Frage von jenshiller, 32

Ist ein Mobilfunkvertrag ein zweiseitig verpflichtender Vertrag?

Klare Frage, mit der Bitte um eine klare Antwort: - Ist ein Mobilfunkvertrag ein zweiseitig verpflichtender Vertrag?

  • Ein solcher Vertrag kann nur in beidseitigem Einverständnis abgeändert werden?

  • Wenn eine Seite den Vertrag verändert, hat die andere Partei ein Sonderkündigungsfrecht, ohne eine Frist einzuhalten?

Ich hoffe es so verfasst zu haben, dass die Antworterinnen und Beantworter es leicht haben. Ich danke euch. Die "Romanversion". Mein Mobilfunkanbieter wurde übernommen. Mein alter Tarif wurde gestrichen und es gibt keine ausreichende Kompensation durch Gutschriften o.ä. Ich möchte aus der Sache raus, sämtliche Form der Anschreiben blieben unbeantwortet...daher, die o.g. Fragen. Nochmal Tausend und einen Dank.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nemesis900, 15

Ja ist er, der Anbieter verpflichtet sich die im Vertrag festgelegten Leistungen zu erbringen und du verpflichtest dich die dafür im Vertrag festgelegten Gebühren zu zahlen. Eine einseitige ändere ist nicht möglich bzw. würde sie dir ein Sonderkündigungsrecht geben.

Kommentar von jenshiller ,

Also Anbieter "+" wird an Anbieter- verkauft. Anbieter "-" gibt mir nicht die alten Konditionen und somit ziehe ich mich diskret zurück.

Sonderkündigungsrecht nutzen, kündigen, Einzugsermächtigung streichen?

Ich teile weiterhin "-" mit, dass ich das bereits zuviel gezahlte Geld zurück möchte, erstattet auf Konto xyxxy, binnen 4 Wochen (wenn das zu weit führt, kein Drama)

Korrekt?

Kommentar von DerHans ,

Du solltest bevor du einen neuen Vertrag abschließt, erst einmal die Kündigungsbestätigung abwarten

Kommentar von jenshiller ,

Hallo Hans,

die hatte ich vom alten Anbieter schon, beim Umzug ging sie verloren :-(

Antwort
von Tellensohn, 6

Salue jenshiller

Grundsätzlich ist dies ja alles richtig. Nur lies mal genau das Kleingedruckte im abgeschlossenen Vertrag genau durch. Du wirst staunen, was die alles dürfen ! Da findest Du die edelsten Formulierungen im Sinne von:

"Der Anbieter darf jederzeit seine laufenden Verträge mit neuen Angeboten verbinden, Dienstleistungen ergänzen oder sistieren" usw.

Dann wird der zum Beispiel das "Recht" eingeräumt, dass Du zu einem "Vorzugspreis" neue kostenpflichtige Mehrleistungen bekommst, wenn Du nicht innerhalb einer bestimmten Zeit ein anderes Angebot ausgesucht hast.

Vielleicht findest Du sogar eine Klausel, die das Übertragen Deines Vertrags auf andere Anbieter vorsieht, wenn Die keine nachteiligen Folgen für Dich haben.

In meinen nächsten Leben werde ich Jurist. Die erfinden solche Formulierungen und bekämpfen Sie dann im Interesse der Konsumenten.

So werde ich dann steinreich ! 

Es grüsst Dich

Tellensohn  

Kommentar von jenshiller ,

Herrlich, dein Humor gefällt mir, ich erkenne auch was hinter den Zeilen steckt, danke dir.

Allein ein Kassenbon ist oft derart lang, dass man ihn kaum prüfen kann, von den Passagen die Karttenzahlung betreffend rede ich erst garnicht.

Auf das hier bin ich gestoßen:

http://www.focus.de/finanzen/experten/thomas_hollweck/von-base-zu-o2-kunden-beri...

...und da schien es recht eindeutig?

Antwort
von DerHans, 13

Verträge sind im allgemeinen zweiseitig verpflichtend.

Grundsatz: Keine Leistung ohne Gegenleistung

In deinem Fall muss der übernehmende Konzern darauf sogar hinweisen. Erst wenn er diesen Hinweis eindeutig geliefert hat, beginn deine Kündigungsfrist.

Kommentar von jenshiller ,

Keine Leistung ohne Gegenleistung?

*argh*...ich bin Laie, was ist mit Schenkungen?


Der Konzern belästigt mich fortwährend mit SMS, Mails und das trotz mehrfacher Widersprüche usw., usw., usw.

Unglaublich, ehrlich....

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