Frage von FragenderA113, 39

Ist ein Roman über Götter überhaupt interessant?

Hallo, an alle die diese Frage lesen und ein Danke an alle, die mir Antworten.

Weil ich selbst eine große, wirklich große, Faszination und Liebe für die verschiedenen Mythologien auf der Welt(vor allem für die Götter, die dort eine Rolle spielen) habe, habe ich mir vorgenommen, einen Roman zu schreiben. Dieser soll sich aber nicht um die verschiedenen Sagen und Götter an sich handeln, sondern um eine stark von verschiedenen Mythen inspirierte Geschichte mit veränderten Sagen und einem selbst erschaffenen Götter-Pantheon. Vor allem Hatte ich vor, die griechische, dann die nordische, dann die ägyptische und dann noch Stücke der abrahamistischen, afrikanischen, aztekischen, indianischen, slawischen, keltischen und hinduistischen Mythologie für meine Geschichte zu verwenden.

Im Mittelpunkt meiner Geschichte, stehen die von mir selbst zusammengebastelten Götter (Die ich als nicht allmächtig oder allwissend, dafür aber als sehr Menschlich, und als kleine, in einem einzigen Sonnensystem Agierende Familie unter einem von verschiedenen Göttern vollgestopften Universum darstelle) mit ihren Kriegen, Problemen, Spielen, Intrigen u.s.w Die meisten sind eher gut, aber trotzdem benutzen sie, genauso wie die wenigen boshaften, die Menschen als eine Art Spielzeug, Droge(Glauben, Gebete . . .), oder als Schachfiguren in ihren Intrigen gegen einander. Der Antagonist in der Geschichte ist der Gott des Krieges, des Chaos und des Bösen, der oftmals in den Problemen der anderen Götter verstrickt ist und teils aus perverser Belustigung, teils aber auch aus boshaften Machenschaften, Göttern und Menschen Schaden antut. Die anderen Götter versuchen ihn aufzuhalten und gleichzeitig, sich gegen seitig zu bekämpfen, da sie nach millionen(bei manchen sogar milliarden) von Lebensjahren, sich noch immer nicht leiden können, aber auf eine seltsame Art mit einander verbunden sind und auf dem selben Planeten weiterhin leben wollen. Als der Gott des Bösen dann auf die größenwahnsinnige Idee kommt, sich zum angeblich allmächtigen und allwissenden, alleinigen Gott zu erklären und den anderen Göttern den Krieg erklärt, müssen sich alle Götter zusammentun um gegen ihn und seine Armee aus Fanatikern, Dämonen, Monster und anderen Kreaturen Stand zuhallten. Ergänzt wird diese nun etwas grob erklärte Hauptgeschichte, von mehreren Kurzgeschichten/Sagen. Es soll immer in einer wechselnden Perspektive erzählt werden, als sei jemand Unsichtbares dort und würde bei allen Leuten schauen, was sie gerade machen.

Jetzt sind meine Fragen, ob diese grobe Idee gut klingt und ein Roman, wo alle Charaktere Götter sind, überhaupt für einen Leser interessant klingt.

Das ist wirklich eine ernst gestellte Frage und keine religiöse Diskussion oder sonst was.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RenaUchiha, 27

Grundsätzlich eine Gute Idee. Allerdings finde ich es sehr Klischehaft, dass es der Gott des Chaos und des "Bösen" ist, der den Antagonisten spielt. Persönlich fände ich es nett, wenn nachher rauskommt, dass ihm das ganze nur angehängt wurde oder er zwar bei der ganzen Sache sehr gerne mitmacht, aber nicht der eigentliche Drahtzieher ist. Motivation! Die Motivation deiner Figuren sollte immer gut unterlegt sein und nicht lauten: Er sit halt böse und machtgierig. Das ist keine Begründung. Warum wendet er sich gegen die anderen Götter? Warum gerade jetzt und nicht Millarden von Jahren vorher? Hat er es nicht vielleicht vorher schon einmal versucht? Was erhofft er sich davon? Was hat er davon einen derartigen Krieg zu gewinnen? Als Gott ist er bereits mächtig, wenn gleich nicht allmächtig aber warum auf einmal der Größenwahn?
Nur mal so als Denkanreiz. Grundsätzlich würde ich sagen: Schreib einfach deine Geschichte und zwar so, wie du sie erzählen möchtest. Ob die Leute es nun später lesen oder nicht ist dann eine andere Sache. Aber sich zu verbiegen und zu verformen in Hoffnung, dass man später mehr Bücher verkauft ist in der Regel eher kontraproduktiv. Zumindest wenn man noch nicht so viel Erfahrung im Schreiben hat.

Antwort
von Eselspur, 20

Ich nehme an, du findest in der Gemeinde der Fantasy-Lesern grundsätzlich Interessierte. Ich persönlich werde es nicht lesen.

Spannender wird es aus meiner Sicht, wenn auf einer anderen Ebene auch Menschen agieren, die von den Göttern nichts merken, aber durch ihr Tun beeinflußt werden.

Antwort
von Almuric, 30

Wenn das so eine Art "Götterchronik" werden soll, klingt das nicht uninteressant. Du solltest allerdings bedenken, daß Götter nur deshalb Götter sind, weil Menschen sie anbeten.

Mit der Grundidee so einer "Göttergeschichte" befindest du dich in "bester" Gesellschaft mit Joseph Smith (Das Buch Mormon) und L.Ron Hubbard (Scientology). 

Die haben auf Basis ähnlicher Geschichten ihre "Religionen" gegründet. Parallelen sind jedenfalls vorhanden...

:-)

Antwort
von howelljenkins, 39

in welcher zeit spielt das ganze denn? 

also rein inhaltlich fand ich z.b. die griechischen goetter und heldensagen eher langweilig, vor allem wegen der zeit, in der sie spielen. 

auf der anderen seite gibt es japanische manga/anime mit vergleichbarer thematik, die im hier und jetzt spielen, die ich interessant finde.

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