Meine Frau und ich sind kurz davor, eine Doppelhaushälfte zu kaufen. Nachdem wir das Exposé angefordert hatten, hat uns der Vermittler (kein Makler, da direkt vom Bauträger) ein Angebot für die Immobilie gemacht. Ein gutes Angebot, da das Haus parallel noch im Internet für Euro 40.000 mehr steht. Nachdem wir das Objekt besichtigt hatten (wird gerade gebaut), waren wir noch begeisterter und sind es noch. Jetzt geht es um die Finanzierung und das erste Bankgespräch. Gestern hat uns der Vermittler ganz aufgeregt angerufen und uns mitgeteilt, dass der Bauträger diesen Sonderverkaufspreis nicht von seiner Bank vorfinanziert bekommt, sondern nur den offiziell teureren. Gilt das Angebot nicht mehr?

nein, ein Angebot ist halt nur ein Angebot.
Es kommt erst zum Vertrag, wenn Käufer und Verkäufer sich über einen Betrag einig sind und beide die Absicht bekunden, dass es zum Vertrag gekommen ist. Soll ein Angebot verbindlich sein, so muß das im Angebot extra vermerkt sein.
Ich wäre sehr vorsichtig. Sieht fast nach Betrugsversuch aus.

Dies ist m.E. nicht belastbar, da E-Mails angeblich nachträglich formatiert, geändert werden können. Darauf könnte der Vermittler sich eventuell hinter her berufen. Ich denke, es gilt der offiziell (teure) Preis. Ich würde mich nur auf ein schriftliches Angebot mit Datum und Ende der Gültigkeit des Angebotes verlassen, u.U. noch per FAx, niemals mündlich.