Frage von l1l2l3l4l5l6l7l, 11

Ist ein Streichriemen auch für das "Schärfen" von Mehrklingenrasierern geeignet?

Die Erläuterungen/Beschreibungen im Internet beziehen sich nämlich ausschließlich auf Rasiermesser mit einer Klinge.

Antwort
von Giustolisi, 11

Mit einem Streichriemen kann man den Klingengrat wieder aufrichten. Dazu muss man die klinge aber von beiden Seiten abziehen, was bei Systemrasierern nicht möglich ist, da die klingen fest in den Wechselköpfen verbaut sind. Zieht man die Klinge nur von einer Seite ab, kann man den Grat nicht vernünftig aufrichten.

Wenn du immer eine scharfe Klinge haben willst, ohne arm zu werden oder dich mit Rasiermessern auseinenaderzusetzen, empfehle ich einen Rasierhobel. Da sind die Klingen so billig, dass du getrost bei jeder Rasur eine Neue nehmen kannst und die könntest du sogar nachschleifen, was ich angesichts der geringen Kosten aber für nicht lohnend halte.
Die Dinger arbeiten mindestens so sauber wie Mehrklingenrasierer.

Antwort
von Laestigter, 8

Nein, gibt aber andere "Mittel", die die Schnittgüte verlängern.

http://forum.nassrasur.com/showtopic.php?threadid=5208&pagenum=lastpage

Gut erklärt...

Kommentar von Giustolisi ,

Der dort vorgestellte Blademaster ist eine Nullnummer, reine Geldverschwendung. Das Ding soll angeblich durch ein Magnetfeld die verbogene Klingenkante richten, was allerdings totaler Blödsinn ist. 

Erstens bräuchte man ein immenses Magnetfeld um Stahl zu verbiegen. Das kann das kleine Teil nicht leisten, die erforderliche für die erforderliche Feldstärke bräuchte man schon einen gewaltigen Brocken und müsste dessen Feldstärke in einem sehr schmalen Luftspalt konzentrieren.

Zweitens kann das Ding (selbst wenn es so wie beschrieben funktionieren würde) nur in eine Richtung arbeiten.

Zu guter letzt sind moderne Rasierklingen aus Edelstahl. Das Zeug lässt sich selbst durch starke Magnetfelder nicht großartig beeinflussen. 

Kommentar von Laestigter ,

Würde Ich so nicht sagen, da sich das aufrichten im Nanobereich abspielt, kann das schon funktionieren.

Denn auch ein Streichriemen ist aus Leder - Und Leder ist ja wohl viel weicher als die Messerklinge, die daran abgezogen wird, trotzdem funktioniert es schon seit Jahrzehnten. Oder wird das bestritten? - Ein Rasiermesser wird üblicherweise nur an einem Lederriemen abgezogen, dann ruhen gelassen, damit sich die Partikel, also der Grat ausrichten und festigen können. Deshalb reicht ja auch nicht ein Rasiermesser, wenn man mit dem Riemen abzieht sondern eher zwei oder drei.

Natürlich darf das Ding, also der vorhandene Magnetismuss nur in eine Richtung arbeiten, was auch sonst? -Die Kante soll ja "schärfer, also "dünner" werden - was würde es bringen, wenn da eine Kraft dagegen arbeiten würde?

Man stelle es sich vor wie ein Flachschraubendreher, der sich versehentlich magnetisiert hat - die feinen Partikel stehen von der Spitze ab und machen diese noch spitzer, wenn man mit einem Magneten rangeht.

Was das Magnetisch und das angebliche "Edelstahl" betrifft - gerne selbst probieren, extra gerade meinen Mach 3  an meinen Neodym gehängt - der hält sogar mit Handgriff...

Den ganze kann man nicht mit einem Schleifstein vergleichen,das Grat aufrichten spielt sich im viel kleineren und feineren Bereich ab.

Ich hab zwar nicht so ein Teil, denke aber, da könnte was dran sein..

Man müsste jemand zu Wort kommen lassen, der sowas hat!

Kommentar von Giustolisi ,

da sich das aufrichten im Nanobereich abspielt, kann das schon funktionieren.
Wieso sollte es? Auf einen feinen Grat wirkt das Magnetfeld noch weniger. Selbst wenn ich eine Rasierklinge an meinen dicken Neodymklumpen halte, passiert fast gar nichts. Jeder Nagel wird von einem popeligen Kühlschrankmagnet stärker angezogen als eine Rasierklinge von meinem faustgroßen Neodymklumpen. Da wirken einfach keine großen Kräfte, auf den feinen Grat noch weniger.

Denn auch ein Streichriemen ist aus Leder - Und Leder ist ja wohl viel weicher als die Messerklinge, die daran abgezogen wird, trotzdem funktioniert es schon seit Jahrzehnten.
Es wirken aber nennenswerte Kräfte auf den Grat, wenn man ihn am Leder abzieht. Am Magnet wirken diese Kräfte so minimal, dass sich keine Wirkung einstellen wird. Der Stahl aus dem Rasiermesser gefertigt werden ist auch etwas anders als der Bandstahl für Einwegklingen. 

Ein Rasiermesser wird üblicherweise nur an einem Lederriemen abgezogen, dann ruhen gelassen, damit sich die Partikel, also der Grat ausrichten und festigen können.
Das ist falsch. Der Grat stellt sich zum Teil von alleine wieder auf, deswegen lässt man das Messer liegen. Abgezogen wird vor der Rasur, nicht danach.
Ein paar Mal funktioniert das auf dem blanken Leder, dann muss der Riemen mit der grünen Schleifpaste her, denn nach ein paar Mal aufrichten bricht der Grat nach und nach ab. Auf dem grünen Riemen zieht man einen neuen Grat raus. Das kann man auch ein paar Mal machen, dann muss man nachschleifen, zum Beispiel auf einem Arkansas Stein, belgischem Brocken oder ein Kunststein mit 10000er Körnung.

Man stelle es sich vor wie ein Flachschraubendreher, der sich versehentlich magnetisiert hat - die feinen Partikel stehen von der Spitze ab und machen diese noch spitzer, wenn man mit einem Magneten rangeht.Un jetzt stell dir die Kräfte vor die es bräuchte, um diese Partikel zu verbiegen. Das geht außerdem nur mit ferromagnetischem Material.

Was das Magnetisch und das angebliche "Edelstahl" betrifft - gerne selbst probieren, extra gerade meinen Mach 3  an meinen Neodym gehängt - der hält sogar mit Handgriff... Wahrscheinlich stecken außer den Klingen noch ein paar Metallteile drin, die vom Magneten angezogen werden. 
Ich habe hier Klingen für Rasierhobel und Rasiermesser mit Wechselklinge. Alle aus Edelstahl von den Herstellern Derby, Lord und Astra. ich kann ausschließen, dass etwas Anderes als die Klinge angezogen wird.
Mein Neodymmagnet zieht die nur sehr schwach an, daher nehme ich an, dass bei deinem Rasierer nicht die klingen, sondern etwas Anderes angezogen wird. Es muss ja nur ein winziges teil sein. So lange es kein Edelstahl ist, zeigt der Magnet auch bei kleinen Stücken seine Anziehungskraft.

Kommentar von Laestigter ,

Allein deine Aussage mit dem "dranhalten" im ersten Abschnitt zeigt, daß du ein Grobmotoriker bist und nicht verstehst, wie das funktioniert.  Stelle Ich mir gerade bildlich vor, wie du das Teil dranhälst und dann enttäuscht bist, weil du nicht "siehst" wie sich was "bewegt"...

Zumindest gibst du z, daß ein Messer an einem Leder abgezogen werden kann und sich die Standzeit bis zum nachschleifen dadurch erhöht. - +Also daß man mit etwas, was weich ist Stahl ausrichten kann..

Ich sagte ja, Ich habe das Teil nicht, Ich habe davon eben nur öfter gelesen als Ich mir überlegte, einen Rotbart Optatus zu kaufen, da stolperte man dauernd über solche Sachen, wie das im Link oder den aktuellen Blade Master

Übrigens - Ich finde auf meinem Mach 3 nicht das Wort Edelstahl...

Und DU? - Guck selbst!

https://www.spar-paradies.eu/media/image/product/90/lg/gillette-mach3-hd-rasierk...

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