Frage von maki24446888, 28

Ist ein schriftlich Arbeitsvertrag verbindlich wenn weder AG noch AN ihn unterschrieben haben (obwohl sie über einige Punkten verhandeln haben) ?

Hallo,

ich habe mich um eine Stelle beworben, bekam zwei Vorstellungsgespräche. Die Stelle scheinte interessant aber ich hatte Verdacht auf Bedienungen und auch ob ich in der Branche arbeiten will. Wir hatten schon über einige Punkten verhandelt und dann bekam ich den Vertrag. Aus meiner Sicht war es nur das Angebot weil - es wurde weder von mir noch von Arbeitgeber unterschrieben und kam per Email - ja, die Punkte,darüber wir verhandelt haben, waren (am Ende, nach vieles Übezeugungen) wie ich wollte -es gab sehr ärgerliche Pflichte die nicht mit mir vorher besprochen habe und die ich nicht akzeptiere. Bevor ich was unterschreibe habe ich gut nachgedacht und habe mich doch anders entschieden - in einer anderen Branche einzusteigen,obwohl ich dem zweiten Gespräch zugesagt habe und ein Interesse an Stelle gezeigt habe. Das Ablehnen des Angebotes habe ich auch dem AG sehr zeitnah per Email mitgeteilt, wo der Hauptgrund Interesse an eine andere Branche genannt wurde. Ist der Arbeitvertrag jezt für mich irgendwie verbindlich,obwohl er von niemandem untergeschrieben ist? Man sagte, dass ein Arbeitsvertrag auch mündlich vereinbart werden könnte und wirksam wird... In das Angebot steht: " Das Arbeitsverhältnis beginnt am TT.MM.JJJJ (einen Datum IN DER ZUKUNFT). Vor Beginn des Arbeitsverhältnisses ist die ordentliche Kündigung ausgeschlossen".

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 18

Du hast den Arbeitsvertrag nicht unterschrieben, also bist Du auch nicht an diesen gebunden.

Man sagte, dass ein Arbeitsvertrag auch mündlich vereinbart werden könnte und wirksam wird...

Das ist schon richtig. Das betrifft aber Arbeitnehmer die ohne schriftlichen Vertrag schon beim Arbeitgeber angefangen haben zu arbeiten. Dann ist auch ohne schriftlichen Arbeitsvertrag ein Arbeitsverhältnis entstanden.

Kündigen brauchst Du nicht, Du hast keinen gültigen Vertrag, es reicht wenn Du dem Betrieb mündlich und/oder per E-Mail/Fax absagst.

Kommentar von maki24446888 ,

Vielen Dank für die zügige Antwort.

Davon ging ich aus  - um eine verbindliche  Vereinbarung /Arbeitsverhältnis zu haben, müsste es  einen schriftlichen Vertrag geben und zwar einen Vertrag, der beideseitig unterschrieben sein müßte.Ansonst ist es nur ein Angebot. Das war für mich logisch aber wüsste nicht  ob das auch aus rechtlicher Sicht stimmt. Ich kenne mich mit dem Gesetz leider nicht aus...

Ich beim Gespräch gesagt hatte,  dass ich gerne da arbeiten würde, wenn Vorausetzung A ausgefüllt ist. Dann bekam ich dieses Angebot tatsächlich mit der Voraussetzung A. Aber danoch steht da auch die Voraussetzung B, die eigentlich gar nicht akzetabel ist (und gar nicht vorher erwähnt wurde). Dann hatte ich  eigentlich auf die Stelle / Widerverhandlung keinen Bock mehr. Am Ende habe ich wirklich deutlich mitgeteilt (per Email)  dass ich endgültig keinen Interesse mehr  an die  Stelle habe.

Kommentar von Hexle2 ,

 Am Ende habe ich wirklich deutlich mitgeteilt (per Email)  dass ich endgültig keinen Interesse mehr  an die  Stelle habe.

Dann ist doch alles in Ordnung.

Man hat Dir ein Angebot gemacht, Du hast es abgelehnt, keinen Vertrag unterschrieben, noch nicht dort gearbeitet = Alles ist gut.

Antwort
von brummitga, 17

ein mündlicher AV würde mich gar nicht interessieren; der AG kann dann bei Differenzen immer behaupten "das habe ich nie zugesichert"

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten