ImmerGutGelaunt am 06.08.2008 um 21:53 Uhr
Was würdet Ihr tun wenn Ihr wüsstet, dass das noch nicht geborene Baby eine geistige oder körperliche Behinderung hätte?
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Es hätte uns auch geschehen können und dann hätte man uns auch abgetrieben.... ?

das kind hat sich die behinderung ja nicht ausgesucht und ist bestimmt glücklicher behindert zu leben, als gar nicht. Es gibt sehr glückliche behinderte Kinder; Gott zu spielen und über den Tod des Kindes zu entscheiden, finde ich einfach nicht fair. Außer natürlich das Kind ist so schwer behindert, dass es vom Leben gar nichts mitbekommt...aber das ist gott sei dank eher selten so.

Es ist doch noch immer das Kind, was ich in meinem Bauch trage und bereits wochenlang mich drauf gefreut habe. Muss denn immer alles perfekt sein? Was kann das ungeborene Kind denn für seine Krankheit?
LG
Wieselchen

Wer bestimmt über lebenswertes oder lebensunwertes Leben???
ich muss nochmal was dazu schreiben, meine schwester arbeitet als heilerziehungspflegerin, also arbeitet mit behinderten, auch ein behindertes kind kann dir soviel liebe geben, das es unfassbar ist, das kind kann nichts dafür das es behindert ist, vergiss das nie

für mich ist das mord oder todschlag wie auch immer auch wenn es noch so klein ist...
ich muss noch etwas dazu fügen, untersuchungen sind niemals 100 prozentig du musst damit rechnen wenn du oder wer auch immer abtreibt ein ganz gesundes baby getötet zu ham
Zuerst einmal solltest du dich fragen, ob irgendjemand das Recht hat, darüber zu urteilen, was "lebenswert" ist oder zu entscheiden, ob ein Menschen leben oder sterben sollte. Dann solltest du dich von dem Wort Abtreibung trennen, sei ehrlich. Abtreibung bedeutet: Es wird ein wehrloser, unschuldiger Mensch hinterhältig getötet. Wer das bei einem geborenen Menschen macht, wird wegen Mord angeklagt. Weiter solltest du wissen, das Ärzte überhaupt nicht mehr wissen als andere Menschen. Erst letztens kam die Meldung, dass die bisher als überflüssig geltenden Stellen zwischen den Genen (das sind endlose Wiederholungen) anscheinend doch sinnvoll sind. Und dass manche sogenannten Gendefekte nur in einzelnen Fällen zu einer sichtbaren "Behinderung" führen. Wieviel Kinder wurden getötet, weil man anhand der Gene glaubte es wird krank werden?
Das führt mich zum letzten Punkt: Wer gibt uns das Recht, die "Andersartigkeit" eines Menschen als "Behinderung" zu titulieren? Wer kann wissen, was in den Köpfen angeblich geistig behinderter Menschen vor sich geht? Wenn wir anfangen (und leider sind wir schon fix dabei) zwischen wertvollem und überflüssigem Leben zu unterscheiden, dann sind wir bald wieder im dritten Reich, wo Ärzte!!!! Menschenversuche durchgeführt haben mit Menschen, die in den Augen dieser Ärzte "wertloses" weil behindertes Leben waren.
Noch ein Wort zur Abtreibung: Mehr als 125.000 Babys werden in Deutschland jedes Jahr getötet, weil andere Menschen der Meinung waren sie hatten ein Recht dazu, zu töten. Dieses Blut schreit zum Himmel. Salopp gesagt. Ich bin dafür, dass Jede Frau selbst über Ihren Bauch entscheiden kann, aber Ihr Bauch ist nicht das gleiche wie das Baby in diesem Bauch, das Baby hat ein eigenes Leben und das Recht selbst zu entscheiden ob es leben will. Bis auf gewisse Ausnahmen (wie Vergewaltigung) sollte jede Frau und jeder Mann bei einer sexuellen Vereinigung VORHER überlegen und verhüten. Abtreibung ist KEINE Verhütung. Ich bin daher gegen das Töten von ungeborenen Baby. Niemand hat dazu ein Recht, auch eine Mutter nicht.

Diese Frage kann niemand, sofern er nicht selbst betroffen ist, beantworten

Ich bin nicht kirchlich gebunden, deswegen würde ich so ein Kind nicht bekommen wollen und doch eher abtreiben. Im Bekanntenkreis gibt es ein behindertes Kind. Deswegen möchte ich es mir nicht antuen wollen, ein offensichtlich behindertes Kind bekommen zu wollen.
CrazyDaisy am 6. August 2008 23:47 Aus tiefstem Herzen Dank für eine ehrliche Antwort!

Jedes Kind hat ein Recht auf Leben.

Auch ein behindertes Kind hat das Recht auf sein Leben.
Ich bin gegen Abtreibung und sehe es als Christ als eine Sünde. Vielleicht kann man diesem Kind ja doch noch ein schönes Leben ermöglichen, stattliche Unterstützung oder Hilfe von Verwandten beantragen.
Ich bin GEGEN Abtreibung...aus der Bibel geht klar hervor dass Gott schon vor der Geburt mit den Menschen Pläne hatte und somit ist Abtreibung in meinen Augen die Tötung gottgewollten Lebens...auch wenn es behindert ist.
ABER ich weiß nicht wie ich in solch einem fall reagieren würde, wenn es nun eine Behinderung hätte...ich als Außenstehender, der ja nicht betroffen ist, hab ja gut reden... aber...bin dagegen
http://www.gutefrage.net/frage/was-spricht-alles-gegen-eine-abtreibung
beantwortet von soulmate am 25. Juni 2009 12:12
Da es ein "LEBEWESEN" ist! ?
Bei meinen Sohn wurde in der 13.ssw eine Nakenfalte von 4,5mm festgestellt, der Arzt wollte sofort ein Abtreibug veranlassen! Ich hab mich für mein Baby entschieden, obwohl der Arzt meinte das dieses Kind sicher behindert sein wird und er gab mir keine hoffnung das ein Wunder geschehen wird! Ich lehnte jede untersuchung ab, ausser das Organscreening hatte ich machen lassen, aus dem Grund - wenn er nach der Geburt medizinische hilfe bräuchte! Anscheinend hätte er ja ein Down syndrom werden sollen! Oder nicht Lebensfähig!
Ich gebar am 27.01.09 einen kerngesunden Jungen, sogar mit 3980gramm und 53cm groß!
Wer sagt da, dass es keine Wunder gibt, ich halte dieses Wunder in meinen Händen!
Ich hab mich trotz dieser Diagnose für ihn entschieden! Meine Meinung, wer keine Kinder haben möchte oder er zweifeln hat, der sollte sich unterbinden oder gar keinen Sex haben!
Im Leben gibt es immer eine Lösung. Es gibt keinen zwingenden Grund abzutreiben. Abtreibung ist nie die adäquate Antwort auf die Notlage einer Schwangeren.
Für das Leben aber gibt es 1000 und mehr Gründe: Jedes trotz Behinderung geborene Kind, jede glückliche Mutter veranschaulicht das aufs Neue.
Ich würde abtreiben,aber nur aus dem Grund,weil ich dem Kind keinen Gefallen damit täte. Was,wenn ich nicht mehr für das Kind da sein könnte(Krankheit,Tod...)
Marderu am 6. August 2008 21:56 für diesen fall gibt es den rest der familie oder notfalls pfleger...
Wieselchen1 am 6. August 2008 21:57 Und das kannst du entscheiden, ob du dem Kind damit einen Gefallen tust, es zu töten....
LG
Wieselchen
naja,ich meine,wenn es doch schwerst behindert wäre,dann hätte es doch nichts vonm Leben.
albundysohn am 6. August 2008 22:03 Kann man so nicht sagen bzw. wissen
Wieselchen1 am 6. August 2008 22:11 Und woher weißt du das so genau? Jeder Mensch ist anders, empfindet sein Leben anders. Und auch behinderte Menschen können Freude am Leben empfinden. Kennst du Steven Hawkins? Ein Paradebeispiel für einen Schwerstbehinderten, der eine ganze Menge aus seinem Leben gemacht hat.
Was wäre, wenn dein Kind gesund auf die Welt kommt und durch einen schweren Unfall schwerstbehindert wird? Töten?
LG
Wieselchen
Nein,natürlich nicht.Je länger ich über diese Frage nachdenke,... ich glaub,ich hab zu chnell geantwortet.
Tomoe am 10. Februar 2009 19:21 Wieselchen1, Und du glaubst, Steven Hawking würde nicht furchtbar unter seiner Behinderung leiden? Oder würde sich nicht wünschen, diese Krankheit nicht zu haben? Woher willst du wissen, dass er glücklich ist?
>Ich würde abtreiben ... weil ich dem Kind keinen Gefallen damit [am Leben lassen] täte. - In Deutschland nannte man das einst Euthanasie und Gnadentod. Führt der Weg wieder dort hin?
also ich denke es kommt auf die behinderung an und darauf ob sich die eltern sicher sind das sie auch dieses kind lieben und ein leben lang versorgen KÖNNEN (das is eine frage der seelischen verfassung denk ich)
Möchtest Du behindert geboren werden?? Was ist das für ein Leben.Wenn man die Wahl hat und es noch nicht zu spät dafür ist, würde ich kein behindertes Kind bekommen.
bublegum am 20. Oktober 2008 12:58 Woher willst du nachvollziehen können, wie Lebenwert oder Unsinnig das Leben als Behinderter ist??????????? Wir "Normalos" kennen es nicht anders, es ist doch eh meist die Angst vor dem Behinderten, die uns zu sowas treibt.
die antwort ist jetzt für meine schwägerin, die ein sehr geistig und körperlich schwerst behindertes kind hat.
die frau ist dadurch ein wrack geworden, grausam.
ich selber war gsd nie in der situation, aber ich denke, das würde auch meine entscheidung sehr beeinflussen.
es redet sich nämlich sehr leicht, wenn man nicht betroffen ist und sagt, man würde das niemals tun.
Herold am 6. August 2008 22:21 Ja, wenn man noch rechtzeitig solch eine schreckliche Situation abwenden kann, würde ich das auch so tun bzw. empfehlen!

Das kann man nur entscheiden, wenn man in dieser Situation ist.Da kann man sich auch nicht hineinversetzen.Als ich mit meiner Jüngsten(meinem 4.Kind) schwanger war, galt ich als Risikoschwangere, da ich bereits 35!! war.Auf Druck meines Frauenarztes nahm ich einen Termin in einer Praxis für Pränatale (heißt glaub ich so)Diagnostik wahr u.habe mich nach ausführlicher Aufklärung (da werden einem auch ganz schlimme Erkrankungen aufgezählt,die nicht vorher festgestellt werden können) gegen eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden.Ich bin bei diesem Arzt auf absolutes Unverständnis gestossen, er warf mir sogar Verantwortungslosigkeit meinen anderen Kindern gegenüber vor.Dabei gab es absolut keinen Grund,ausser meinem Alter, davon auszugehen,dass ich evtl. ein behindertes Kind bekommen würde.Ich habe diesem Arzt damals geantwortet, dass auch eins meiner jetzt gesunden Kinder heute am Tag (Gott bewahre) so schwer erkranken oder verunglücken könnte,dass es zum Schwerst-Pflegefall werden könnte, dann würde ich es doch nicht weggeben!Dann wäre es eben mein Schicksal, dass ich ganz einfach annehmen müsste.

Ich glaube ich hätte trotzdem nicht abgetrieben.
Es ist keine einfache Frage und man muss das letztendlich selbst entscheiden. Für mich spielt u.a. der Grad der Behinderung eine Rolle. Sehr sehr viele Behinderte führen ein glückliches Leben und es ist für sie oft einfacher mit einer angeborenen Behinderung zu leben als diese später einmal zu erleiden. Ich weis nicht ob wir das Recht haben deshalb im Vorfeld zu entscheiden ob das Kind "lebenswürdig" ist. Wie weis ich denn im Vorfeld wie das Kind empfindet ? Ich denke das meistens auch die eigene Bequemlichkeit eine Rolle spielt. Bevor ich mein gewohntes Leben aufgebe töte ich mein Kind. Klingt hart aber dürfte wohl für viele der unausgesprochene Grund sein. Es gibt aber Behinderungen wo mir eine Entscheidung gegen eine Abtreibung schwer fallen würde.

Antwort für einen unbeteiligten Mann echt schwierig! Ich würde mindestens die bewussten 9 Monate (besser länger!) eine absolut solide und gesunde Lebensweise führen, regelmäßig die Beratungstermine wahrnehmen und alle guten Hinweise beherzigen.
Solltest Du dennoch extreme Angst vor einem nicht gesunden Kind haben, würde ich Dir besser eine Adoption empfehlen.
bublegum am 20. Oktober 2008 13:02 Schöne Antwort. DH

Das Leben ist schon für Gesunde kompliziert genug.

Ich bin erstmal grundsätzlich gegen Abtreibung. Klar, es gibt Ausnahmen. Vergewaltigung, Schwangerschaft bei Kindern, Leute die alleine schon nicht lebensfähig sind. Aber eine Behinderung ist definitiv kein Grund. Ich habe zwar zum Glück gesunde Kinder und somit keine eigenen Erfahrungen diesbezüglich, aber meine Schwiegermutter hat behinderte Kinder adoptiert. Ein Junge ist zu ihr gekommen, da war er gerade Mal 1 Jahr alt. Die Ärzte haben ihr gesagt, dass er höchstens 5 wird und mit spätestens 3 Jahren im Rollstuhl sitzt. Sie hat ihn nie wie ein behindertes Kind behandelt. Inzwischen ist er 7, quietschfidel und kann super laufen. Er ist halt nur in Sprache und Motorik etwas eingeschränkt. Also, du solltest nicht zu viel darauf geben, was die Ärzte dir jetzt sagen. Man wächst mit den Aufgaben. Und falls du später wirklich völlig überfordert bist und auch mit Hilfe von außen nicht mehr weiter kommst, kannst du dich immernoch für eine Pflegefamilie oder Adoption entscheiden.

das muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit der jeweiligen entscheidung klarkommt. aber verurteilen sollte man keine entscheidung.

Hängt wohl vom Grad der Behinderung ab und auch davon, was man fühlt, wenn man das Baby in sich trägt. Das ist für mich so eine Frage, die man vorher nie beantworten kann (es sei denn, man würde schon aus religiösen Gründen niemals abtreiben).

Rein juristisch gesehen ist eine Abtreibung im Ergebnis möglich.
Ob ich es machen würde? Vermutlich ja, aber wenn man nicht in der Situation ist, sagt sich das alles so leicht.

kommt darauf an, was für eine Behinderung und wann man die feststellt. Und vieles, was von den Leuten auch als Krankheit oder Behinderung dargestellt wird (z.B. das Daunsyndrom) ist meiner Meinung nach kein Rechtferigungsgrund für eine Abtreibung. Die Kinder sind zwar anders, aber genauso Lebensfähig und müssen nicht an ihrer Krankheit leiden. Oder wenn einer nur taub oder blind ist, kommt er doch auch im Leben gut zurecht. Aber wenn sich nun abzeichnet, daß jemand nur unter qualen leidet, bevor er nach wenigen Jahren sterben muß, dann kann man auch überlegen, ob man das der Person ersparen will. Ethisch moralisch ist es so etwas wie Sterbehilfe, aber rechtlich wird es ganz anders eingeschätzt.
CrazyDaisy am 6. August 2008 23:49 Down-Syndrom. Nach John Langdon Down.
Das muss jeder selbst mit seinem Gewissen vereinbaren
zum schutz des kindes

Aber vermutlich würde ich es machen lassen.
Das kommt auf den Einzelfall an.
ich persönlich weiss nicht was ich tun würde aber ich denke wenn man jemals eine abtreibung erlebt oder gesehen hat dann müsste man gründlich mal überlegen ob dass wirklich sein muss, der anblick das das baby zerfetzt wird reicht aus oder es könnte auch schief gehen das das kind immer noch überlebt obwohl die körperteile abgetrennt wurden und das kann man sich nie entschuldigen ihr könnt euch vorstellen wie das aussieht .Ich meine damit auf eine art ist es mord doch andererseits denk ich wenn dieses kind später sagt wiso hast du mich nicht abgetrieben ,ich will nicht so sein. dann überlegt man ob man das dem kind wirklich antun will das kind muss ein leben lang damit leben ...
ich verstehe beide seiten.
Ehrlich gesagt, ich finde nicht, dass meine Anwesenheit auf diesem Planeten unentbehrlich ist. Von mir aus hätte ich auch nicht auf die Welt kommen brauchen. Und schon garnicht mit einer schweren Behinderung. Mir langt schon meine starke Kurzsichtigkeit, die mir das Leben schwer macht (und die verdammtnochmal von keiner Krankenkasse als Behinderung akzeptiert wird!!!).