hier tausende von Hektar mit Mais bepflanzt werden,für Biogasanlagen.

Würde Deutschland keine Lebensmittel einführen,dann hätten wir hier wegen der "Biogasanlagen" eine Lebensmittelknappheit oder oder eine Hungersnot.

MERKE : Biogasanlagen haben nichts mit "Bio" zu tun !! 

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Kommentar von Agronom
05.03.2016, 13:10

Erstmal vorweg, die ökologische Wirtschaft hat die Bezeichnung Bio nicht gepachtet! Biogas ist voll und ganz "bio", denn es steht hier schlicht und einfach für "biologisch" und Pflanzen sowie Gülle sind nunmal biologisch, egal wie sie produziert werden oder was mit ihnen angestellt wird.

Die Subventionen sind inzwischen auch stark eingeschränkt, sodass der Ausbau reduziert wird.

Auch ohne dieses Ausmaß würden wir weiterhin Nahrungsmittel importieren, es wären sicher etwas weniger, aber wir wären mit Sicherheit keine "Selbstversorger".

Bezogen auf den Klimawandel bzw. die eigentlich gewünschte CO2-Reduzierung machen BGAs aber auch nur bedingt sinn, in Schleswig-Holstein z.B. wurde für die Maisflächen anfangs viele Dauergrünlandflächen umgebrochen, dabei wurde massiv CO2 aus dem Boden frei und so müssen die BGAs ca. 20 Jahre laufen, damit sie diese Ausstöße erstmal ausgeglichen haben.

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Kommentar von Tarantula111
06.03.2016, 02:02

Das ist zwar vollkommen richtig, aber wenn man nicht krankhaft versuchen würde, jeden Hektar irgendwie nutzbar zu machen und stattdessen auf Photovoltaikanlagen setzen würde, hätten die Eigentümer/Pächter der Flächen doch auch ihren Strom, den sie verkaufen würden, könnten zudem aber auch Wälder und andere wichtige Ökosysteme wieder renaturieren. Warum hat sich dieser Gedanke, das landwirtschaftlich nicht genutzte Flächen zwangsläufig schlecht sind so extrem in den Köpfen der Landwirte eingebrannt? Es ist echt traurig, dass die Menschen in allem nur noch den umsetzbaren Wert sehen. Vor allem die Menschen, dir etwas ändern könnten. Nämlich die Landwirte, die die Flächen bewirtschaften. Wenn wir nicht alle unsere Flächen für Nahrungsmittel verwenden können, ist das doch an sich nichts schlimmes. Das ist aber noch lange kein Grund dafür, die Flächen mit Monokulturen zuzuklatschen, nur um sie zu bewirtschaften. Die Natur kann sehr wohl ohne den Menschen leben. Der Mensch aber nicht ohne die Natur. Warum also die Natur zerstören? Das ist doch vollkommen sinnlos

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Die Frage ist wirklich, wieviel Energie man pro Hektare im Durchschnitt ernten kann,

  • wenn man darauf Enerigepflanzen zieht, oder
  • wenn man darauf Solarzellen anordnet.

Kann das jemand hier wirklich sagen?

Vorteil der Biomasse ist natürlich, dass sie lagerbar und transportierbar ist.
Nachteil aber, dass sie über längere Zeit akkumuliert werden muss und nicht sofort verfügbar ist.
Beide Erzeugungsarten müssen zudem "bewirtschaftet" werden, Biomasse braucht auch noch Wasser, was auch in die Ökobilanz einfliesst.

Nach meinem Eindruck ist der Wirkungsgrad der Photosynthese viel kleiner als jener von Solarzellen.
Aber ich habe keine fundierten Hintergründe. Wer hilft?


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