Frage von MonikaStein, 58

Ist ein Psychologe nötig?

Hallo meine lieben, hoffe es kann mir jemand helfen,denn es geht um ein 10 jähriges Schulkind. Ich weis das er auch mal Mist macht bzw. mitmacht, aber es kann nicht sein das nur er ständig schuld ist. Ich versuche es zusammen zu fassen. Beispiel: Ein Mitschüler kommt zur einem Kind (10) und boxt ihm in dem Arm, daraufhin währt sich mein Kind und macht das gleiche. Kurz danach entschuldigten sich die Kinder gegenseitig und dann war Ruhe. Die Klassenlehrerin hat es mitbekommen und die Kinder gefragt was los war. Natürlich haben die Kinder ihre Version erzählt und ein Kind stand da und hat nichts mehr gesagt. Er selbst sagt zu mir immer das es sowieso kein Sinn hat weil er eh immer Schuld ist. Gespräch mit Lehrerin gab es hin und wieder und sie rät mir zum Schulpsychologen da mein Kind andere Wahrnehmung hat als die übrigen. Uns ist auch aufgefallen das wenn etwas passiert ist immer die Rede von Schuldzuweisungen an mein Sohn. Er macht halt in dem Pausen diese Rangelei oft mit ohne sich Gedanken zu machen. Wie dem auch sei, wir wissen das er nicht immer Schuld ist aber sehen es wie er...ständig ist er de Buhmann irgendwie.Er hat schwierigen Stand in der Klasse und und wird oft von Mitschülerin maßgeregelt. Eine Schulpsychologin direkt von der Schule lehne ich ab da sie ja eh nur in Interesse der Lehrer handelt. Hoffe ihr wisst was ich meine,kann es schlecht erklären.Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Taimanka, 42

 als Mutter kennst du deinen Sohn, auch wenn du nicht bei allen Situationen dabei bist. Ein Kind was als Antwort auf eine Boxattacke das gleiche tut, ist aus meiner Sicht kerngesund. ein Bonbon ist ja wohl bei beiden Kindern, dass sie den Weg zur Schlichtung gefunden haben und dies auch umgesetzt haben. mit zehn Jahren ist das schon eine außerordentliche Sozialkompetenz. 

ja die Lehrer in unserem Land, die tun und sagen einiges, was wir nicht nachvollziehen können und auch nicht möchten/und nicht sollten.

 mein Tipp 

natürlich würde ich mir die Geschichten in der Schule anhören und diese abspeichern.  dass Kinder sich in diesem Alter rangeln  ist normal und gehört zu einer guten Entwicklung dazu, selbstverständlich alles im Rahmen. die Empfehlung der Lehrerin, einen Psychologen aufzusuchen,  zeigt aus meiner Sicht auch, dass sie überfordert ist und die Problematik gerne abwälzt, auf die Eltern, und Stichwörter wie Psychologe impliziert auch insgeheim, dass mit dem Kind was nicht stimmt. Das ist ein vermeintliches Druckmittel, was viele Lehrer gerne benutzen, um den schwarzen Peter an die Eltern weiterzureichen. 

ich persönlich würde dem Jungen in der nächsten Zeit ein gutes Umfeld schaffen (ins Kino gehen, zu McDonald's gehen, mit ihm was basteln, das Zimmer zusammen aufräumen etc. einfach Präsenz zeigen,  wenn du das nicht schon tust) ohne Vorwürfe und Zurechtweisungen, so dass das Kind einen geschützten Rahmen hat auf dich zu zukommen und zu erzählen. 

solltest du aus irgend einem Grund das Bedürfnis haben, dass dein Junge mit jemandem anders reden sollte, würde ich das ausschließlich für den Jungen tun, und nicht, weil die Lehrerin es empfohlen hat. 

Kommentar von MonikaStein ,

Vielen Dank , ich glaube du hast es verstanden was ich meine. Ja zu Hause ist alles ok und wir machen alles zusammen. Ich bin sehr besorgt natürlich weil ich sehe das es auch an seine Gesundheit geht. Er weint oft wenn man ihm nicht glaubt. Jedoch wirklich nur wenn er nichts getan hat und mir berichtet das die ganze Klasse wieder mal gegen ihm ist. Bei Gespräch sagen die zwar das es so nicht ist, aber nicken in der klasse bei Aussprachen obwohl sie nicht dabei waren. Das ist natürlich mein Sohn aufgefallen und er wollte wissen warum. Am Ende kam raus das die drei Mädels wohl nicht genickt haben. Punkt! Lehrerin glaubte den Mädels , aber ich ihm und das habe ich am Tisch auch gesagt. ich kenne ihm und weis genau wann er Recht hat. Lehrerin fragt immer nach ob ich schon was getan habe wegen Psychologen. mein Kind ist nun mal oft sensibel und wenn er das nicht ist, ist er schuld. Ich weis er ist nicht unschuldig wenn Jungs rumtoben, aber halte es für 10 Jahre einfach normal. Ich berate mich mit meiner Kinderärztin das ist ja klar. Am Ende brauche ich einfach wahrscheinlich ein Stück Papier das mein Kind normal denkt. Vermute ich ganz stark das ein Psychologe auch keine Katastrophe feststellt.

Kommentar von Taimanka ,

oh ja, das kenne ich, man ist hilflos und leidet mit. als Eltern haben wir leider keinen Einfluss auf das, was im Klassenraum passiert, eben so auf dem Schulhof. Da sind wir leider auf die Aussagen anderer angewiesen. Aber, du bist die Mutter und eine liebevolle Mutter, die zuhört und dem Kind beisteht. Das ist unsere ureigenste Aufgabe. 

Was macht dein Junge an Sport, Fußball,  Leichtathletik, eine Kampfsportart etc.?  ich würde dem Jungen - wenn es nicht schon der Fall ist - die Möglichkeit anbieten, sich nach seinen Vorlieben auszutoben, außerhalb der Schule, wo die Kinder schon in jungen Jahren einfach nur funktionieren sollen, stundenlang ruhig sitzen, Mund halten, lieb sein, mitarbeiten. schaut man sich in der Tierwelt  eine Mutter mit ihren Jungen an, dann sieht man, was normal ist, was diese dürfen, ein Spieltrieb ohne Grenzen auszuleben, dies nur mal als Beispiel.

mache Dir bitte keinen Kopf, dein Kind ist gesund und wehrt sich. diese Quelle kann etwas angepaßt werden, sollte jedoch nie versiegen, es ist mit eine Lebensquelle unserer Kinder. grundsätzlich geht es um Recht und Unrecht, die Kinder haben ein sehr gutes Gefühl dafür, auch wenn sie mal Mist machen.

ich darf dir zum Schluss etwas empfehlen, ein Buch mit dem Titel "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen"  Autorin ist mir Moment nicht bekannt. Und Google bitte mal nach Indigo Kindern.

da gibt es im Netz einiges zu, wenn du magst, lese bitte mal darüber, es ist interessant und gibt uns einen Einblick in die kleinen Köpfe unserer Kinder und damit in ihre Lebenswelten- und wahrheiten.  

die jetzige Phase wirst du mit deinem Kind gut überstehen und ihr beide werdet gestärkt daraus hervorgehen, glaub es mir . 💐❤️💐


Kommentar von MonikaStein ,

Vielen lieben dank . Das Buch werde ich sicher lesen. Es sollte auch nie jedes Kind gleich sein, denn das sind wir Erwachsene ja auch nicht. Danke schöööööön für deine Antworten.Lg

Kommentar von Taimanka ,

Genau so ist es. Alles Gute Euch. 🎄🌟🎄


Danke! 

Antwort
von mila848, 55

Ich halte einen Psychologen da nich für notwendig, mir kommts auch eher so vor als würden die anderen Kinder versuchen ihn schlecht dastehen zu lassen :/ aber letztendlich ist es deine Entscheidung, vielleicht will dein Kind ja sogar mit einem Psychologen drüber sprechen, vielleicht fragst du ihn einfach selbst und er soll entscheiden..

Antwort
von derFabi95, 52

Ich denke nicht dass ein Psychologe nötig ist. Du könntest aber mal zu einem Psychologen gehen und dich beraten lassen. Der wird dir eher sagen können ob er deinem Kind helfen kann oder nicht. Ich kenn diese Art Kind. Und ich denke, dass diese vielleicht tatsächlich eine andere Wahrnehmung haben, aber das ist noch lange kein Grund, das Kind zu einem Psychologen zu schicken.

Antwort
von azallee, 51

Schwierige Sache. Geh mal zum Kinderpsychologen. Dein Kinderarzt kann dir jemanden empfehlen.

Antwort
von Toffeecaramel, 20

Nutze das Angebot des Schulpsychologen. Dieser ist nicht an die Schule angeschlossen und berät nicht im Sinne der Schule. Manchmal beobachten diese auch 1 Tag den Schulalltag. Welcher Psychologe hat schon soviel Zeit? Es ist wirklich ein gutes Angebot. Der Schulpsychologe darf auch der Lehrerin nicht seine Ergebnisse mitteilen. 

Nutze das Angebot, damit euch geholfen wird. Dein Sohn braucht unterstützung, da er ja noch einige Schuljahre vor sich hat. Vielleicht gibt er deinem Sohn ja gute Tipps, wie er sich in diesen Dituationen verhalten kann. Es ist immer gut, wenn ein Aussenstehender deinem Sohn nochmal bestätigt.

Kommentar von Gugu77 ,

Das ist korrekt. Dass ein Schulpsychologe oder Schulpädagoge in Abhängigkeit von Lehrern steht, ist falsch. Zudem hat er /sie die Spezialisierung, kennt die Mitschüler und Gruppendynamiken an der Schule etc.  Er/sie geht auch in den Unterreicht als Beobachter so ist auch das Lehrerverhalten bekannt.

Zudem würde ich die Dynamik Eltern gegen Lehrer vermeiden. Es sollte an einem Strang gezogen werden.

Einen Termin  Psychotherapeuten für Kinder wird man vor einem halben nicht bekommen.

Es gibt noch eine Möglichkeit. Die Schulpsychologische Beratungsstelle. Das sind Einrichtungen der Stadt/Kommune.


Antwort
von ashleytisdle, 41

Ja man bereut fast nur Sachen die man mit nein Beantwortet.
Ihr werdet es nicht bereuen, wenn er die Hilfe nicht braucht wird der Psychologe euch das auch direkt sagen können.
Viel Glück!

Antwort
von LonelyBrain, 58

Naja schon mal daran gedacht das dein Sohn wirklich Schuld ist?

Kommentar von azallee ,

Meistens sehen Eltern ihre Kinder harmloser, als sie sind. Wer austeilt muss auch einstecken können und das solltest du deinem Kind vermitteln. Jedes Kind darf sich wehren, aber nicht Streit oder Hauereien beginne. So habe ich es meinem Kind vermittelt.

Dieses alter ist sowieso ganz schwierig, denn mit 10 werden die Rollen festgelegt, bzw. "erarbeitet".

Kommentar von MonikaStein ,

ja natürlich habe ich das.Auch in der Freizeit habe ich selbst die Kinder miterlebt. Sie provozieren ihm auch mit Sprüchen wie " denke an deine schlechten Noten" oder " A... ich hasse dich"usw. Ihm geht es auch schlecht ...oft Bachschmerzen und ist unmotiviert.

Kommentar von Miramar1234 ,

Bei den untereinander beliebten Kindern,gibt es keine Schuld.Es klärt sich eben so schnell,wie es altersgemäß anfängt.Dies ist bei begründen von Freundschaften übrigends genau so.Möglich ,bzw.wahrscheinlich ist es so,das Dein Kind im entscheidenden Augenblick nichts sagt,oder das Falsche.)Wahrscheinlich ist es,das durch die Unbeliebtheit gegenüber einer Gruppe,er als allein Schuldiger zurückbleibt.Im nächsten Jahr ist Schulwechsel,die Karten werden neu gemischt.Achte darauf,beobachte Dein Kind mal genau auf dem Spielplatz beim Toben,über einen längeren Zeitraum und ohne das er es bemerkt! Also aus einer Entfernung von 50-100 m.Die Erkenntnisse die du gewinnst,bringen sicher was konkretes.Falls Dein Sohn Eigenarten hat,die Benachteiligungen oder gar Mobbing heraufbeschwören,könnte man noch gut umsteuern.Vermeidungsstrategien,entwickeln,Angriffsflächen nicht zu bieten.Nein,der Ruf nach dem Schulpsychologen ist verfrüht und m.E.nicht notwendig.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten