Ein absolutes "JA!" Die meisten Leute denken heute bei Berufsunfähigkeit daran, dass dies die Folge eines Unfalls wäre. Dabei wird heute jeder 4. im Laufe seines Arbeitslebens berufunfähig und dabei die meisten durch Krankheit. 29,9% psychisch bedingt (z.B. Mobbing, Stress, Burn out u.ä.), 22,8% Skelett (Wirbelsäule, Gelenke), 12,8% Herz, 14,1% durch Krebs, 18,6% durch andere Krankheiten (z.B. Mehlstauballergien, etc.) und nur 2,5% durch einen Unfall (Quelle: map-report 2004, Datenbasis Verband Deutscher Rentenversicherer). Selbst eine gute Absicherung der eigenen Altersvorsorge ist gefährdet, da die Beiträge nicht mehr gezahlt werden können. Ganz zu schweigen vom Lebensstandard und der evtl. ohnehin schon eingeschränkten Lebensqualität. Aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist nichts zu erwarten, da sie nur noch eine Erwerbsabsicherung bietet und die ist äußerst schwer zu bekommen, da die gesetzliche RV nach wie vor den sog. abstrakten Verweis hat (sh. Ausführungen von BrunnerDD). Selbst einem Schreiner, dem aufgrund eines Unfalls 1 Bein amputiert wurde, bei dem 1 Arm und 1 Lungenflügel nicht mehr gebrauchsfähig sind, ist keine Erwerbsunfähigkeitsrente gewährt worden, da er ja z.B. als Pförtner noch mehr wie 6 Stunden arbeiten könnte. Ich kenne keinen Arbeitgeber, der einen Behinderten mit diesem Behinderungsgrad einstellt. Dieser kauft sich lieber frei, weil risikolos. Übrigens in diesem Fall bezahlt die private BU-Versicherung, die er hatte. Es gibt in Deutschland ca. 10 Versicherer, deren BU-Policen empfehlenswert sind (Infos gibt es z.B. bei Focus-Money). Wichtig ist, dass zuvor jedoch eine genaue Bedarfsanalyse gemacht wird, damit die Höhe der BU-Rente richtig ermittelt wird. Der Gesetzgeber verbietet nämlich eine Bereicherung. Auch sind Vorerkrankungen unbedingt richtig und vollständig anzugeben, selbst wenn dies anfangs möglicherweise zu Problemen mit dem Versicherer führt und erst ein zweiter das Risiko übernimmt, denn wenn der Fall eintritt und die dann in jedem Fall fällige Überprüfung stattfindet, kann es bei falschen Angaben zum eigenen Gesundheitszustand zu bösen Überraschungen kommen. Kurzum, eine qualifizierte Beratung durch einen kompetenten Berater ist absolut nötig. Und die sitzen nicht unbedingt bei den Banken. Dies sind Bankkaufleute, nicht aber Versicherungsspezialisten. Und in jungen Jahren ist die BU-Versicherung preisgünstig.