Ist eine Anzeige berechtigt (EBAY)?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Hallo,

moralische Würdigung: Verwerflich

Strafrechtliche Würdigung: Kommt auf den genauen Wortlaut des Angebots an, es wird aber auf folgendes Rauslaufen:

Die Anzeige ist von vornherein so gestaltet, dass jeder durchschnittliche Interessent den Text liest, als ob es sich tatsächlich um die Ware selbst handelt. Er kommt nicht auf die Idee, dass nur die Originalverpackung/Screenshot gemeint ist. Wenn tatsächlich klar erkennbar ist, dass der Verkäufer in betrügerischer Absicht handelt, macht er sichdamit wegen versuchtem oder vollendetem Betruges nach § 263 des Strafgesetzbuches (StGB) strafbar... aber wie gesagt, da gehts um die genaue Aufmachung der Auktion. Was aber auf jeden Fall greift:

Zivilrechtliche Würdigung: 

§ 123 BGB
Anfechtbarkeit wegen Täuschung oder Drohung

(1) Wer zur Abgabe einer Willenserklärung durch arglistige Täuschung oder widerrechtlich durch Drohung bestimmt worden ist, kann die Erklärung anfechten.

Arglistige Täuschung wurde diesbezüglich bereits durch mehrere Urteile bestätigt (z.B. 2006 AG Recklinghausen.

Oder noch einfacher:

§ 119 BGB
Anfechtbarkeit wegen Irrtums

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.

Das heißt, das widerrechtlich erlangte Geld (und ja das ist widerrechtlich erlangt, egal was in der Artikelbeschreibung steht) muss auf jeden Fall zurückgezahlt werden. Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung zusätzlich noch die Gerichtskosten und die Anwaltskosten des Klägers.

Und warum das Ganze: Weil du genau weißt, dass niemand für einen Screenshot soviel zahlen würde, wie für die echte Ware und somit diesen Irrtum vom anderen klar in Kauf nimmst. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Diese Masche gibt es seit Jahren. Da wird eine Playstation beworben und im Test steht dann, dass es nur um den Karton handelt.

So ein Fall ging mal vor dem Düsseldorfer AG und der Käufer bekam recht, der Verkäufer musste nicht nur die Ware zurücknehmen, sondern auch noch die Gerichtskosten und die Anwaltskosten des Käufers übernehmen.

Zwar ging es in dem Fall nicht um Strafrecht/Betrug, sondern nur um Zivilrecht; dennoch wurde es verdammt teuer für den Verkäufer, also dich. Also überlege dir sehr gründlich, ob du eine Klage riskieren möchtest und viel Geld bezahlen willst. Die Gerichte gehen dazu über, trotz vermeintlich richtiger Beschreibung den Käufer recht zu geben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du würdest das nicht verkaufen, wenn du nicht davon ausgehen würdest, dass jemand darauf reinfällt. Der Trick ist nicht neu und wenn du tatsächlich soviel verlangt hast, wie der echte Artikel kosten würde, dann sieht das schon eher nach einer bewussten Täuschung aus. Letztendlich weißt du ganz genau, dass so ein Bild quasi wertlos ist und spätestens bei einem sehr überhöhten Preis, ist das bewusst.

Verlinke mal bitte das Angebot, wie eindeutig hast du das genau beschrieben? In welcher Kategorie war denn der Artikel?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du zockst die Leute also mit wertlosen Bildchen ab. Ich hätte dich so schnell angezeigt das du nicht gucken könntest

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

(Rückgabe war ausgeschlossen)

Na klar, hast Du die Rückgabe ausgeschlossen.

Das Bild wäre ja dann schon gebraucht und Du hättest es nicht wieder verwenden können. Wahrscheinlich hat das Bild dann auch noch alle technischen Eigenschaften des Artikels in der Artikelbeschreibung.

und deswegen Anzeige wegen Betrugs aufgibt

Nein, er wird Strafanzeige wegen eines Betrugsversuchs stellen und ein Richter stellt dann fest, das es Betrug war.

Herzlichen Glückwunsch zur Vorstrafe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ohne sich die Auktion ansehen zu können kann Niemand beurteilen, ob wirklich 'klar beschrieben' wurde, was du tatsächlich abgeboten hast.

Lade bitte den link zur Auktion hoch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In welche Kategorie hast Du es denn eingestellt? Für ein Bild hättest Du als virtuelle Ware anbieten müssen. Ich wünsche Dir ein dicke, teure Anzeige an den Hals, damit Du keine Angebote auf Dummenfang mehr einstellen wirst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bitte gib einen Link zur Auktion, ohne diesen ist eine sinnvolle Antwort nicht möglich.

Danke.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meines Erachtens nach ist hier der Tatbestand erfüllt. Ich glaube kaum, dass jemand erwarten könnte, dass ihm wertlose Screenshots verkauft werden. Wer würde sowas kaufen? Stattdessen liegt es nahe, dass der Verkäufer darauf wartet, bis sich jemand verliest und erst im Nachhinein feststellt, worum es sich handelt.

So etwas nennt sich im Laienmunde "Abzocke", Juristen nennen es "Betrug nach §263 StGB".

Hier wird durch Vorspiegelungen falscher Tatsachen ein Irrtum erregt, nämlich der Irrtum ein Produkt zu erwerben und kein Abbild davon.

Die Anzeige hätte Aussicht auf Erfolg.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wieso verschwende ich meine Zeit mit guides wenn einfach nur Bilder verschicken genauso gut geht?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da werde ich dir sicherlich nicht weiterhelfen.

Meiner Meinung nach einfach nur lächerlicher Betrug

Hängt nur davon ab ob es wirklich EINDEUTIG beschrieben wurde, dass nur ein Screenshot erworben wird.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es ist trotzdem betrug, da du ja davon ausgehen tust das die leute sich verlesen und auf deinen trick reinfallen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?