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Ist ein reicher Mensch jemand, bei dem es immer reicht?

gefragt von teekesselchenteekesselchen am 07.10.2007 um 21:58 Uhr

Von den Wörtern her hört sich das ja sehr naheliegend an. Vom Sinn her sieht das auch sehr schlüssig aus, denn was braucht man mehr, als das, was man braucht. Oder wie seht Ihr das...?


Reply


manni1937
beantwortet von manni1937 am 7. Oktober 2007 22:02
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Ich habe einmal von einem klugen Mann folgenden Satz gehört: "Ich möchte eigentlich immer nur 50 Cent mehr haben als ich gerade benötige , dann wäre ich einer der glücklichsten Menschen dieser Welt".

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 7. Oktober 2007 22:03

Sehr gut.DH

Kommentar von Bruno am 7. Oktober 2007 22:19

Hast noch eine P-K vom 5.10. im Kasten. Wegen O kraxle ich n.h.A.


anonym
beantwortet von Bruno am 7. Oktober 2007 22:23
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Reich ist, wer mit sich selbst im Reinen und akzeptiert, dass Geld nur ein Teil von vielen, die das Leben lebenswert machen.

Kommentar von 11fe1127e3835ef7e88fc01d44c3c999smallteekesselchen am 7. Oktober 2007 22:32

Hatte ich in dieser Frage von Geld gesprochen...?! ;-)

Kommentar von Bruno am 7. Oktober 2007 22:49

Das Wort Geld fehlt, aber alle Antworten drehen sich um's Geld. Oder lese ich falsch ?

Kommentar von 11fe1127e3835ef7e88fc01d44c3c999smallteekesselchen am 8. Oktober 2007 09:32

Hmm, ja, in vielen Antworten dreht es sich um Geld. Aber meine Frage war nicht zwangläufig mit Geld gleichzusetzen. Wenn ich etwas bauen will und zufälligerweise immer genau das Material finde, was ich gerade brauche, reicht es bei mir auch. Ich kenne im übrigen tatsächlich so einige Leute, die genau so leben, viel realisieren und richtig glückliche Menschen sind. Aber sie haben kaum einen Cent auf der Naht... Man braucht also nicht unbedingt Geld, um reich zu sein. Aber unsere Denkweise ist anscheinend so...

Kommentar von Bruno am 8. Oktober 2007 11:06

Viele Antworten "beweisen", wie sehr Reich mit Geld verbunden wird. Darum sagte ich ja, nach m.M. ist es nur ein Teil, der, fehlt er, in unserer europaeischen Welt das Leben sehr schwierig macht. Sehe ich selbst auf "meiner" griechischen Insel, trotz ziemlich anderem Sozialgefuege. Einzig verhungern kann hier niemand, es wird sicher geholfen. Gilt fuer eine Stadt wie Athen schon nicht mehr. Danke Dir fuer das interessante Thema. Gruss von der Insel


Solf
beantwortet von Solf am 7. Oktober 2007 22:01
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Ich denke, dass es so sein sollte! Aber wie immer in solchen Fragen gibts sehr differenzierte Ansichten..! Lieber jung und reich, wie arm und krank! Nicht? Gruss Solf

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 8. Oktober 2007 08:15

Genau. Und besser arm dran als Arm ab.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 8. Oktober 2007 09:41

@Karbak das heißt anders. Lieber Arm dran als Bein ab.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 8. Oktober 2007 06:37
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Nein, ein Mensch ist nicht deshalb reich, weil es bei ihm reicht, sondern, wenn er glücklich ist mit dem, was er er-reicht hat.

Kommentar von 11fe1127e3835ef7e88fc01d44c3c999smallteekesselchen am 8. Oktober 2007 09:36

Das ist auch eine sehr schöne Definition...! :-)


anonym
beantwortet von poetvl am 7. Oktober 2007 22:10
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Reich ist man wohl dann, wenn man sich das leisten kann, was man will, ( nicht was man braucht. )ohne zu schauen was es kostet. Man kaufts einfach, weil es immer reicht. Das ist wohl so die ökonomische, materielle Erklärung von Reichtum.





boriswulff
beantwortet von boriswulff am 8. Oktober 2007 05:21
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reich [Adj. ]

1 mit Geld und Gütern im Überfluss ausgestattet, sehr wohlhabend; Arm und Reich jedermann, alle; ~e Leute; aus ~em Hause stammen aus einer wohlhabenden Familie stammen

2 kostbar, üppig; r. geschmückt; r. ausgestattet; ~e Ausstattung

3 eine große Fülle aufweisend; eine ~e Ernte; ~e Bodenschätze; der Boden ist r. an Mineralien; in ~em Maße in hohem Maße, sehr stark

4 vielfältig, umfassend, zahlreich; eine ~e Auswahl; ~e Erfahrungen sammeln; ein ~es Leben hinter sich haben


anonym
beantwortet von oldpaed am 8. Oktober 2007 07:37
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Die beiden Wörter "reich" und "reichen" haben zunächst nichts miteinander zu tun: "reich" hängt mit "König, Fürst, Herrscher" zusammen; "reichen" bedeutet zunächst "sich erstrecken", dann auch "hinlangen, auskommen, genügen; strecken, hinhalten, darbringen, geben". Zum Adjektiv gehören Wörter wie anreichern, sich bereichern, reichlich, reichhaltig, Reichtum, das Reich. Zum Verb gehören die verwandten Wörter erreichen, gereichen, ausreichen, einreichen, der Bereich. Die sprachliche Ähnlichkeit ist verblüffend.- An anderer Stelle sagte ich schon einmal, um Reichtum zu definieren: Glücklich ist nicht, wer viel besitzt, sondern wer wenig begehrt!

Kommentar von 11fe1127e3835ef7e88fc01d44c3c999smallteekesselchen am 8. Oktober 2007 09:41

Das hört sich nach dem Kluge, Etymologie an... ;-) Es ist richtig, genaugenommen ist meine Gleichsetzung der Wörter nicht richtig (aber schön! fg). Das merke ich auch dann, wenn ich es mal in eine andere Sprache übersetze. Von der Etymologie her wäre es also nicht richtig. Aber der philosophische Ansatz ist für mich nach wie vor interessant. Deine Definition ist da ja auch sehr ähnlich... :-) Thx for answer!

Kommentar von oldpaed am 8. Oktober 2007 10:38

Danke. Ich habe den "DUDEN" benutzt. Der ist für mich "ausreichend"... :-)) Gruß.


Jolinar
beantwortet von Jolinar am 8. Oktober 2007 07:37
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Ich glaube reich ist man dann, wenn man genug hat um das, was man gerne möchte, machen zu KÖNNEN, aber man immer noch frei entscheiden kann ob man es machen MUSS.


Edgar Niklaus
beantwortet von Edgar Niklaus am 8. Oktober 2007 09:44
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Reich sein ist relativ. Sind es 50.000 € oder sind 2.000.000 € oder noch mehr. Jeder hat ander Grenzen für reich sein. Ich denke mal das jemand reich ist (im Sinne von Geld) der finanziell unabhängig ist.


anonym
beantwortet von Albrecht am 8. Oktober 2007 11:12
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Sprachlich kommt das Adjektiv "reich" vom Eigenschaftswort "rîch" (im Mittelhochdeutsch noch verwendet), das sich auf das germanische Wort "reiks" (Herrscher, König, Fürst, Oberster) bezieht. Der Wortstamm kommt in verschiedenen indoeuropäischen Sprachen vor, z. B. lateinisch "rex" (König), "regnum" Königreich) oder "regere" (herrschen).

Die ursprüngliche Bedeutung von "reich" ist also: einem Herrscher gemäß/zukommend oder mit ihm verbunden. Es wurde im Sinn vom groß, mächtig, gewaltig, hoch, prächtig, glücklich verwendet, später auch noch im Sinn vom edel, von hoher Abkunft, fähig.

Das Verb "reichen" bezeichnet zunächst räumlich ein "sich erstrecken" (vgl. "recken" im Sinn von "mit der Hand nach etwas langen"). Die Bedeutung "ausreichen, genügen" ist dann später hinzugekommen.

Reichtum (wenn nicht als absolute Fülle gemeint) kann verschiedene Grade haben, daher reicht er nicht immer für alles Gewollte oder Geforderte aus. Bei materiellem Besitz hängt es von den Bedürfnissen ab, ob er bei reichen Menschen reicht. Wer sehr unbescheiden, gierig und niemals wirklich voll zufrieden ist, wird immer meinen, noch mehr Besitz zu benötigen.

Bei einem Reichtum an geistig-seelischen Werten führt dies zwar nicht in jeder Situation zum vollem Erfolg, aber dort, wo es auf die entsprechenden Eigenschaften ankommt, wird mehr gelingen (auch hier kann es verschiedene Grade geben).


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 16. Oktober 2007 14:31
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Wahrer Reichtum ist unabhängig von Materie - es ist der Zustand der Zufriedenheit, doch der ist in unserer Gesellschaft nicht erwünscht - mit Zufriedenen kann man nicht gut Geschäfte machen, deshalb werden die Menschen systematisch unzufrieden gemacht, das beginnt schon bei der Geburt, nur: wir merken es nicht.


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