Frage von international90, 62

Ist eine 6 Monatige Probezeit nicht viel?

Mir wird in den nächsten Tagen ein Arbeitsvertrag mit 6 Monat Probezeit angeboten. Den Vorstellungsgespräch hatte ich bereits. Mein Vermittler sagte das die Firma mit mich langfristig haben möchte, was mir aber nicht glaubhaft rüberkommt. Ich habe einen Gesellenbrief, was würdet ihr denn an meiner Stelle tun ? Einfach woanders bewerben oder würdet ihr da doch noch arbeiten ? Weil irgendwie hab ich das Gefühl, das die Vermittler mich verarschen. Die denken ja nur an ihre Scheissprovision. Und die Firma hat wahrscheinlich paar die krank sind, deshalb wollen die mich nur ausnutzen und für die ersetzen. Ich lass mich doch nicht verarschen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von skychecker, 29

Die Vereinbarung einer Probezeit dient zunächst der Erprobung, deswegen auch der Name. Der Arbeitnehmer hat die Chance den Betrieb kennenzulernen. Der Arbeitgeber hat die Chance den neuen Arbeitnehmer kennenzulernen.

Die Dauer von 6 Monaten ist hier auch nicht unüblich.

Selbst wenn keine Probezeit vereinbart wäre, hat der Arbeitgeber trotzdem innerhalb der ersten 6 Monate jederzeit die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis mit dir zu kündigen. Und das eben auch wie in der Probezeit geregelt ohne eine Angabe von Gründen.

Es wäre hier dann nur eine andere Kündigungsfrist anzuwenden, nämlich die Kündigungsfrist aus dem Arbeitsvertrag oder aus BGB §622.

Von daher mag es dir ein kleines Geschmäckle in der Magengegend bescheren, wirklich große Nachteile erfährst du durch eine Probezeit nicht.

Antwort
von zippo1970, 62

Auch wenn es dir zu lange ist...... Laut Gesetz darf die Probezeit bis zu 6 Monaten dauern. Die Meisten Firmen schöpfen diesen Rahmen aus.

Das heißt aber nicht, dass sie nicht langfristig mit dir planen würden. Sonst würden sie dir eher einen zeitlich befristeten Vertrag anbieten.

LG

Kommentar von international90 ,

Das ist ja der Punkt. Die hätten mir ja einen befristeten Vertrag anbieten können aber ich hätte das abgelehnt und das wussten die ja auch. Die wollen mich mit der Probezeit Lüge nur motivieren das ich gut arbeite !

Kommentar von zippo1970 ,

Also wie hier schon gesagt..... 6 Monate sind normal und durchaus üblich..... Zu dem was du da hinein interpretieren willst, kann ich nix sagen....

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 14

Eine sechsmonatige Probezeit entspricht exakt der vom Gesetz vorgesehenen Probezeitdauer:siehe § 622 Abs.:(3) BGB wo es heißt:

Während der vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten,kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Antwort
von polarbaer64, 42

Eine 6-monatige Probezeit gibt es überall. Zeige mir eine Stelle, bei der das nicht so ist. Das ist gesetzlich absolut normal. Die Probezeit dient ja nur dazu, dass beide Seiten von heute auf morgen aus dem Arbeitsvertrag aussteigen können, wenn es doch nicht so ist, wie man sich das vorgestellt hat. Nicht nur für den Arbeitgeber hat das Vorteile, auch für dich. Wenn man selber kündigt, hat man auch eine Frist einzuhalten, die man noch abarbeiten muss, je nachdem, ob man Arbeiter oder Angestellter ist. In der Probezeit könnte man theoretisch aufstehen und gehen.

Wenn du die Stelle nicht annimmst, wärst du grob leichtsinnig. Wer sagt dir denn, das du gleich morgen wieder eine andere Stelle bekommst (bei der du dann dieselbe Probezeit hast)?

Deine Wortwahl ist auch nicht der feinsten Art. Wenn du natürlich so mit den Leuten dort sprichst, dann ist es mit der Probezeit nicht lang her. Ich hoffe, du kennst auch normale höfliche Worte ohne "sch" am Anfang oder mittendrin.... . Dann klappt das auch mit der Stelle.

Merke dir auf jeden Fall: Die Firma ist nicht auf dich angewiesen, die finden sicher gleich wieder jemanden. Aber ob du gleich wieder was findest, ist fraglich.

Antwort
von amdros, 55

Du hast doch in den 6 Monaten genügend Zeit festzustellen, ob dir die Arbeit angenehm ist oder nicht.

Du selbst hast in der Zeit auch die Möglichkeit problemlos, ohne Nennung von Gründen, zu kündigen. Im AV sollte dann die Kündigungszeit festgehalten sein..sie kann variieren von heute auf morgen, oder aber mit 14 Tagen festgelegt werden.

Antwort
von Matzko, 18

Eine Probezeit von sechs Monaten ist allgemein üblich und wird in den meisten Arbeitsverträgen so festgelegt. Eine kürzere ist eher selten. Also solltest du das nicht negativ bewerten.

Antwort
von Traveller24, 26

6 Monate sond so ungewöhnlich nicht. Meine beiden letzten Arbeitsverträge hatten auch 6 Monate.

Antwort
von frodobeutlin100, 19

6 Monate Probezeit sind bei unbefristeten und länger befristeten Arbeitsverträgen völlig normal ....


Antwort
von derDennis97, 54

Ich hatte 12 Monate Probezeit!! Ist nicht nur für den Arbeitgeber eine Absicherung - auch für Dich - Du könntest von heute auf morgen nicht mehr kommen.

Kommentar von international90 ,

Dann bekomm ich ja keine Kohle ;)


Auẞerdem kann ich ja zurücktreten wann ich möchte, wenn ich einfach nicht mehr hingeh kündigen die mich ja automatisch. Der Vertrag ist nur für die Firma ein Vorteil

Kommentar von derDennis97 ,

Angenommen Du findest nach 3 Monaten etwas besseres, kannst Du sofort dort anfangen und bei dem alten Arbeitgeber nicht mehr erscheinen, weil Du in der Probezeit keine Kündigungsfrist einhalten musst.

Kommentar von amdros ,

Das stimmt so nicht! Es gibt auch während der Probezeit Kündigunsfristen..kommt auf den AV an, was dort festgehalten ist!

Kommentar von Familiengerd ,

@ amdros:

kommt auf den AV an, was dort festgehalten ist

Auch der Arbeitsvertrag erlaubt keine Verkürzung der gesetzlichen Kündigungsfristen - das ist nur über einen Tarifvertrag möglich!

Kommentar von Familiengerd ,

@ derDennis97:

Auch wenn es bei Dir so gewesen sein sollte: Weder das Eine noch das Andere ist korrekt oder erlaubt (jedenfalls nicht in Deutschland)!

Erstens ist eine Probezeit, die über 6 Monate hinaus geht, rechtlich irrelevant (wenn nicht ganz besondere Gründe eine Verlängerung erlauben).

Zweitens kann man auch in der Probezeit eines Arbeitsverhältnisses nicht einfach fristlos kündigen, sondern muss Fristen einhalten, denn es gelten die tariflichen oder - wenn nichts vereinbart wurde - mindestens die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Antwort
von Mignon2, 61

Eine 6-monatige Probezeit ist nicht ungewöhnlich. Bei einigen Arbeitgebern ist es so, bei anderen sind es nur 3 Monate. Das wird unterschiedlich gehandhabt.

Von was für einem Vermittler sprichst du? Die Mitarbeiter beim Arbeitsamt bekommen keine Provision.

Kommentar von international90 ,

Ich mein den Typ von der Zeitarbeitsfirma

Kommentar von Mignon2 ,

Soweit mir bekannt ist, verdient die Zeitarbeitsfirma nicht an deiner Vermittlung, sondern an den von dir geleisteten Arbeitsstunden.

Kommentar von skychecker ,

Was ja nur bedingt richtig ist. Oft ist es durchaus so, dass Firmen Zeitarbeitsunternehmen mit der Beschaffung von Bewerbern beschäftigen, wo eine Übernahme in den Betrieb durchaus angedacht ist. Sie verdienen dann natürlich keine Provision für den Mitarbeiter, bedngen sich jedoch eine Mindestverleihdauer aus, in der dieser Mitarbeiter dann über die Zeitarbeitsfima beschäftigt werden muss, bevor die Übernahme erfolgen kann.

Antwort
von Chumacera, 53

Sechs Monate Probezeit ist doch was ganz Normales!

Kommentar von international90 ,

Ist mir irgendwie zu lang

Kommentar von polarbaer64 ,

Warum? Auch ohne Probezeit kannst du raus fliegen, wenn du dich daneben benimmst.

Antwort
von zersteut, 43

Unterschiedlich! Drei Monate sind Minimum, aber bei mehr als 6 würde ich absagen, es ist an der Grenze!

Kommentar von international90 ,

Ist wirklich so Kumpel. Das kommt mir voll schräg rüber !

Kommentar von zersteut ,

naja ich würde trotzdem nicht absagen! Wenn ich keine Alternative hätte

Kommentar von skychecker ,

Es muss nicht mal eine Probezeit vereinbart werden. Von daher erscheint mir dein Minimum eher an den Haaren herbei gezogen ;)

Natürlich kann man auch kürzere Probezeiten vereinbaren.

Kommentar von Familiengerd ,

Drei Monate sind Minimum

Ein solches Minimum gibt es bei Arbeitsverhältnissen nicht, wohl bei Ausbildungsverhältnissen (1 Monat).

aber bei mehr als 6

Mehr als 6 Monate sind rechtlich völlig irrelevant, auch wenn sie verinbart wurden!

Antwort
von faiblesse, 17

Darf man mal fragen wie alt du bist?

Es wirkt auf mich so, als hättest du keine Ahnung, was üblich ist oder nicht.

Viele Unternehmen geben erstmal nur Jahresverträge. Und entscheiden dann.

Man kann Menschen nur vor den Kopf gucken.
Wir hatten es schon öfters dass das Vorstellungsgespräch super gelaufen ist, und beim arbeiten fällt dann auf, dass es eben nicht passt.
Das hat aber nix mit ausnutzen zu tun.

Wieso arbeitest du überhaupt über eine zeitarbeitsfirma?

Das tut niemand freiwillig. Meistens nur weil es anders nicht klappt.
Und dann hat man auch keine große Wahl beim Einsatzort.

Antwort
von ACA25, 30

Ich weiss nicht wie es in Deutschland ist aber in der Schweiz sind 3 Monate üblich...

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