Frage von 1998fabienne, 31

Ist ein Psychologe eine Hilfe?

Ich bin 17, gehe in die 11. Klasse und wohne bei meiner Mutter, ihrem Ehemann und meinen zwei kleinen Halbbrüdern. Ich bin sehr oft ohne Grund total traurig und schlecht drauf...das bringt mich dann zum Nachdenken und ich glaube alles wird dadurch schlimmer und es zieht nich total runter, dass bringt mich auch oft zu streit mit meiner Familie. Ganz oft kann ich dann nicht schlafen und liege stundenlang wach im Bett oder habe schlechte Traüme. Ich habe sehr oft längere Phasen indenen ich einfach in meinem Zimmer sitze und plötzlich habe ich das Gefühl alles bricht zusammen und ich fange an zu heulen. Ich schaffe es einfach nicht mit meinem Leben und mit mir selbst zufrieden zu sein, ich schaffe es nicht zu vertrauen...meiner Familie,Freunde etc. also kann ich mit denen nicht wirklich darüber reden, dabei sind sie echt toll und ich hab sie total lieb und sie mich wahrscheinlich auch. Wenn jmd lacht glaube ich immer sofort es wird über mich gelacht und immer schwirrt im Hinterkopf dass mich keiner wirklich mag. Ich habe das Gefühl ich bin nie Nummer eins, egal bei was...Freunde, Familie, Leistung etc. Dabei habe ich alles...ein Dach überm Kopf,Essen, warmes Wasser, ich kann in die Schule und wenn mir was passiert habe ich medizinische Versorgung. Meine Eltern sind zwar getrennt und im rechtlichen streit aber sie lieben mich, ich habe eine tolle Familie und aucj Freunde...warum schaffe ich es dann nicht glücklich oder zumindest zufrieden zu sein??? Mir ist klar dass es anderen Leuten viel Schlimmer geht...manche haben depression oder eine Essstörung oder Boarderline, die gehen ja dann meistens zur Therapie. Ich habe überlegt ob es mir helfen könnte auch sowas zu machen...mit jmd neutralen und jmd der weiss wovon ich rede. Aber ich weiss nicht ob ich es wirklich brauche...oder wie ich es mit meiner Mutter besprechen soll? Kann mir bitte jemand helfen? Ich weiss echt nicht mehr weiter...nur davon das zu schreiben muss ich fast wieder losheulen und werde total traurig😣

Antwort
von XSeiDuSelbstX, 7

An deiner Stelle würde ich einmal mit jemanden, vorzugsweise der dich und deine Lebenssituation kennt, darüber reden. Wenn die Beziehung zu deiner Mutter gut genug ist, würde ich einfach ihr davon erzählen. Das darüber reden befreit fast immer, und ist meistens der erste Schritt, um das Problem zu entdecken und zu lösen. Auch andere Menschen, denen du vertraust eignen sich da gut. 

Ansonsten ist professionelle Hilfe auch sehr empfehlenswert, denn ein/e Psychologe/in hat das Know-How und die Erfahrung, um dich möglichst gut zu beraten, welche weitere Schritte sinnvoll wären, damit es dir wieder besser geht. Das heißt nicht unbedingt, dass du dir jetzt gleich zu sehr den Kopf über Therapie etc. zerbrechen sollst.

Ich finde, dass du einfach einmal einen ersten Termin mit einem/r  Psychologen/in außmachen solltest. In der Ersten oder in den ersten Stunden kannst du einmal alles was dich bedrückt herauslassen, und er / sie wird dich dann sicherlich gut beraten, was die Ursachen sein könnten, und was man dagegen macht. Solche Erststunden werden teilweise auch kostenlos oder zu einer geringen Entschädigung angeboten (zumindest in meiner Gegend), du musst halt auch auf die Seriosität achten.

 Auf jeden Fall ist es wichtig, dass du mit jemanden darüber redest!  

Ich wünsche dir viel Erfolg für deine Genesung =) .


Antwort
von maxZ96Z, 11

zu allererst ist solltest du wissen dass du dich nicht für das was du fühlst rechtfertigen musst. Wenn du dich leer, oder niedergeschlagen fühlst ist es egal ob es anderen schlechter geht oder ob du auf rationaler ebene vielleicht gar keinen grund dafür siehst. sowas kann hormonell bedingt sein, oder im falle einer Depression (auf die einiges was du sagst hindeuten könnte) neurologisch.
Ein Psychologe kann wahrscheinlich am besten erkennen was mit dir los ist und was du dagegen machen kannst, aber schon dein hausarzt sollte dir weiterhelfen können und kann dir Psychotherapie verschreiben.
Du musst dich absolut nicht schämen, professionelle hilfe zu suchen: Psychische Krankheiten sind genauso ernst zunehmen und genauso wenig deine "Schuld" wie physische.
Und selbst wenn ich nur übertreibe und alles halb so schlimm ist, verlierst du ja nicht. Im besten fall stellst du nach dem gespräch mit dem psychologen fest, dass du keine hilfe brauchst und hast danach gewissheit :)

Antwort
von JaniXfX, 2

Hallo Fabienne!

Häufig ist das Gegenteil der Fall: Die Leute warten und warten, bis sie endlich zu einem Therapeuten gehen. Dann ist eine Depression bereits so fortgeschritten, dass der gesamte Alltag nicht mehr funktioniert. Die Aufarbeitung dauert extrem lang, weil sich die Depression in allen Bereichen etabliert hat. Dabei wäre es doch super, mal in einem frühen Stadium zu einem Therapeuten zu gehen... das ist für die Therapeuten auch schön, wenn es Klienten mit Aussicht auf baldige Besserung sind.

Deshalb lass Dich ermutigen: es schadet nicht. Und besser zu früh als zu spät. Gerade wenn Du auch selbst erkennst, dass es für Dich schwierig ist, alleine dort raus zu kommen.

Antwort
von Dahika, 9

www.bke-jugendberatung.de

Antwort
von nowka20, 5

ja, das ist er (wenn er nicht zu den "schwarzen schafen" gehört)

Antwort
von DeanThunderwolf, 13

Ein Psychotherapeut ist ratsam.

Antwort
von sinari, 6

....alles wird ""dadurch""? schlimmer?Was ist denn "Alles" für dich?

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