Wer hat Erfahrungen mit Klapprädern als alleiniges Fahrrad?
Ich brauche ein neues Fahrrad und überlege, ob ich mit einem (guten) Klapprad auskomme.

Vor Jahren hatte ich eines, das war recht robust und ich habe auch bei häufigem Gebrauch ganz gute Erfahrungen damit gemacht. Es sollte aber wirklich ein gutes Klapprad sein.

Bei längeren Strecken ist das Fahren eines ja immer kompakter gebauten Klapprads anstrengender als mit einem normal grossen Rad.
Als Einkaufsrad und für kurze Strecken sind Klappräder aber sehr wohl geeignet.
Heute gibt es schon sehr gute Klappräder, die ein "normales" Rad durchaus ersetzen können.
Kannst Du mir eine Marke nennen?
Das Brompton. Das kann man ganz individuell ausstatten. Hier mal ein Link dazu: http://www.faltraeder.com/faltraeder/brompton/brompton.htm
Danke! =)

Willst Du längere Strecken fahren (> 3 km): ungeeignet
Kürzere Strecken: könnte klappen (ohne Berge)
Bei beiden wichtig: Die Übersetzung der Gangschaltung. Bei vielen Modellen muss man auch im höchsten Gang noch zu viel treten. Vor dem Kauf also bewußt Probefahren!
Manchmal auch wichtig: kann man noch Satteltaschen am Rad befestigen (Einäufe)?
Nachdem ich letzten Sonntag auf der EUROBIKE war und ein Brompton Faltrad erneut fahren konnte, eine Ergänzung zu meinen Ausführungen vom 05.09.08 : Ich interessierte mich für die Tretlagerschaltung der Schweizer Firma Schlumpf, die ich an einem Brompton ausprobieren durfte, wobei mich besonders die Schaltbetätigung interessierte : Die Schaltung machte insgesamt einen sehr guten Eindruck : Schweizer-Uhrwerkspräzision: Allerdings sehr teuer ! Das Brompton kann dieses Lob nicht verbuchen : Der Versuch, nur ein paar Meter freihändig geradeaus zu fahren, scheiterte kläglich. Dabei ist die Physik der Teewagenrolle relativ leicht zu begreifen. Ähnliche Erfahrungen machte ich in der Vergangenheit mit Fahrrädern der Fa. DAHON. Die kleineren Durchmesser haben physikbedingt schon eine verminderte Eigenstabilität, wenn dann die Lenkwinkel zu steil stehen (Aus welchem Grund auch immer ?) , darf man sich über den schlechten Geradeauslauf nicht wundern. Ein nicht vorhandener Geradeauslauf verlangt vom Radler ständige Lenkungsbetätigung. Aus ähnlichen Überlegungen sollte man kleinere Raddurchmesser als 20 Zoll gar nicht verwenden.H.S.
Ich verwende als Rahmen einen 70er-Jahre Klapprahmen, habe eine 7-Gang-Nabe eingebaut, den Vorbau des Lenker nach unten gesetzt und einen schmalen, geraden Lenker montiert. Herausgekommen ist vergleichsweise) eine Rakete, die mit einem Klapprad nichts zu tun hat. Noch besser dürfte selbstverständlich ein teureres aktuelles Faltrad (z.B. Birdy) sein. Um damit aber mobil am Zielort zu sein (Eisenbahn, Auto, Schiff, Bus, Flugzeug) reicht ein solches Rad gut aus. Preis (ohne Arbeit) ca. 150 Euro. Leider ist mir der Rahmen schon mal gebrochen (Tretlager ist "abgefallen", da unterhalb des Rahmenbogens angeschweißt, hat meine sportlichen Ambitionen nach 15 Jahren übel genommen. Habe ich eben schweißen lassen.
Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: Ein Faltrad kann i.d.R. kein vollwertiger Ersatz für ein "Normal"-Rad sein. Aber es ist ein excellentes Zweitrad.
Es gibt derzeit keine guten Falträder. Zwar besitze ich seit 30 Jahren eins, bei dem ich aber bis auf den Rahmen und die Gepäckträger vorn und hinten alles erneuert habe. Es ist ein 24" Rad mit Kreuzrahmen und einem Radstand von 103 cm sowie 7-Gang SRAM Nabenschaltung. Der Rahmen wurde im Gelenkbereich von mir konstruktiv verbessert. Der (neue) Vorbau hat jetzt eine Schrägzylinderklemmung im Gabelschaft,da die ursprüngliche Klemmung des Gabelschaftes durch eine äußere Klemmschelle in der Nähe des oberen Lenkungslagers zu einem Bruch geführt hatte. Nur durch glückliche Umstände konnte ich einen folgenreichen Sturz vermeiden. Der Begriff "Klapprad" kommt aus den sechziger Jahren und bedeutet Klapperrad. Deshalb verwende ich den Begriff Faltrad. Die Klappräder der 60-er und 70-er Jahre waren wirkliche Klapperräder, bei denen noch nicht einmal die Kettenübersetzung richtig ausgelegt war(Langsamfahrt bei schnellem Tritt).Ernsthaft : Konstruktive Schweinereien. Man denke aber nicht, daß sich die Situation heute gebessert hätte , wenn man sich die konstruktiven Spinnereien von Moulton,Brompton, Dahon u.a. ansieht. Ich würde ein 20" oder 24" Rad mit nur einem Gelenk,Kreuzrahmen und Dreieckshinterbau, V-Bremse vorn und hinten,SRAM i-Motion 9 Gang Nabe und verstellbarem Lenker (Höhe und Neigung) nehmen. Ein guter Sattel (Schaumstoff gepolstert, aber nicht gefedert mit einem atmungsaktiven Lederbezug,einer Eintiefung im Bereich der Dammnaht (kein Durchpuper, kein Geleesattel) sollte auch nicht fehlen. Fazit zum Schluß: Ein "ordentlich Fatrad ist möglich, wird aber derzeit warscheinlich nicht gebaut. H.S.

Ein gutes Klapprad (Moulton, Brompton, AirWheel etc) kann ein Rad ersetzen, wenn wenig unebene Strecken (Kopfsteinpflaster) gefahren werden und es nicht zu schwer beladen wird. Daher halte ich ein Klapprad zum wöchentlichen Großeinkauf im Supermarkt für ungeeignet. Ein gutes Klapprad mit geeigneter Übersetzung kann durchaus auf längeren Strecken gefahren werden, solange der Straßenbelag eben ist.
Mit welchem hattest Du gute Erfahrungen?
Ich überleg schon die ganze Zeit welche Marke das war. Das ist jedoch etliche Jahre her und ich bin mir nicht 100 % sicher. Ich glaube es war ein Hercules Fahrrad, diese Falträder waren eine Zeitlang richtig modern.
Danke für's Überlegen. :-) Ich hatte früher auch mal ein ("normales") Hercules-Rad. Und ja, es war modern. ;-)